Unsere LRZ Corona-Helden

Auf einmal ist das LRZ weitgehend leer: Damit sich 200 von 250 Mitarbeitenden Mitte März von heute auf morgen ins Homeoffice verabschieden konnten, waren eine Menge Planungen und Vorbereitungen nötig. Und in anderen Abteilungen stiegen danach die Anforderungen extrem an, weil nicht nur wir, sondern auch unsere Kunden – Forscherinnen, Wissenschaftler, Studierende – in Corona-Zeiten remote arbeiten, lernen und sich dabei virtuell austauschen wollen und müssen. Die Ausstattung stimmt, die Verbindungen funktionieren weitgehend reibungslos: Läuft am LRZ. Auch in Notfällen. Auch wenn wir nicht da sein müssen.
Wem wir das zu verdanken haben? Hier stellen wir einige Teams und Arbeitsgruppen vor, die dafür sorgten und sich immer noch darum kümmern, dass Wissenschaft und Lehre in München und Bayern weiter funktionieren und wir sicher und einwandfrei arbeiten können: DANKESCHÖN

Mit der Frau sind wir sicher

eda-seval_s2Eda Seval leitet den Servicedesk und hat 2018 für die ISOZertifizierungen des LRZ an Notfallplänen mitgearbeitet, sogar an einem Pandemieplan: „Dass der einmal eintritt, daran haben wir damals nicht gedacht“, sagt sie. „Notfallpläne entstehen im Team, über mögliche Risiken kann man nur zusammen nachdenken.“ Geregelt wurde, welche Dienste das LRZ wie sicherstellt, wenn wenige Beschäftigte vor Ort arbeiten.
„Wir merken jetzt, dass wir damals auf einige Services zu wenig eingegangen sind.“ Daher müssen Notfallpläne geprüft werden: Dazu notieren die Risikoexperten aller Abteilungen jetzt, welche Prozesse sich bewähren und wo Anpassung nötig ist. „Nur Vor-Ort-Dienste wie Veranstaltungen oder Führungen können wir im Pandemiefall nicht aufrechterhalten, aber die technischen Services funktionieren auch in Abwesenheit sehr gut.“ Das aber kontrolliert das Team detaillierter, wenn alle wieder vor Ort sind.

Mit der Frau meistern wir Krisen

Karola_sKarola Füssel arbeitet im Bereich Finanzen am LRZ. Zusammen mit dem Notfallteam hat sie in wenigen Tagen dafür gesorgt, dass sich rund 200 von 250 Beschäftigten ins Homeoffice verabschiedeten und trotzdem alle IT-Services des LRZ funktionieren. „Dieser Krisenfall war neu, es gab viel Aufregung.“ Mit Informationen und Planung arbeitete sie dagegen an. Erst Besprechungen organisieren, Telearbeit und Präsenz regeln, dann Mails beantworten. Jetzt ist die Präsenzliste wichtig: Sie regelt, wer wann im LRZ arbeitet. Bei einem Corona-Verdacht können Kollegen benachrichtigt und sofort in Quarantäne geschickt werden. „Für meine Aufgaben arbeite ich mit allen Abteilungen zusammen, kenne also die Ansprechpartner für Notfälle.“ Wann der Shutdown endet, weiß Füssel nicht: „Der Wiedereinstig wird hoffentlich einfacher, per Mail wird informiert, wann und wie genau es weitergeht am LRZ.“

Von der Frau lassen wir uns motivieren

Sarah_sSarah Struck ist Personalerin am LRZ und mit ihren KollegInnen zurzeit vor allem mit Mails beschäftigt: Wie wird Urlaub beantragt? Wann kann ich wieder ins Büro? Muss ich telearbeiten, wenn Kinder stören? „Jeder, der remote arbeiten kann, soll das machen, um das Risiko für sich und alle Beschäftigten zu reduzieren.“ Für bessere Stimmung und für den Zusammenhalt hat das Personalteam zusammen mit Kollegen den internen Chat-Kanal #LRZamhalten ins Leben gerufen und postet dort Musiktipps, Fotos, Lustiges. Die Personalabteilung ist zurzeit drei Mal pro Woche am LRZ präsent – das Team wechselt sich dort ab, hält Kontakt mit Ministerien, Behörden, Mitarbeitenden: „Wir haben jetzt weniger direkten Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen, aber sonst hat sich die Arbeit nicht groß verändert. Schön ist, dass wir viel Feedback erhalten, dass es allen gut geht und die Arbeit im #homeoffice funktioniert.“

Mit dem Mann arbeiten wir virtuell

Niels_sNiels Fallenbeck und seine drei Kollegen betreuen die Compute Cloud des LRZ, die eine Speicherkapazität für virtuelle Maschinen von rund 2 Pebibyte bietet. Die Cloud dient dem LRZ bei Testumgebungen und Services und wird von bayerischen Hochschulen und Forschern genutzt – etwa für Berechnungen und Tests. Die Cloud ist automatisiert: Monitoring-Systeme kontrollieren die Hardware, Speicher für User gibt das Cloud-Team online frei. Vom Zugang bis zur Einrichtung virtueller Server vergehen oft nur wenige Minuten. Daher kann das Team in Corona-Zeiten leicht zuhause arbeiten: „Absprachen untereinander sind schwerer geworden und ein paar Arbeiten vor Ort bleiben liegen.“ Neue Cloudserver und Switches müssten auf-, Festplatten umgebaut werden. „Nicht kriegsentscheidend jetzt“, urteilt Niels Fallenbeck. Wichtiger ist für ihn und die Kollegen derzeit, wie Familie, Kinder, Cloud unter einen Hut zu bringen sind.

Von der Frau bekommen wir Hilfe

Klaudia-sKlaudia Adamowicz unterstützt seit 3 Jahren den Service-Desk. „Wir merken, dass viele im Home-Office arbeiten“, erklärt die Bioinformatik-Studentin. „Es geht jetzt weniger um technische Fragen, sondern um Sofortlösungen, um Hilfe beim Videochat, um Mail-Zugang oder um Verbindungen zum Münchner Wissenschaftsnetz mit Hilfe von Virtual Private Networks.“ Offen, freundlich gibt Klaudia Antworten. Meist kommt sie um Mitternacht zum Service-Desk, Nacht- oder Frühschichten sind weniger beliebt. Dann steht neben Nutzer-Fragen die Kontrolle der Systeme auf dem Plan und Klaudia schaut in der Leitwarte beim Rechnerwürfel, ob alle Geräte und Computer zuverlässig laufen: „Am Service-Desk kann ich was bewirken. Ich mag es, mit Usern und Profs zu sprechen, aber vor allem Probleme zu lösen.“ Dass ihr die Experten des LRZ jederzeit beistehen, wenn sie einmal nicht weiterweiß, beruhigt und stärkt sie zugleich.



#weareLRZ, #LRZamhalten, #coronavirus