Das Münchner Wissenschaftsnetz (MWN) verbindet in der Münchner Region Gebäude der Münchner Hochschulen (LMU, TUM, Hochschule München, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf etc.) und anderer wissenschaftlicher Einrichtungen mittels einem skalierbaren und hochredundanten Datennetz.
Die Nutzung des MWN kann für eine Institution aus den folgenden Gründen sinnvoll sein:
Das Münchner Wissenschaftsnetz ist ein Ethernet-basiertes IP-Netz, das die verschiedenen Standorte der Hochschuleinrichtungen miteinander verbindet. Die Kernnetzstandorte sind physisch redundant über Glasfaserstrecken mit mindestens 25 Gbit/s, im Allgemeinen 100 Gbit/s verbunden, und verfügen über unterbrechungsfreie Stromversorgungen und einen physikalischen Zugangsschutz.
An die Kernnetzstandorte sind die Standorte der Einrichtungen mit Bandbreiten zwischen 1 Gbit/s und 100 Gbit/s angebunden. Hierzu kommen neben eigenen oder angemieteten Glasfaserverbindungen auch gemanagte Verbindungen (Ethernet) zum Einsatz. In Sonderfällen können auch andere Technologien (IP-Anschlüsse anderer Provider, DSL, Funk) verwendet werden.
Je nach Bedarf der Einrichtung kann ein Kundenstandort nicht-redundant, komponentenredundant oder geographisch redundant über unterschiedliche Leitungswege angebunden werden.
Es werden die Protokolle IPv4 und IPv6 unterstützt. Der Datenverkehr der angeschlossenen Institutionen wird gleichberechtigt mit dem aller Anschlüsse ("Best Effort") behandelt.
Eine ausschließliche Nutzung des MWN als Transitnetz ist grundsätzlich möglich. Allerdings ist die Realisierung individuell mit dem LRZ abzustimmen. Die Nutzung als Transitnetz ist im Allgemeinen als eigene Routinginstanz realisiert (Layer3-VPN, VRF). Der Transport von Layer2 (Ethernet-VLANs) ist in Sonderfällen möglich.
Die Verfügbarkeit des MWN-Backbone ist unter: https://monitoring.mwn.de/infovista/mwn-availability.html zu finden.
Wartungszeiten: Jeden Dienstag und Donnerstag von 7:00 bis 9:00 Uhr.
Das MWN wird möglichst störungs- und unterbrechungsfrei betrieben. Zur Durchführung von geplanten Routinewartungen, Aufbau- und Installationsarbeiten sowie für Software- und Hardware-Aktualisierungen werden feste Wartungszeiten („Wartungsfenster“) reserviert. Wartungsfenster werden grundsätzlich nur bei Bedarf in Anspruch genommen unter Berücksichtigung der Anforderung, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.
Notfall-Wartungsmaßnahmen aus gegebenem Anlass (z. B. CERT-Sicherheitshinweis) werden vom LRZ unverzüglich ausgeführt, um die Sicherheit des MWN zu gewährleisten. Über den Notfall und die durchgeführten Wartungsmaßnahmen sowie deren voraussichtliche Dauer und den Zweck wird unverzüglich über entsprechend definierte Mechanismen informiert.
Geplante Unterbrechungen (geschätzter Zeitpunkt, Dauer und betroffene Bereiche oder Dienste) werden mindestens einen Tag vorher bekannt gegeben. Die Ankündigungen erfolgen über
Einrichtungszeiten: 2 Wochen nach Vorliegen aller Voraussetzungen
Voraussetzungen sind z. B. die Installation der Zugangsleitung sowie das Vorhandensein der notwendigen Interfaces.
Zur Nutzung des WiN-Internetanschlusses ist der Abschluss eines Dienstleistungspaketes beim DFN Voraussetzung. Oftmals ist ein solcher bereits von übergeordneten Einrichtungen abgeschlossen worden. Siehe https://www.dfn.de/dienste/entgelte/
Für die Installation der Zugangsleitung zum MWN sind in vielen Fällen Installationsarbeiten im Gebäude nötig. Dafür ist unter Umständen eine Genehmigung des Gebäudeeigentümers (eine Gebäudeeigentümererklärung, GEE) nötig.
Dieser Dienst wird den folgenden Nutzerklassen zur Verfügung gestellt. Hierbei sind von den einzelnen Nutzerklassen folgende Gebühren zu tragen:
| Nutzerklasse | Kostensatz |
|---|---|
| 1 | Frei |
| 2 | Grundversorgung |
| 3 | Selbstkosten (Betriebs- + Investitionskosten) |
| 4 | Selbstkosten (Betriebs- + Investitionskosten) |
| 5 | Selbstkosten (Betriebs- + Investitionskosten) |
| 6 | Vollkosten (Selbst- + Gemeinkosten) |
Gebührenbestandteile:
Die Gebühren werden jährlich ermittelt, indem die Gesamtkosten des MWN durch die Anzahl der Interfaces der Backbone Router geteilt werden. Es gelten hierfür folgende Gebühren:
| Übertragungsrate | Betriebskosten | Selbstkosten | Vollkosten |
|---|---|---|---|
| 100 Mbit/s | auf Anfrage | auf Anfrage | auf Anfrage |
| 1 Gbit/s | auf Anfrage | auf Anfrage | auf Anfrage |
| 10 Gbit/s | auf Anfrage | auf Anfrage | auf Anfrage |
| 25 Gbit/s | auf Anfrage | auf Anfrage | auf Anfrage |
| 40 Gbit/s | auf Anfrage | auf Anfrage | auf Anfrage |
| Geringfügiger Datenverkehr pro Endgerät pro Jahr | auf Anfrage | auf Anfrage | auf Anfrage |
Bei kleinsten Institutionen (mit bis zu 10 Geräten) besteht die Möglichkeit, nach Absprache mit dem LRZ, die Gebühren nicht über die Anbindungsgeschwindigkeit zu fixieren, sondern die Anzahl der anzuschließenden Endgeräte als Maß für die Gebührenermittlung heranzuziehen.
In diesen Gebühren sind (falls gewünscht) folgende Dienstleistungen des LRZ enthalten:
Bandbreitenanteil für den Versorgeranschluss des LRZ am Deutschen Wissenschaftsnetz (X-WiN).
Die Kosten für die Anschlussbandbreite am Versorgeranschluss werden grundsätzlich mit der Bandbreite des Anschlusses ans MWN berechnet. Wenn durch technische Mittel seitens des LRZ sichergestellt werden kann, dass der X-WiN Uplink nicht oder nicht mit voller Bandbreite benutzt werden kann, kann der Bandbreitenanteil reduziert werden.
| Bandbreitenanteil für den Versorgeranschluss am Wissenschaftsnetz | Selbstkosten |
|---|---|
| Kosten pro 1 Gbit/s Anschlussbandbreite | auf Anfrage |
Gebühren für die WiN-Nutzung: Soll das Internet über den bestehenden WiN-Anschluss des MWN genutzt werden, so ist dies im Rahmen des Versorgeranschlusses des LRZ am Wissenschaftsnetz möglich. Hier entstehen weitere Gebühren, durch einen sogenannten Dienstanschluss. Die Gebühren dafür sind an den DFN zu zahlen, siehe: https://www.dfn.de/dienste/entgelte/. Dazu ist ein separater Vertrag mit dem DFN zu schließen. Oftmals ist ein solcher bereits von übergeordneten Einrichtungen abgeschlossen worden.
Einmalige Anschlusskosten: Für das zusätzlich benötigte Interface im Router oder Switch, an dem die anzuschließende Einrichtung angeschlossen ist, sind einmalig diese Kosten zu zahlen. Grundsätzlich wird ein vom LRZ betriebenes Abschlussgerät (Überwachungsswitch) am Kundenstandort benötigt.
Kosten für die Zubringerleitung: Die Art der Zubringerleitung muss individuell mit dem LRZ vereinbart werden. Die Kosten der Zubringerleitung sind grundsätzlich von der anzuschließenden Institution selbst zu tragen. Diese Kosten können monatlich (z. B. LWL-Strecke), einmalig (z. B. Installation einer LWL-Strecke auf privatem Grund) oder gar nicht (Sitz der Institution in einem Hochschul-Gebäude) anfallen. Das LRZ unterstützt bei der Auswahl und Beantragung der Leitung.
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Wir haben uns um eine möglichst einfache und verständliche Darstellung bemüht. Einige Fachbegriffe lassen sich allerdings nicht vermeiden.
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Wir erfassen Informationen auf folgende Arten:
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Das Security-Team wertet zur Gewährleistung von Netz- und Informationssicherheit Teile der von Ihnen erzeugten Verbindungsdaten (gemäß §100 TKG in Verbindung mit §109a TKG) aus, um Sie selbst oder die für die jeweilige Einrichtung zuständigen Personen über sicherheitsrelevante Auffälligkeiten zu informieren.
Durch diese Vorgehensweise werden folgende gesetzliche Bestimmungen umgesetzt: § 13 Abs. 7 TMG, § 100 Abs. 1 TKG (Ausweitung des Störungsschutzes), Art. 11 Abs. 1 S. 1 BayEGovG, Art. 32 DSGVO.
Das Leibniz-Rechenzentrum ist ein Akademieinstitut, das für die Bayerische Akademie der Wissenschaften und für weitere Einrichtungen des Freistaats Bayern IT-Dienstleistungen erbringt und Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durchführt (§ 22 der Satzung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften). Die Zusammenarbeit des LRZ mit anderen Hochschulen ist dabei gesetzlich festgeschrieben (§ 16 Abs. 1 S. 2 Bayerisches Hochschulgesetz). Beim LRZ handelt es sich daher um eine öffentliche Stelle im Sinne des BayDSG.
Sofern Sie unsere Dienste aufgrund unseres gesetzlichen Auftrags nutzen, ist dieser gesetzliche Auftrag die Rechtsgrundlage zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten (Art. 6 Abs. 1 lit. e DSGVO).
In anderen Fällen ist ein Vertrag die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung personenbezogener Daten (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO).
Sofern Daten aufgrund gesetzlicher Bestimmungen verarbeitet werden, ist dies ein Fall des Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO.
Sofern bei einem Dienst freiwillig personenbezogene Daten angegeben werden können, die für den Betrieb des Dienstes nicht essentiell sind, verarbeiten wir diese personenbezogenen Daten auf Basis einer Einwilligung nach Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO.
Eine Übermittlung Ihrer personenbezogenen Daten an andere Einrichtungen findet in der Regel nicht statt. In seltenen Fällen ist das LRZ auf die Unterstützung bei der Eingrenzung und Beseitigung von Störungen an einem Dienst angewiesen und hat hierfür entsprechende Support- und Wartungsverträge mit externen Firmen geschlossen. Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist dabei grundsätzlich nicht Teil des Aufgabenbereichs der externen Firmen. Die externen Firmen haben aber potentiell Zugriff auf bestimmte Kategorien von personenbezogenen Daten (IP-Adressen, LRZ-Kennung). Das LRZ muß zur Aufgabenerfüllung der externen Firma dieser mitunter Daten wie z.B. Protokolldaten oder Speicherauszüge, die auch personenbezogene Daten enthalten können, übermitteln. Derlei lässt sich trotz entsprechender Maßnahmen nicht immer vermeiden, da wir ansonsten unsere Dienste nicht in der bekannten Qualität und Verfügbarkeit anbieten könnten. Mittels entsprechender Verträge sind diese externen Firmen verpflichtet, Ihre in der DSGVO und in anderen datenschutzrechtlichen Bestimmungen festgelegten Rechte zu wahren. Dazu gehört u.a., dass die Daten von den externen Firmen nach Abschluss der Support- oder Wartungsarbeiten unverzüglich gelöscht werden. Zum Teil befinden sich Abteilungen dieser externen Firmen in Drittstaaten. Übermittlungen finden aber nur in jene Länder statt, für welche die EU-Kommission entschieden hat, dass sie über ein angemessenes Datenschutzniveau verfügen, oder wir setzen Maßnahmen um, die gewährleisten, dass alle Empfänger ein angemessenes Datenschutzniveau haben. Dazu schließen wir beispielweise Verträge nach den EU-Standarddatenschutzklauseln ab.
Das LRZ verarbeitet und speichert personenbezogene Daten nur für den Zeitraum, der zur Erfüllung des jeweiligen Zwecks (z.B. Nutzung eines bestimmten Dienstes) erforderlich ist. Sofern gesetzliche Vorschriften, welche das LRZ anzuwenden hat, anderes vorsehen (z.B. Aufbewahrungsfristen), richtet sich die Speicherdauer danach.
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Stand: 21. September 2020