Der Ausbau des europäischen Quantencomputers Euro-Q-Exa am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) hat planmäßig begonnen. Zum bereits verfügbaren System mit 54 Qubits kommt in Kürze eine zweite Ausbaustufe mit 150 Qubits hinzu. Wie System 1 basiert auch das neue System auf supraleitender Quantentechnologie und wird vom Hersteller IQM Quantum Computers am LRZ installiert und in Betrieb genommen.
In den kommenden Wochen werden Teams von IQM und LRZ das System Schritt für Schritt aufbauen, verkabeln und herunterkühlen. Anschließend wird es in die LRZ Systeme integriert, genauestens kalibriert und auf Herz und Nieren getestet, bevor nach Abschluss der technischen Arbeiten eine Testphase folgt. Im Laufe von 2027 soll das System Nutzerinnen aus Deutschland und Europa zur Verfügung stehen.
Forschende an Universitäten und Instituten sowie Unternehmen können kostenlos Rechenzeit auf Euro-Q-Exa beantragen. In Deutschland wenden sich interessierte Nutzer direkt mit einem Kurzkonzept zum geplanten Forschungsvorhaben ans LRZ. Forschende und Unternehmen aus Europa erhalten Zugang über einen Antrag bei der EuroHPC Joint Undertaking (EuroHPC JU).
Seit Mitte September 2026 arbeiten bereits mehr als 37 Teams aus unterschiedlichen Fachrichtungen mit der Quantencomputer-Infrastruktur von Euro-Q-Exa.
Euro-Q-Exa ist Teil der europäischen Quantencomputer Offensive der EuroHPC Joint Undertaking und wird mit Mitteln der Europäischen Kommission (EC), des Bundeministeriums für Forschung, Technolgie und Raumfahrt (BMFTR) sowie des Bayerischen Wissenschaftsministeriums (StMWK) finanziert.
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