FAQs zum Thema TSM

Allgemein

  1. Wer sind die Ansprechpartner für TSM am LRZ?
  2. Wie groß sollten die Dateien sein, die ich nach TSM stecke?
  3. Wie lange werden meine Daten aufbewahrt?
  4. Wie kann ich sicherstellen, dass der Scheduler immer läuft?
  5. Muss meine IP-Adresse am LRZ registriert werden?

  6. Wozu braucht man das Kommando "dsmadmc"?
  7. Ist Archivierung das gleiche wie Backup?
  8. Was geschieht mit symbolischen Links?
  9. Ist ein File Space das gleiche wie ein Filesystem?
  10. Wie müssen unter Unix die Zugriffsrechte gesetzt sein?

  11. Was bedeutet die Meldung client is down level?
  12. Wie kann ich das Passwort für meinen Node ändern und aus welchen Zeichen darf es bestehen?
  13. Kann ich auf einen TSM-Node von verschiedenen Betriebssystemen aus zugreifen?
  14. Ist es möglich, die Dateien mit TSM verschlüsselt abzulegen oder zu übertragen?
  15. Woher kommen alle diese Dateien "dsmerror.log" in vielen meiner Verzeichnisse?

  16. Wie kann ich überprüfen, wann meine Archivdaten verfallen?

Konfiguration

  1. Wie kann ich als Administrator steuern, wo das Schedulelogfile angelegt wird?
  2. Wie kann ich die Größe des Schedulelogfiles beschränken?
  3. Wie kann ich als Administrator steuern, wer TSM benutzen darf?
  4. Wie kann ich die Filesysteme bestimmen, die gesichert werden sollen?
  5. Wie kann ich einzelne Files oder Subdirectories von der Sicherung ausschließen?

  6. Kann ich unter Unix die Konfigurationsdateien in ein eigenes Verzeichnis legen?
  7. Wie kann ich auf einen anderen Node als den default Node zugreifen?
  8. Wie kann ich auf einem UNIX-System einen TSM-Client betreiben, der nicht in das default Verzeichnis installiert wurde?
  9. Was muss ich tun damit unter Linux Files mit Umlauten im Namen richtig gebackupt werden können?
  10. Ich habe vergessen auf welchem TSM Server mein Node registriert wurde. Was mache ich jetzt?

  11. Ich habe vergessen an welchem TCP Port der TSM Server, auf dem mein Node registriert wurde, lauscht. Was mache ich jetzt?
  12. Wie ändere ich die TSM-Serveradresse unter Windows, Linux oder MAC
  13. Welche Änderungen an der Node Konfiguration können über DATWeb durchgeführt werden?

Fehlermeldungen, Fehler

  1. Was bedeutet diese Fehlermeldung: "ANS4503E Valid password not available for server ..."?
  2. Was tun bei "ANS4219E NODENAME cannot be the same as HostName"?
  3. Warum sehe ich keine oder nicht alle in TSM abgelegten Dateien?
  4. Warum sehe ich keine Netzlaufwerke unter Windows 7/8 im TSM-Client?

Antworten Allgemein

  1. Wer sind die Ansprechpartner für TSM am LRZ?

    Richten Sie Anfragen bitte an den zentralen LRZ-Servicedesk. Dort stehen auch Vorlagen zur Verfügung, mit denen Sie häufig auftauchende Anfragen einfach stellen können (z.B. Nodes löschen, Passwort zurücksetzen, Löschberechtigung erteilen).

  2. Wie groß sollten die Dateien sein, die ich nach TSM stecke?

    Prinzipiell erlaubt TSM beliebige Dateigrößen. In der Praxis ist eine gewisse Mindestgröße zumindest für die Archivierung (beim Backup hat man auf die Dateigrößen kaum Einfluss) empfehlenswert. Idealerweise sollten die Dateien hier größer als einige hundert Kilobyte sein. Die Archivierung von wenigen hundert Dateien, die kleiner als 100 KB sind, ist auch kein Problem. Nur bei größeren Mengen kleiner Dateien sollte man diese vorher im tar-Format bzw. als ZIP-Datei packen.

  3. Wie lange werden meine Daten aufbewahrt?

    Die hier angegebenen Werte sind die vom LRZ gesetzten Voreinstellungen. Mit dem Kommando "dsmc q mgmt -det" kann man sich die entsprechenden Parameter selbst anzeigen lassen. Grundsätzlich muß man zwischen archivierten und gesicherten Daten unterscheiden. Die Aufbewahrungsdauer ist auch in den TSM-Richtlinien beschrieben.
    Bei Archiv-Daten ist die Regel einfach: sie werden am LRZ per Voreinstellung 10 Jahre aufbewahrt (Parameter: Retain Version).
    Bei Backup-Daten ist die Sache komplizierter: Insgesamt werden am LRZ von jeder Datei bis zu 3 Versionen aufbewahrt (Parameter: Versions Data Exists). Die inaktiven Versionen einer Datei werden nach 6 Monaten gelöscht (Parameter: Retain Extra Versions, Retain Only Version), aktive Versionen werden nie gelöscht.
    Wenn Sie andere Anforderungen haben, wenden Sie sich an die Ansprechpartner am LRZ, indem Sie Ihr Anliegen in einem Incident im LRZ-Servicedesk-Portal formulieren.

  4. Wie kann ich sicherstellen, dass der Scheduler immer läuft?

    Unter Unix durch den automatischen Start beim Booten der Workstation entweder durch die Aufnahme des Startbefehls (s.o.) in ein rc-File oder den Eintrag in der Datei "/etc/inittab":

    TSM::once:/usr/TSM/dsmc sched > /dev/null 2>&1

    Siehe dazu auch die Unterkapitel 5.1.1.6, 5.1.1.7 und den Abschnitt 10.f des TSM Best Practice Guide (PDF).
    Unter Windows wird der entsprechende Dienst so konfiguriert, dass er beim Reboot des Rechners automatisch gestartet wird.

  5. Muss meine IP-Adresse am LRZ registriert werden?

    Da ein Verbindungsaufbau zum TSM-Server immer vom Client ausgeht, muss der Server, sprich das LRZ, für die Registrierung auch keine IP-Adresse wissen.

  6. Wozu braucht man das Kommando "dsmadmc"?

    Als normaler Anwender gar nicht. Mit ihrer Hilfe wird der Server administriert. Wer wenig Platz auf seinem Rechner hat, kann diese Kommandos auch löschen bzw. die entsprechenden Pakete (TSM Administrative Client) erst gar nicht installieren.

  7. Ist Archivierung das gleiche wie Backup?

    In Kapitel 2.1 des TSM Best Practice Guide (PDF) werden die Begriffe erläutert und im Unterkapitel 2.1.5 werden die Unterschiede zwischen Archive und Backup erklärt.

  8. Was geschieht mit symbolischen Links?

    Die symbolischen Links werden bei Archive und Backup unterschiedlich behandelt.
    Die Verarbeitungsart wird von jeweils einer Variablen gesteuert, die Sie in dsm.opt oder auf Kommandozeile definieren können.
    Im Fall von Archive heißt die Variable ARCHSYMLINKASFILE, im Fall von Backup heißt die Variable FOLLOWSYMBOLIC. Bitte entnehmen Sie die genaue Beschreibung der Variablen der Hersteller-Dokumentation Ihres Clients.
    Die default Einstellungen der beiden o.g. Variablen vom TSM Client sind folgendermaßen gewählt:
    Beim Backup werden symbolische Links nicht aufgelöst. Wird die Datei restauriert, so entsteht wieder ein symbolischer Link, der auf denselben Dateipfad verweist wie vorher. Es ist nicht möglich, einem symbolischen Link auf ein Verzeichnis zu folgen, um innerhalb von TSM eine Datei zusuchen.

    Bei der Archivierung werden symbolische Links aufgelöst. Es entsteht also eine Archivdatei mit dem Pfadnamen, den der symbolische Link hatte und dem Inhalt, den die Datei zum Zeitpunkt der Archivierung hatte, auf den der Link zeigt. Man kann das gezielt nutzen, um der Archivdatei einen bestimmten Namen zu geben, es kann sich aber auch als nachteilig erweisen, wenn eine Datei mehrere Namen hatte und nicht mehr bekannt ist, unter welchem sie archiviert wurde. In dem Sonderfall, dass ein ungültiger Link (Ziel nicht (mehr) vorhanden) archiviert wird, sichert TSM nur den entsprechenden Link.

    In beiden Fällen kann diese Behandlung symbolischer Links dazu führen, dass Dateien spurlos verschwunden zu sein scheinen, wenn sie unter einem anderen Namen gesucht werden als sie angelegt wurden. Beim Backup, der ja in der Regel automatisch und regelmäßig erfolgt, ist der "richtige" Name immer der, der keinen Link enthält; bei der Archivierung hingegen der, der beim Archivierungsvorgang tatsächlich verwendet wurde.

  9. Ist ein File Space das gleiche wie ein Filesystem?

    Der Begriff File Space in TSM ist verwandt mit dem OS seitigen Begriff gemountetes Filesystem.

    In sehr vielen Fällen wird ein gemountetes Filesystem oder genauer gesagt ein Mount-Point, auf den ein Filesystem gemountet wird, auf ein File Space abgebildet.

    Zu den Attributen eines File Spaces gehört aber auch der Typ vom Filesystem.

    Deswegen wird z.B. ein lokal gemountetes Filesystem /fs und ein, per Netzwerk (NFS) gemountetes, Filesystem /fs mit denselben Daten in zwei verschiedenen File Spaces gespeichert.

    TSM unterteilt die Menge, der für einen Node gespeicherten Dateien in File Spaces, die völlig getrennt voneinander verwaltet werden. Die Option "subdir=yes" bedeutet also genau genommen nicht die Hinzunahme aller Unterverzeichnisse, sondern nur derjenigen, die im gleichen File Space liegen. Die Grenzen der File Spaces werden dabei zunächst durch die Konfiguration der Dateisysteme auf den Ausgangsrechnern bestimmt (auf Unix-Systemen etwa durch die Grenzen der Filesysteme, unter Windows durch die Laufwerke). Jeder Client-Administrator kann durch die Definition so genannter virtueller Mountpoints neue Grenzen und damit neue File Spaces schaffen.

    Man muss sich daher darüber im Klaren sein, dass für TSM die Welt an der File Space Grenze zu Ende ist. Man kann sich daher in aller Regel nicht über alle seine Dateien informieren, indem man unter Angabe von "-subdir=yes" nach "/*" sucht; vielmehr muss diese Suche für jeden File Space gesondert durchgeführt werden.

    Ein exotisches, aber dafür umso heimtückischeres Problem tritt auf, wenn Dateien im falschen File Space gelandet sind, etwa wie folgt:


    a. Der File Space "/a" wird eingerichtet.
    b. Die Datei "/a/b/c" wird archiviert und landet im File Space "/a".
    c. Der File Space "/a/b" wird eingerichtet.
    d. Die Datei "/a/b/c" wird gesucht, und zwar im File Space "/a/b", und folgerichtig nicht gefunden. In diesem Fall hätte
    man explizit nach "{/a/}b/c" suchen müssen.

    Für die Verfolgung solcher Probleme braucht man eine Liste der File Spaces, die man mit dem Kommando "dsmc q filespace" erhält.

  10. Wie müssen unter Unix die Zugriffsrechte gesetzt sein?

    Sofern die Installationsprozedur nicht schon selbst für korrekte Zugriffsrechte sorgt, werden folgende Einstellungen empfohlen: 755 oder rwxr-xr-x für Verzeichnisse und ausführbare Dateien, 644 oder rw-r--r-- sonst). Eine Ausnahme bildet lediglich die Datei dsmtca. Sie muss root gehören und mit einem s-Bit versehen sein (etwa durch die Maske 4755 bzw. rwsr-xr-x).

  11. Was bedeutet die Meldung client is down level?

    Diese Fehlermeldung erscheint nur bei älteren TSM-Client Versionen.

  12. Wie kann ich das Passwort für meinen Node ändern und aus welchen Zeichen darf es bestehen?

    Mit dem Kommando "dsmc set password" kann das Node Passwort geändert werden.

    Das Passwort darf maximal 63 Zeichen lang sein, Groß-/Kleinschreibung wird nicht berücksichtigt.
    Es darf aus folgenden Zeichen bestehen:

    • Buchstaben a - z
    • Ziffern 0 - 9
    • Sonderzeichen + (Plus), . (Punkt), _ (Unterstrich), - (Bindestrich) und & (Kaufmannsund)

  13. Kann ich auf einen TSM-Node von verschiedenen Betriebssystemen aus zugreifen?

    Jain. Bei einigen UNIX Varianten wäre das technisch möglich, aber aufwendig zu realisieren. Davon ist aber generell abzuraten, da ein OS Flag für jeden TSM Node in der internen TSM Datenbank gesetzt wird und beim Zugriff von einem anderen OS eventuell so überschrieben wird, dass die Zugriffe auf den Node danach so blockiert werden und ein manueller Zugriff auf die TSM DB zur Freigabe nötig wird. Die Seiteneffekte in solch einem Fall sind unübersehbar und Datenverlust ist kaum vermeidbar. Besonders gefährlich ist der Zugriff von Windows auf UNIX Nodes.

    Sehen Sie dazu auch Abschnitt 10.b des TSM Best Practice Guide (PDF).

  14. Ist es möglich, die Dateien mit TSM verschlüsselt abzulegen oder zu übertragen?

    Im Abschnitt 10.f des TSM Best Practice Guide (PDF) wird die Einrichtung der Verschlüsselung beim TSM Client und deren Überprüfung erläutert.

  15. Woher kommen alle diese Dateien "dsmerror.log" in vielen meiner Verzeichnisse?

    Der TSM-Unix-Client gibt Fehlermeldungen auf "stderr" aus und schreibt sie gleichzeitig in eine Datei namens "dsmerror.log" im aktuellen Directory geschrieben. Um zu erreichen, dass dieses File immer am gleichen Ort abgelegt wird, setzt man die Variable "DSM_LOG", z.B.

    DSM_LOG=$HOME; export DSM_LOG (Bourne-Shell)
    bzw.
    setenv DSM_LOG $HOME (C-Shell)
  16. Wie kann ich überprüfen, wann meine Archivdaten verfallen?

    Abfrage über die Unix Bash

    1. Methode (Ausgabe der Verzeichnisse, die an einem bestimmten Tag/Monat/Jahr verfallen)

    Mit dsmc q fi die filespaces ihres Nodes anzeigen lassen, dann für jeden filespace:
    dsmc q ar  "<FILESPACE>/*" -subdir=yes -Quiet |sed 's/+\///g'|awk -F' ' '{ print $5"  "$6}' |grep <Verfallsdatum>

    Das Verfallsdatum kann Jahr, Monat.Jahr oder Tag.Monat.Jahr sein.
    Beispiel mit dem filespace /lrz/dat/* und dem Verfallsdatum 7.2022:
    dsmc q ar  "/lrz/dat/*" -subdir=yes -Quiet |sed 's/+\///g'|awk -F' ' '{ print $5"  "$6}' |grep 07.2022

    gibt aus, dass folgende Verzeichnisse im Juli 2022 verfallen:

    /lrz/dat/TSM  10.07.2022
    /lrz/dat/TSM/Script  10.07.2022
    /lrz/dat/TSM/Script/6.2  10.07.2022
    /lrz/dat/TSM/Script/6.2/check-homeelem-foribmTS3500-2-rzg.sh  10.07.2022
    /lrz/dat/TSM/Script/6.2/check-homeelem-foribmTS3500-2-rzg.sh  10.07.2022
    /lrz/dat/TSM/Script/6.2/check-homeelem-foribmTS3500-2-rzg.sh  10.07.2022


    2. Methode (Ausgabe der Verzeichnisse, die in einem bestimmten Zeitraum archiviert worden sind)

    Achtung: Bitte beachten Sie dass die Verfallszeit 10 Jahre beträgt (aktuelles Datum - 10 Jahre)

    Mit 'dsmc q fi' die filespaces ihres Nodes anzeigen lassen, dann für jeden filespace:
    dsmc q ar  "<FILESPACE>/*"  -subdir=yes –Quiet  yes -fromdate=<FROMDATE> -todate=<TODATE>

    Beispiel für /lrz/dat/ ,FROMDATE =09.07.2010 TODATE=09.07.2012

    dsmc q ar "/lrz/dat*"  -subdir=yes  –Quiet  -fromdate=09.07.2010 -todate=09.07.2012

    Abfrage über die TSM GUI für Windows und Unix
     
    1. TSM Client starten
    2. Auf Retrieve klicken oder Actions -> Retrieve Package
    3. Dann auf Edit -> Find
    4. Date anhaken, dann Files Archived anhaken
    5. Das gewünschte Datum wählen, dabei aber beachten dass Sie 10 Jahre (Verfallszeit) zurückrechnen müssen.
    6. Auf Search klicken und die filespaces werden ausgegeben



Antworten Konfiguration

  1. Wie kann ich als Administrator steuern, wo das Schedulelogfile angelegt wird?

    Unter Unix durch einen Eintrag in "dsm.sys", unter Windows in "dsm.opt", z.B:

    schedlogname /tmp/dsmsched.log

    Der Scheduler muss neu gestartet werden, um die Änderung mitzubekommen.

  2. Wie kann ich die Größe des Schedulelogfiles beschränken?

    Unter Unix durch einen Eintrag in "dsm.sys", unter Windows in "dsm.opt", z.B:

    schedlogretention 14 [S]

    Durch diese Zeile werden die Einträge im Schedlog auf die letzten 14 Tage beschränkt. Durch die zusätzliche Angabe "S" in der Zeile werden die gelöschten Einträge nach "dsmsched.pru" geschrieben.

  3. Wie kann ich als Administrator steuern, wer TSM benutzen darf?

    Unter Unix durch einen Eintrag in "dsm.sys", unter Windows in "dsm.opt", z.B:

    users maier mueller schneider

    wird der Zugriff auf TSM auf die Benutzer "maier", "mueller" und "schneider" beschränkt. Analog dazu kann man auch Gruppen eintragen, siehe Manual.
    Fehlt solch ein Eintrag, so kann jeder Benutzer der Workstation TSM für seine Dateien verwenden.

  4. Wie kann ich die Filesysteme/Laufwerke bestimmen, die gesichert werden sollen?

    Durch die explizite Angabe der Mountpoints/Laufwerke beim Aufruf, also z.B.

    dsmc incremental -domain="/ /usr /home"

    oder besser durch einen Eintrag in "dsm.opt":

    domain / /usr /home

    Ohne diese Angaben werden alle lokalen Filesysteme ohne "/tmp" gesichert. Analoges gilt für die Laufwerke und Verzeichnisse unter Windows.

  5. Wie kann ich einzelne Files oder Subdirectories von der Sicherung ausschließen?

    Durch einen Eintrag in die Datei "inclexcl", z.B.

    exclude /unix

    In der Datei "dsm.sys" wird festgelegt, wo die Datei "inclexcl" steht.
    Unter Windows stehen die Einträge direkt in der Datei "dsm.opt". Siehe auch Online-Manual.

  6. Kann ich unter Unix die Konfigurationsdateien in ein eigenes Verzeichnis legen?

    Um die Übersichtlichkeit zu erhöhen kann der Unix-Administrator alle Konfigurationsdateien in ein eigenes Verzeichnis legen, etwa /usr/local/adsm/etc. Im Installationsverzeichnis bleiben dann nur noch entsprechende symbolische Links, also etwa so:

       # mkdir -p /usr/local/adsm/etc
       # cd "Inst-dir"
       # ln -s /usr/local/adsm/etc .etc
       # mv dsm.sys /usr/local/adsm/etc
       # mv dsm.opt /usr/local/adsm/etc
       # ln -s .etc/dsm.sys dsm.sys
       # ln -s .etc/dsm.opt dsm.opt
    
  7. Wie kann ich auf einen anderen Node als den default Node zugreifen

       Linux:

       Um auf einen anderen Node zuzugreifen, sollte die Datei dsm.sys um die folgenden Zeilen ergänzt werden:

  1. defaultserver        < Servername des default Nodes >   # Sollte in der ersten Zeile der dsm.sys stehen.
    servername           < Frei wählbarer aber eindeutiger Name >
    tcpserveraddress     < Name des TSM servers, von dem der Node verwaltet wird >
    tcpport              < TSM server port >
    nodename             < Name des Nodes >
    

    Auf Systemen mit einer dsm.opt Datei sollte diese noch um die folgende Zeile ergänzt werden:

    servername           < Servername des default Nodes >
    

    Mit dem Kommando "dsmc -se=< Servername des nicht default Nodes >" können Sie dann auf den anderen Node zugreifen.

  2. Wie kann ich auf einem UNIX-System einen TSM-Client betreiben, der nicht in das Default-Verzeichnis installiert wurde?

    Falls Sie ihren TSM-Client aus irgendwelchen Gründen nicht im default Verzeichnis installieren können gehen Sie wie folgt vor um den Client zu benutzen: Angenommen der TSM-Client wurde unter /usr/slocal/tsmclient/ installiert so müssen die nachfolgenden Umgebungsvariablen folgendermaßen gesetzt werden.

    DSM_CONFIG=/usr/slocal/tsmclient/ba/bin/dsm.opt
    BIN_DIR=/usr/slocal/tsmclient/ba/bin/
    DSM_DIR=/usr/slocal/tsmclient/ba/bin/
    LD_LIBRARY_PATH=/usr/slocal/tsmclient/ba/bin/:/usr/slocal/tsmclient/lib/:$LD_LIBRARY_PATH
    

    Alternativ zum exportieren der LD_LIBRARY_PATH Variable können Sie ihr System natürlich auch so Konfigurieren, dass in den entsprechenden Pfaden automatisch nach shared libraries gesucht wird (z.B. ld.so.conf unter Linux). Falls die LD_LIBRARY_PATH Variable nicht automatisch beim Starten einer Shell gesetzt wird, kann es sein dass die TSM Programme nicht richtig funktionieren (Besonders wenn Sie von einem unpriviligierten User aufgerufen werden). In diesem Fall muss entweder das System so konfiguriert werden, dass die LD_LIBRARY_PATH Variable automatisch beim starten einer neuen Shell gesetzt wird oder mindestens der Pfad /usr/slocal/tsmclient/lib/ als shared library Verzeichnis konfiguriert werden (ld.so.conf oder entspr. Mechanismen).

  3. Was muss ich tun damit unter Unix/Linux Files mit Umlauten im Namen richtig gebackupt werden können?

    Im Unterkapitel 5.1.1.1 des TSM Best Practice Guide (PDF) werden die dafür notwendigen Konfigurationsschritte erklärt.

  4. Ich habe vergessen auf welchem TSM Server mein Node registriert wurde. Was mache ich jetzt?

    Loggen Sie sich mit Ihrer TSM Administratorkennung in DATWeb ein.
    Klicken Sie in der linken Spalte unter Menu auf Nodes Occupancy. Sie erhalten dann eine Tabelle, in der für jeden Ihrer Nodes der Server angegeben ist, auf dem er registriert wurde und wie viele Archiv- bzw. Backup-Daten gespeichert sind.

  5. Ich habe vergessen an welchem TCP Port der TSM Server, auf dem mein Node registriert wurde, lauscht. Was mache ich jetzt?

    Loggen Sie sich mit Ihrer TSM Administratorkennung in DATWeb ein.
    Klicken Sie in der linken Spalte unter Your Nodes doppelt auf den Nodenamen, von dem Sie die Zugangsdaten benötigen. Zwischen den Blöcken Node Information und Backup Storage wird die Tcp Server Adresse und der Tcp Port angezeigt.

  6. Wie ändere ich die TSM-Serveradresse unter Windows, Linux oder MAC?

    1. Möglichkeit (nicht für MAC!): Änderung des Eintrags TCPSERVERADDRESS in der TSM Konfigurationsdatei. Dieser Schritt muss für jeden Node einzeln durchgeführt werden.

    Um die TSM-Serveradresse zu aktualisieren, müssen Sie den Eintrag hinter TCPSERVERADDRESS in der TSM Konfigurationsdatei dsm.opt (Windows) oder dsm.sys (Linux) ändern.

    Den Pfad zu der Konfigurationsdatei finden Sie

    unter Windows hier:

    C:\Program Files\Tivoli\TSM\baclient


    unter Linux hier:

    /opt/tivoli/tsm/client/ba/bin


    Beispiel - Änderung von SXX.lrz-muenchen.de auf SXX.abs.lrz.de:

    TCPSERVERADDRESS S99.lrz-muenchen.de
    TCPPORT 8099
    TCPSERVERADDRESS S99.abs.lrz.de
    TCPPORT 8099


    2. Möglichkeit (für MAC, Windows und Linux): Änderung der TSM-Serveradresse über die Grafische Oberfläche von TSM.

    Dazu starten Sie bitte TSM Tools for Administrators (MAC) oder die Sichern-Archivieren - GUI (Windows/Linux) und klicken dann auf Edit -> Preferences -> Communication.
    Jetzt können Sie unter SERVER ADDRESS die neue TSM-Serveradresse eintragen und müssen dann nur noch mit Apply und OK bestätigen.

    Achtung! Wenn Ihr Backup automatisch startet, müssen Sie den TSM Service neu starten.

    Windows:
    Gehen Sie auf Start -> Systemsteuerung -> Suchen nach Dienste -> Lokale Dienste anzeigen -> Wählen Sie ihren TSM scheduler Dienst aus -> Rechklick -> Neustarten.

    Linux:
    Konsole öffnen -> cd /etc/init.d eingeben -> dsmcad stop -> dsmcad start

    MAC:
    TSM Tools for Administrators starten -> TSM Client Acceptor stop -> TSM Client Acceptor start

  7. Welche Änderungen an der Node Konfiguration können über DATWeb durchgeführt werden?

    Folgende Einstellungen können Sie über DATWeb ändern:

    1. Setzen bzw. löschen eines Stellvertreters für einen oder mehrere Nodes (Aux. account)
    2. Versenden einer E-Mail an den Administator/Stellvertreter, die den Status des automatischen Backups des Nodes anzeigt (Backup-Emails)
      • nie
      • täglich
      • nur, wenn der Scheduler nicht erfolgreich durchgelaufen ist
    3. Setzen eines neuen Node Passworts, falls Sie es vergessen haben. Dazu ist die Eingabe des neuen Passworts zweimal identisch erforderlich.

    Um diese Änderungen durchzuführen, gehen Sie folgendermaßen vor:
    • Loggen Sie sich mit der Kennung, die den Node verwaltet, in DATWeb ein
    • Doppelklick auf den zu ändernden Node links unter "Your Nodes"
    • Klicken Sie dann oben rechts auf "Change Node Details"
    • Tragen Sie die neuen Werte in die entsprechenden Felder ein
    • Klicken Sie auf "Submit" bzw. auf "Change Password" um die Änderung zu bestätigen.

    Hinweise:
    • Die Passwortänderung wird ca. 15 -20 Minuten später aktiviert.
    • Das Passwort kann nur geändert werden, wenn der Node nicht aktiv ist, d.h. wenn keine Verbindung zum TSM-Server besteht. Andernfalls wird das Passwort erst geändert, nachdem die Verbindung beendet ist.
    • Den Zeitpunkt der letzten Passwortänderung finden Sie über "Query Details from TSM Server" in der Zeile "Password Set Date/Time:".
    • BITTE BEACHTEN: Wählen Sie sichere Passwörter und gehen Sie sorgfältig damit um. Wer in den Besitz des Passworts gelangt, hat Zugriff auf alle Ihre gesicherten/archivierten Daten!

Antworten Fehlermeldungen, Fehler

  1. Was bedeutet diese Fehlermeldung: "ANS4503E Valid password not available for server ..."?

    Der Zugriff auf einen TSM-Server ist stets passwortgeschützt, in manchen Fällen aber so, dass es dem Endbenutzer gar nicht bewusst wird, weil das Passwort an seinem Rechner verschlüsselt in einer Datei liegt. Die obige Fehlermeldung tritt nun auf, wenn diese Datei fehlt oder ein falsches Passwort enthält. Als Endbenutzer kann man in diesem Fall gar nichts tun; man informiert seinen lokalen Administrator über den Fehler. Dieser kann das Passwort neu ablegen. Dies geschieht durch einen simplen Verbindungsaufbau zum Server, z.B. durch ein

    dsmc query mgmt
  2. Was tun bei "ANS4219E NODENAME cannot be the same as HostName"?

    Diese Meldung erscheint, wenn man in der Datei "dsm.opt" einen Eintrag der Art "nodename xyz" hat, wobei "xyz" der Rechnername ist. Wenn der Nodename gleich dem Rechnernamen ist, ist ein solcher Eintrag in "dsm.opt" nicht nur nicht notwendig, er führt auch zu der obigen Fehlermeldung und muss daher entfernt werden.

  3. Warum sehe ich keine oder nicht alle in TSM abgelegten Dateien?

    Dafür sind die verschiedensten Ursachen möglich. Die häufigsten sind:

      • Eine archivierte Datei wird als Backup-Datei gesucht oder umgekehrt.
      • Die Datei ist, oft durch Verwendung eines symbolischen Links, unter einem anderen Namen gespeichert worden als dem, unter dem sie gesucht wird.
      • Die Datei liegt in einem anderen "File Space".
      • Die Datei ist durchaus sichtbar, aber nicht in dem kleinen Fenster links in der graphischen Benutzeroberfläche, sondern weiter rechts im verdeckten Teil.
      • Wenn auf dem Rechner mehrere Nodes installiert sind, kann es auch sein, dass man eine Verbindung unter dem falschen Node aufgebaut hat. Dieser Fall tritt vor allem dann auf, wenn von einer Maschine aus mehrere Nodes verwendet werden. An institutseigenen Rechnern ist diese Konfiguration relativ selten, so dass man erst andere Fehlermöglichkeiten ausschließen sollte, bevor man in dieser Richtung sucht.
      • Der schlimmste Fall: alles hat seine Richtigkeit. Die Datei wurde nie gesichert oder archiviert oder die Dateikopie wurde gelöscht.
  4. Warum sehe ich keine Netzlaufwerke unter Windows 7/8 im TSM-Client?

    Wenn Sie ein Windows Betriebssystem verwenden und ihre Netzlaufwerke sichern wollen, müssen Sie die Benutzerkontensteuerung deaktivieren. TSM benötigt zum Sichern von Netzlaufwerken erweiterte Berechtigungen, diese bekommt TSM nur wenn die Benutzerkontensteuerung deaktiviert ist. Ist diese aktiviert, kann es vorkommen dass die Netzlaufwerke in TSM nicht angezeigt werden.