ILMES - Internet-Lexikon der Methoden der empirischen Sozialforschung |
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Reliabilität (Zuverlässigkeit) (engl.: Reliability)
Neben der Validität (Gültigkeit) das zweite zentrale Qualitätskriterium bei Messungen. Meint, dass Messinstrumente bei wiederholter Messung unter gleichen Bedingungen auch das gleiche Ergebnis produzieren müssen.
Einige wichtige Verfahren zur Bestimmung der R. sind:
- Test-Retest-Reliabilität: Das Messinstrument wird bei den gleichen Untersuchungspersonen wiederholt eingesetzt. Dieses Verfahren ist dann geeignet, wenn angenommen werden kann, dass die entsprechende Eigenschaft konstant bleibt (sonst würden Änderungen der Messergebnisse auftreten, die man als mangelnde R. interpretieren würde) und die Untersuchungspersonen durch die erste Messung nicht "lernen" (denn sonst würde die zweite Messung auch wegen des Lerneffekts mit der ersten übereinstimmen und so die R. überschätzt).
- Split-Half-Reliabilität: Ein Messinstrument, das aus mehreren Items besteht, kann in zwei Hälften geteilt werden; die Übereinstimmung dieser beiden Hälften kann als R. interpretiert werden.
- Die interne Konsistenz eines aus mehreren Items bestehenden Messinstruments, grob gesprochen der Zusammenhang zwischen den einzelnen Items und der Gesamtheit der übrigen Items. Die interne Konsistenz wird im allg. anhand von Cronbachs Alpha bestimmt.
© W. Ludwig-Mayerhofer - R. Jacob - W. H. Eirmbter | Last update: 14 Aug 2004