ILMES - Internet-Lexikon der Methoden der empirischen Sozialforschung |
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In der M. werden Daten unterschiedlichen Aggregierungsniveaus gemeinsam analysiert, also beispielsweise Daten von Individuen und der Kontexte, in denen diese leben. Typische Fragen der M. sind: Lernen Mädchen bzw. Jungen besser in Klassen, in denen sich nur (oder überwiegend) Mädchen bzw. Jungen befinden? Lernen Schüler in Privatschulen mehr als in staatlichen Schulen? Wählen Arbeiter, die in "Arbeitervierteln" (also Stadtteilen mit hohem Arbeiteranteil) leben anders als solche, die in "Nicht-Arbeitervierteln" leben? Sind die Löhne in Regionen mit hoher Arbeitslosenquote niedriger als in solchen mit niedriger Arbeitslosenquote (dazu Blien 1995).
Auf dem Gebiet der statistischen Auswertung solcher Daten haben sich seit Ende der 80er Jahre wichtige Entwicklungen ergeben, die der (auch statistischen) Komplexität der Fragestellungen Rechnung tragen (Zufallskoeffizienten; siehe DiPrete & Forrestal 1994). Diese Modelle haben die klassische Kontextanalyse (siehe Iversen 1991) inzwischen weitgehend verdrängt. Selbstverständlich lassen sich Mehrebenenanalysen auch im Rahmen der qualitativen Forschung bearbeiten.
Literatur:
Siehe kommentierte Liste einführender Werke.
© W. Ludwig-Mayerhofer, ILMES | Last update: 30 Dec 1999