ILMES - Internet-Lexikon der Methoden der empirischen Sozialforschung
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Induktion (engl.: Induction)

In der älteren Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie die Vorstellung, zu wissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten auf der Grundlage vieler Einzelbeobachtungen zu kommen (z. B. A ist sterblich, B ist sterblich, C ist sterblich usw. . . . Also: Alle Menschen sind sterblich).

Heute wird Induktion auch im Sinne eines induktiv-probabilistischen Schlusses verwendet.

Beispiel (nach Schnell/Hill/Esser 1995, S. 64):
(Explanans): 90 % aller Personen mit einem Einkommen über 3000 DM gehen in die Oper.
(Randbedingung): Herr A hat ein Einkommen von 3.200 DM.
(Explanandum) Herr A geht mit 90prozentiger Wahrscheinlichkeit in die Oper.

Siehe auch: Abduktion, Deduktion.

© W. Ludwig-Mayerhofer, ILMES | Last update: 30 Dec 1999