Adapter für (Digital-)Kamera an Spiegelteleskop
ACHTUNG!!! Für das Gelingen eines Nachbaus oder evtl. Schäden übernehme ich keinerlei Haftung!!!
Mehr spaßeshalber hatte ich eines Abends versucht, mit meiner Digitalkamera durch das Okular meines Spiegelteleskops zu "gucken"; verblüfft sah ich ein relativ scharfes, fast formatfüllendes Bild.
Was nicht so toll war, dass die Bilder leicht verwackelten, die Kamera selten richtig zentriert war und leicht Streulicht von der Seite eintrat. Was lag näher als ein Griff in die Bastelkiste...Voraussetzungen:
- Kamera mit Filtergewinde (hier: Epson 3000z mit Filteradapter 42/49mm)
- Teleskop mit wechselbaren Okularen
- passender leerer Filterring
die Kamera: dass die Kamera eine Möglichkeit zur Befestigung für Vorsatzfilter braucht ist klar; die Belichtung sollte unbedingt manuell einstellbar sein, zumindest um 2 Stufen verlänger-/ verkürzbar. Ein Selbstauslöser mit min. 10 sec. Verzögerung lässt der ganzen Konstruktion Zeit zum Ausschwingen.
das Teleskop: das ganze sollte auf einem einigermaßen stabilen Stativ stehen; aus der Hand ist bei der Brennweitenverlängerung kein scharfes Bild zu machen! Beim Wahl des Okulars lieber etwas längere Brennweite und dafür größeren Durchmesser. Ich hatte ein f=9mm mit ca. 6mm Durchmesser und ein f=20mm mit 14mm Durchmesser; die Projektion des sichtbaren "Tunnels" durch das Teleskops ist jeweils ungefähr der gleiche, das schwächere aber wesentlich lichtstärker!
der Filterring: aus der Bastelkiste nahm ich einen nie benötigten Effekt-Filter, da er drehbar und länger ist. Die Drehbarkeit erleichtert die Montage der Kamera ans Teleskop, die Länge bietet eine bessere Basis zum Verkleben mit dem Okular des Teleskops.