Das Hackbrett
Die älteste europäische Darstellung eines Psalterium-Hackbrett-Typus ist an der Pforte der Kathedrale von Santiago de Compostella aus dem Jahre 1184 zu
sehen.
Im 11.-14.Jhdt. wurde das Hackbrett überwiegend gezupft und ab dem 14.Jhdt. auch geschlagen.
Die früheste Darstellung eines Hackbretts in Bayern ist im Codex des Otto von Passau von 1448 zu sehen.
1447 taucht die Bezeichnung Hackbrett in Züricher Ratsbüchern auf. Im Augsburger Steuerregister wird 1499-1516 der Lauten- und Hackbrettmacher Bartelmo Schuster erwähnt.
Pantaleon Hebenstreit erfand um 1690 eine neue, größere Form des Hackbretts. Es konnte auf beiden Seiten gespielt werden, hatte Stahl-, Messing- und
Darmsaiten und ging in der Tiefe bis zum Kontra E, wodurch sich eine vordere Länge von 2,70m ergab.
Im 19.Jhdt. war das Hackbrett fast vergessen.
Den Funken zu einer neuen Hackbrettzeit legten um 1920 drei steierische Holzknechte, die Tobi Reiser in einer Wirtsstube im Pongau spielen hörte. Der
Gedanke an ein Hackbrett ließ ihn nicht mehr los und bald gelangte er in den Besitz eines großen 4 Oktaven, diatonischen Instruments. Es war nur in wenigen Tonarten spielbar. Es reifte in ihm der Plan, ein in allen Tonarten
spielbares, leicht transportables Hackbrett zu bauen. Heinrich Bandzauner, Instrumentenbauer in Salzburg, baute das erste „Salzburger Hackbrett“.
Alfred Pichlmeier baute vor ca. 20 Jahren das 3chörige Hackbrett mit Tonumfang g bis d´´´.
