» Ludwig-Maximilians-Universität München
» Institut für deutsche Philologie
» Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und Medien


» Lehrstuhl « » Forschung und Projekte « » Vita und Publikationen « » Materialien « » Hinweise « » Qualifikationsarbeiten «

 

Diese Seite enthält Hinweise
für die Sprechstunde,
für die Seminararbeit und
für das Bibliographieren und Zitieren
für die
Magisterprüfung - Themen für die Klausur und die mündliche Prüfung.

 

Hinweise für die Sprechstunde

Bitte kommen Sie in die Sprechstunde, stellen Ihre Fragen nicht per mail. Kurze Informationsfragen will ich gerne per mail beantworten, aber umfassendere Fragen sollten wir im Gespräch miteinander klären. Darüber hinaus freue ich mich auch über Ihren Besuch!

Bitte suchen Sie den Kontakt zu mir; seien Sie gelegentlich auch hartnäckig und machen auf Ihre Belange aufmerksam.

Bitte überlegen Sie, bei welchem Problem ich Ihnen helfen kann. Bevor Sie in die Sprechstunde kommen, versuchen Sie, Ihr Problem klar zu fassen. Und wenn Sie Ihr Problem erfasst haben, dann überlegen Sie sich selbst den Lösungsvorschlag! Darüber sprechen wir dann!

Geben Sie mir rechtzeitig die Unterlagen, um die ich Sie bitte, z.B. Prüfungsthemen. Kümmern Sie sich bitte eigenständig um Ihre Belange. Und haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich fehlenden Unterlagen nicht nachlaufen kann.

Wann immer ich für Sie etwas erledigen soll, will ich das gerne tun, wann immer Sie etwas von mir benötigen, will ich Ihnen das gerne zukommen lassen. Aber geben Sie mir bitte entsprechend Zeit!

Redundante Informationen helfen. Stellen Sie sicher, dass ich Sie erreichen kann, per mail, per Telefon. Geben Sie Ihre Kontaktdaten immer wieder mit an, verlassen Sie sich nicht auf mein Gedächtnis oder andere Speicher. Sagen Sie durchaus mehrfach, wie ich Ihnen helfen kann. Zum Beispiel: Brauchen Sie einen Schein zu einem bestimmten Zeitpunkt, sprechen Sie dies bitte mit mir ab, vermerken es aber auch in der Arbeit!

<Seitenanfang>

Hinweise für die Seminararbeit

1. Inhaltliche Gestaltung

Allgemeines:

Die Seminararbeit soll eine literaturwissenschaftliche Arbeit sein, kein Essay, keine Literatur-Kritik.

Methode:

Die Seminararbeit ist an keine bestimmte literaturwissenschaftliche Methode gebunden; in der Argumentation ist dennoch methodisch, d.h. rational nachvollziehbar vorzugehen.

Themenstellung:

· Die Themenstellung soll das Thema klar umreißen und gegenüber anderen möglichen Themenstellungen abgrenzen.

· Aus der Themenstellung sollte sich die Entfaltung des Themas in stringenter und konsistenter Form bereits ableiten lassen.

· Die Themenstellung sollte sich nur auf ein Problem, nicht auf mehrere Probleme beziehen.

· Mit der Themenstellung soll die Materialmenge so vorstrukturiert werden, dass Arbeitsmaterial und Argumentationsgang immer überschaubar bleiben.

· Die Themenstellung wird im Regelfall nicht vom Dozenten vorgegeben, muss aber in jedem Fall mit ihm abgesprochen werden.

Zu vermeiden:

· In der Arbeit sollte nicht biographisch oder psychologisch in Bezug auf den Autor argumentiert werden.

· Inhaltsangaben gehören in der Regel nicht in die Arbeit.

· Rhetorische Tricks, die die Argumentation ersetzen (z.B. „selbstverständlich“, „natürlich“, „leicht einsehbar“ usw.), sollten vermieden werden.

Gliederung:

· Die Gliederung sollte den Argumentationsgang widerspiegeln; die Abschnitte sollten weder unter- noch überstrukturiert sein (nicht zu wenige, nicht zu viele Ebenen).

· Die Gliederungspunkte und -ebenen sollten (alpha-)numerisch fixiert werden.

· Das Inhaltsverzeichnis (Gliederung) sollte Seite 1 sein.

· In der Einleitung sollte die Themen- und Fragestellung vorgestellt, kurz entwickelt und begründet werden; die Herangehensweise sollte dargestellt und die Ziele sowie ggf. die Hypothesen der Arbeit sollten vorab genannt werden.

· Der Hauptteil enthält die eigentliche Untersuchung bzw. Textanalyse.

· Der Schlussteil sollte die Ergebnisse der Arbeit zusammenfassen und kritisch sichten.

Argumentation:

Wichtiges Kennzeichen einer Argumentation ist das Argumentations- oder Beweisziel. Die Arbeit sollte frühzeitig deutlich machen, worauf sie hinaus will.

Arbeitsweise:

Zwischen Befund und Auswertung muss unterschieden werden; Kommentare sollten vermieden werden.

Primärliteratur:

In einer Proseminararbeit ist es möglich, auf leicht zugängliche Textausgaben zurückzugreifen; meist ist eine Reclamausgabe (Studienausgabe) als Textgrundlage ausreichend. Spätestens bei genauerer und umfassenderer Textarbeit (im Hauptseminar) ist eine textkritische Edition heranzuziehen. Textkritische Editionen verzeichnet das

Handbuch der Editionen. Deutschsprachige Schriftsteller. Ausgang des 15. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bearb. v. Waltraud Hagen u.a. 2. Auflage. München: C.H. Beck 1981.

Sekundärliteratur:

Für eine wissenschaftliche Arbeit muss einschlägige Forschungsliteratur recherchiert und in einem Literaturverzeichnis bibliographisch korrekt angegeben werden. Die kritische Rezeption der Sekundärliteratur ist Teil der Arbeit. Es sollte deutlich werden, inwiefern auf Vorarbeiten zurückgegriffen und Forschungsansätze übernommen werden oder die Arbeit von anderen Forschungsansätzen abweicht. Je komplexer das Thema, je anspruchsvoller die Arbeit, umso umfangreicher die Recherche und die Diskussion der bisherigen Forschung. Eine Hauptseminararbeit sollte einen kleinen, natürlich selektiven Forschungsüberblick aufweisen; eine Abschlussarbeit sollte einen systematischen und annähernd vollständigen Überblick über den Stand der Forschung geben.

Fußnoten dienen als Nachweise:

Für jede aus der Forschung übernommene Idee, für jeden übernommenen Ansatz, für jede fachliche Information muss die Quelle angegeben werden. Nebenargumentationen in den Fußnoten sollten auf jeden Fall vermieden werden.

Umfang:

Der Textteil sollte bei einer Einführungsarbeit 10 Seiten, bei einer Proseminararbeit 10 bis 15 Seiten und bei einer Hauptseminararbeit 15 bis maximal 20 Seiten umfassen. Dies ist vor allem von der Dichte der Argumentation abhängig; Umfang ist also keine formale, sondern eine inhaltliche Frage.

Kontrollfragen können lauten:

·   Habe ich bereits eine vollständige Argumentation entfaltet?

·   Fehlt noch etwas, ist ein Teil überflüssig und nicht in den gesamten Argumentationsgang integriert?

·   Ist jeder Schritt nachvollziehbar, sind alle für das Verständnis notwendigen Voraussetzungen expliziert (oder werden irrelevante Aspekte aufgeführt)?

Zeit:

Die Arbeit sollte während des Semesters oder unmittelbar im Anschluss daran geschrieben werden. Hilfreich ist folgender Zeitplan: ca. eine Woche für das Einlesen und Recherchieren, zwei Wochen zum Konzipieren und Schreiben, eine Woche für Endredaktion und Korrektur. Mit dem Dozenten sollte rechtzeitig ein fester Abgabetermin vereinbart werden.

 

2. Formale Gestaltung

Stil:

Grammatik, Orthographie und Zeichensetzung, insbesondere die Kommasetzung, müssen unbedingt beachtet werden. Darüber hinaus sollte sich die Arbeit auch durch rhetorische perspicuitas (Klarheit) auszeichnen. Empfehlenswert ist es, bei der Korrektur den Duden, vor allem Bd. 1 (Die deutsche Rechtschreibung), aber auch Bd. 9 (Richtiges und gutes Deutsch) zu konsultieren.

Objekt- und Metasprache:

Die Sprache des Primärtextes und die Sprache, die in der Arbeit verwendet wird, sollten grundsätzlich verschieden sein. Die Arbeit darf keineswegs der Gefahr erliegen, den Stil des behandelten Textes oder der rezipierten Forschungsliteratur zu adaptieren.

Schriftbild:

Ein genügend großer Rand für Korrekturanmerkungen ist notwendig; empfehlenswert sind jeweils 3 cm Rand oben, unten, links und rechts. Es sollte eine Serifenschrift (z.B. Times New Roman) verwendet werden.

Zitate:

·   Zitate müssen immer als solche gekennzeichnet sein.

·   Zitate müssen immer in die Argumentation integriert sein.

·   Wenn die Zitate länger als zwei Zeilen ausfallen, sollten der Zitattext im Schriftbild durch Einrückung links (evtl. auch rechts) und eine kleinere Schriftgröße abgehoben werden. Bei derart hervorgehobenen Zitaten sind keine Anführungszeichen zu setzen.

·   Textzitate müssen immer exakt und vollständig sein. Auslassungen von für die Argumentation nicht wesentlichen Textteilen in der zitierten Passage werden mit „[…]“ markiert. Wenn Hervorhebungen vorgenommen werden, z.B. in Form von Unterstreichungen oder Kursivsetzungen, um Textteile herauszustellen, muss dem Zitat der Vermerk „[Hervorhebung durch den Verfasser]“ bzw. „[Hervorh. durch d. Verf.]“ folgen. Findet sich eine Hervorhebung im Original, so ist dies mit dem Vermerk „[Hervorhebung im Original]“ bzw. „[Hervorh. im Orig.]“ zu kennzeichnen. Ergeben sich durch die Syntax der Metasprache Kasusverschiebungen für eingebundene Zitate, müssen diese Veränderungen mit eckigen Klammern markiert werden.

Literatur:

- Bangen, Georg: Die schriftliche Form germanistischer Arbeiten. 9., durchges. Aufl. Stuttgart: Metzler 1990 (= sm 13).
- Eco, Umberto: Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt. Doktor-, Diplom- und Magisterarbeit in den Geisteswissenschaften. Ins Deutsche übers. v. Walter Schick. 10. Aufl. Heidelberg: Müller 2003 (= UTB 1512).
- Gerhards, Gerhard: Seminar-, Diplom- und Doktorarbeit. 8., durchges. Aufl. Stuttgart: Haupt 1995 (= UTB 217).
- Krämer, Walter: Wie schreibe ich eine Seminar- oder Examensarbeit? 2. Aufl. Frankfurt a.M. u. New York: Campus 1999 (= campus concret 47).
- Meyer-Krentler, Eckhardt u. Burkhard Moennighoff: Arbeitstechniken Literaturwissenschaft. 11., korr. u. aktualis. Aufl. München: Fink 2003 (= UTB 1582).

<Seitenanfang>                                

Hinweise für das Bibliographieren und Zitieren

1. Bibliographische Recherche

Wichtige Literatur:

- Hansel, Johannes u. Lydia Kaiser: Literaturrecherche für Germanisten. Berlin: Erich Schmidt 2003.

[Dieses Buch bietet einen Überblick für systematische Recherchestrategien.]

- Blinn, Hansjürgen: Informationshandbuch Deutsche Literaturwissenschaft. 2., verb. Aufl. der 4. Ausg. Frankfurt a.M.: Fischer 2003 (=  Fischer TB 12588).

[Nennt die wichtigsten bibliographischen Organe. Über wichtige Lexika und Wörterbücher zur Germanistik informiert Teil C, über die Bibliographien Teil D; die Nummern, die im Folgenden als Beispiele genannt werden, beziehen sich auf Blinns Systematik.]

Bibliographien:

Zu unterscheiden sind Bibliographien

(a) nach dem Gegenstand: allgemeine Bibl. (z.B. D 4640) von Fach-Bibl. und Spezial-Bibl.,
(b) nach dem Umfang: vollständige Bibl. von Auswahl-Bibl.,
(c) nach der Erscheinungshäufigkeit: abgeschlossene Bibl. (D 170) von periodischen Bibl. (D 360) und
(d)nach der Erscheinungsform: selbständige von unselbständigen Bibl.

Bibliographien unterscheiden sich hinsichtlich des Berichtsgegenstandes (Thema), der Berichtszeit und des Redaktionsschlusses. Bevor man eine Bibliographie konsultiert, sollte man sich über diese Grenzen Auskunft verschaffen. Eine gute Hilfe hierfür ist auch der Teil A des Informationshandbuches. Bibliographien können ergänzt sein u.a. durch kurze zusammenfassende Besprechungen (Referate) der nachgewiesenen Titel (etwa in Referatenorganen wie der Bibliographie Germanistik) oder auch nur durch den Verweis auf solche Referate oder auf Rezensionen.

Abgesehen von den Bibliographien gibt es eine Reihe anderer Hilfsmittel, die eine erste zuverlässige Information zu bestimmten Themen erlauben. Neben Einführungen in die Bücherkunde (D 80f.) sind hier vor allem personenorientierte Lexika (Autorenlexika, C 50-130), Werklexika (C 510f.) und Sachlexika (C 530-590) zu nennen.

Für einen ersten Überblick sei auf das Informationsblatt „Auswahlbibliographie zur Informationsbeschaffung in der NDL“ hingewiesen.

2. Nachweisverfahren im Literaturverzeichnis

Sämtliche Primär- und Sekundärtitel, die Sie in Ihrer Arbeit direkt oder indirekt zitieren, müssen im Literaturverzeichnis in alphabetischer Reihenfolge nachgewiesen werden. Ihre Titelnachweise sollten Sie stets vollständig und nach einem durchgehend einheitlichen System gestalten. Dies gilt auch für die Interpunktion. Alle Nachweise im Literaturverzeichnis müssen nach folgenden Mustern geführt werden:

2.1 Buchtitelnachweise (selbständige Publikationen)

Verfassername, Vorname:Titel. ggf. Untertitel. ggf. Herausgeber. ggf. Auflage. ggf. Bandangabe ggf.: Bandtitel. Verlagsort: Verlag Erscheinungsjahr ggf. (= Reihentitel Bandnummer).

Marx, Friedhelm: „Ich aber sage Ihnen...“. Christusfiguren im Werk Thomas Manns. Frankfurt a.M.: Klostermann 2002.

Jahraus, Oliver: Literaturtheorie. Theoretische und methodische Grundlagen der Literaturwissen­schaft. Basel/Tübingen: Francke 2004 (=UTB 2587).

Segebrecht, Wulf: Autobiographie und Dichtung. Eine Studie zum Werk E.T.A. Hoffmanns. Mit einem Geleitwort von Walter Müller-Seidel. Stuttgart: Metzler 1967 (= Germanistische Abhandlungen 19).

Wenn ein Primärtext einen Herausgeber hat, müssen sowohl der Autor als auch der Herausgeber genannt werden:

Kafka, Franz: Das Schloß. Hg. von Malcolm Pasley. Frankfurt a.M.: Fischer 1992.

Wenn ein Text zwei oder mehr Autoren hat, dann werden diese folgendermaßen angegeben:

Verfassername, Vorname, Vorname Verfassername und Vorname Verfassername:

Meyer-Krentler, Eckhardt u. Burkhard Moennighoff: Arbeitstechniken Literaturwissenschaft. 11., korrigierte u. aktualis. Aufl. München: Fink 2003 (= UTB 1582).

Der Verlagsname sollte in jedem Fall dann angegeben werden, wenn er hilft, das zitierte Buch bibliographisch besser zu identifizieren. Wird der Verlagsname nicht angegeben, dann schreiben Sie nur Verlagsort Erscheinungsjahr, also z.B. Stuttgart 1967.

Für eine textkritische Edition kann das Literaturverzeichnis eine Angabe nach folgender Struktur enthalten:

Johann Wolfgang von Goethe: Wilhelm Meisters Lehrjahre oder Die Entsagenden. In: Ders.: Werke. Hamburger Ausgabe. Textkritisch durchgesehen und kommentiert von Erich Trunz. Bd. 8: Romane und Novellen III. München 1982.

Reihentitel mit Bandzahl bzw. Taschenbuchverlags- und Reihensiglen mit Buchnummer sollten gleichermaßen angegeben werden, wenn sie die Identifikation und Greifbarkeit erleichtern, z.B. stw = Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft, dtv = Deutscher Taschenbuch Verlag, sm = Sammlung Metzler u.ä.m.

Diese Schemata können auch angewandt werden, wenn das Buch nicht von einem Verfasser, sondern von einem Herausgeber verantwortet wird:

Herausgebername, Vorname (Hg.): Titel. ggf. Untertitel. ggf. Auflage. ggf. Bandangabe ggf.: Bandtitel. Verlagsort: Verlag Erscheinungsjahr.

Ecker, Hans-Peter (Hg.): Methodisch reflektiertes Interpretieren. Festschrift für Hartmut Laufhütte zum 60. Geburtstag. Passau: Rothe 1997.

Bei zwei oder mehreren Herausgebern kann der Nachweis mit dem Buchtitel beginnen. In jedem Fall soll der Nachweis mit dem Buchtitel beginnen, wenn der Buchtitel wesentlich bekannter als der Herausgebername ist (z.B. beim Duden) In diesen Fällen erfolgt die alphabetische Einordnung der bibliographischen Angabe nach dem ersten Wort des Titels (bestimmte und unbestimmte Artikel werden dabei vernachlässigt). Bei automatischer Sortierung durch ein Computerprogramm muss in diesen Fällen „von Hand“ nachsortiert werden! Also:

Titel. ggf. Untertitel. Hg. von Vorname Name, Vorname Name usw. ggf. Auflage. ggf. Bandangabe ggf.: Bandtitel. Verlagsort: Verlag Erscheinungsjahr ggf. (= Reihentitel Bandnummer).

Das Problempotential der Nachkriegsavantgarden: Grenzgänge in Literatur, Kunst und Medien. 3 Bde. Hg. von Michael Backes, Thomas Dreher, Georg Jäger und Oliver Jahraus. München: Fink 2000.

2.2 Zeitschriftenartikel oder Beiträge in Jahrbüchern (unselbständige Publikationen)

Verfassername, Vorname: Titel. ggf. Untertitel. In: Zeitschriftentitel Jahrgang (Erscheinungsjahr), ggf. Heft- oder Bandnummer, S. X-XY.

Conter, Claude D.: Zu Besuch bei Kaspar Stieler. „Zeitungs Lust und Nutz“ – ein Beitrag zur historischen Kommunikationsforschung. In: Publizistik 44 (1999), H. 1, S. 75-93.

Schöll, Julia: Politische Distanz. Zur Schopenhauer-Rezeption Thomas Manns in den Jahren der Emigration. In: Schopenhauer-Jahrbuch 85 (2004), S. 109-130.

2.3 Aufsätze aus Sammelbänden, Festschriften etc. (unselbständige Publikationen)

Verfassername, Vorname: Titel. ggf. Untertitel. In: Titel. ggf. Untertitel. ggf. Bandnummer ggf.: Bandtitel. Hg. von Vorname Herausgebername. Verlagsort: Verlag Erscheinungsjahr ggf. (= Reihentitel Bandnummer), S. X-XY.

Birgfeld, Johannes: Kleine Schule des empfindsamen (Vor-)Lesens. Zu Klopstocks Ode „Teone“. In: Lyrik Lesen! Eine Bamberger Anthologie. Hg. von Oliver Jahraus u. Stefan Neuhaus, in Zusammenarbeit mit Peter Hanenberg. Düsseldorf: Grupello 2000, S. 117-123.

Ist der Titel der selbständigen Publikation eher unbekannt, kann auch der Herausgeber vorangestellt werden:

Verfassername, Vorname: Titel. ggf. Untertitel. In: Vorname Herausgebername (Hg.): Titel. ggf. Untertitel. Verlagsort: Verlag Erscheinungsjahr ggf. (= Reihentitel Bandnummer), S. X-XY.

Schöll, Julia: Penthesilea und Das Käthchen von Heilbronn. Zwei Geschlechterdramen um 1800. In: Katharina Rennhak u. Virginia Richter (Hg.): Revolution und Emanzipation. Geschlechterordnungen in Europa um 1800. Köln: Böhlau 2004 (= Literatur – Kultur – Geschlecht. Große Reihe 31), S. 109-128.

2.4 Informationen aus dem Internet

Zitierfähig sind nur:

a) online publizierte Primärtexte aus einschlägigen Ausgaben (also nicht aus dem Gutenberg-Projekt),

b) Primär- und Forschungsliteratur, die ausschließlich im Internet vorliegt oder als autorisierte Fassung auch im Internet publiziert ist (etwa bei Online-Editionen von wissenschaftlichen Zeitschriften),

c) Selbstdarstellungen von Institutionen (Statistiken, Daten, etc.)

Der Nachweis muss enthalten:

Verfasser des Textes bzw. der Information (Institution oder Autor), Titel des Beitrags sowie vollständige Internet-Adresse,Datum der Auffindung.

3. Nachweise im Text und im Fuß- / Endnotenteil

3.1 Zitieren von Primärtexten

Texte, die häufiger verwendet werden, sollten im Text unter Zuhilfenahme einer Sigle zitiert werden. Für den Primärtext wird ein Kürzel gewählt, das dem jeweiligen Zitat in einer Klammer gemeinsam mit der Seitenzahl nachgestellt wird. Alle in einer Arbeit verwendeten Siglen werden in einem Siglenverzeichnis am Ende oder am Anfang der Arbeit aufgelöst. So erfolgt z.B. ein Zitat aus Kleists Der Zerbrochne Krug aus der Ausgabe im Deutschen Klassiker Verlag wie folgt:

„Zum Straucheln braucht’s doch nichts als Füße“ (ZK 269)

Im Siglenverzeichnis wird die Ausgabe dann vollständig nachgewiesen:

ZK = Heinrich von Kleist: Der zerbrochne Krug. In: Ders.: Sämtliche Werke und Briefe in vier Bänden. Bd. 1: Dramen 1802-1897. Hg. von Ilse-Marie Barth u. Hinrich C. Seeba. Frankfurt a.M.: Deutscher Klassiker Verlag 1991, S. 267-376.

3.2 Zitieren von Sekundärtexten

Selten zitierte Primärtexte sowie Sekundärtexte werden vermittels einer dem direkten oder indirekten Zitat nachgestellten Fuß- oder (seltener) Endnote nachgewiesen. Für den Nachweis mit einem Kurztitel bestehen zwei Möglichkeiten:

  • Marx: Christusfiguren, S. 100.
  • Marx (2002), S. 299.

Zusätzlich kann bei jeder Erstnennung der zitierte Titel vollständig nachgewiesen werden. In jedem Fall muss der vollständige Titel im Literaturverzeichnis vollständig aufgeführt und auf diese Weise eindeutig identifizierbar sein.

Im Übrigen gilt:

Wichtig ist nicht, welches Nachweisverfahren gewählt wird, sondern dass es konsequent umgesetzt wird und dass jeder Nachweis eindeutig ist. Es gilt das Prinzip Einheitlichkeit!

Bei den Nachweisen in den Fuß- bzw. Endnoten wird der Vorname vor den Namen gesetzt – eine Alphabetisierung ist hier nicht notwendig. Auf die Abkürzung „a.a.O.“ (am angegebenen Ort) sollte verzichtet werden; „ebd.“ (ebenda) kann nur dann gesetzt werden, wenn die Angabe sich auf die unmittelbar davor gesetzte Fuß- oder Endnote bezieht. Anmerkungen bzw. Fuß- und Endnoten werden stets wie ganze Sätze behandelt (auch wenn sie nur einen Titelnachweis enthalten), d.h., sie beginnen mit einem Großbuchstaben und enden mit einem Punkt. Das gilt auch für die Abkürzung „Vgl.“ (vergleiche), wenn sie am Anfang der Anmerkung steht.

4. Gebräuchliche Abkürzungen

- Aufl.

Auflage

- Bd.

Band

- Bde.

Bände

- ebd.

ebenda; am Anfang einer Anmerkung stets groß geschrieben

- f.

folgende [Seite] (meint nur eine Seite, die folgt); steht ohne Leerzeichen unmittelbar hinter der Seitenzahl: z.B. 5f.

- ff.

folgende [Seiten] (meint zwei Seiten, die folgen); steht ohne Leerzeichen unmittelbar hinter der Seitenzahl: z.B. 5ff.; besser als diese Abkürzung ist der korrekte Nachweis der ersten und der letzten Seitenziffer

- H.

Heft

- Hg.

Herausgeber; Herausgegeben

- hg.

herausgegeben

- Hrsg.

Herausgeber; Herausgegeben

- hrsg.

herausgegeben

- S.

Seite

- vgl.

vergleiche; am Anfang einer Anmerkung stets groß geschrieben

<Seitenanfang>

Hinweise für die Magisterprüfung - Themen für die Klausur und die mündliche Prüfung

Diese Hinweise betreffen die Themenlisten für die mündlichen Prüfungen (bzw. Klausur)

Magister, Haupt- und Nebenfach (60 und 30 min) und
Lehramt (30 und 20 Minuten)

Für die Magisterprüfung, Hauptfach NDL, Klausur 240 min und mündliche Prüfung 60 min, brauchen Sie vier Themenbereiche aus der Neueren deutschen Literaturgeschichte.

Die Themenbereiche

  • sollten im eine möglichst großen literarhistorischen Spannungsbogen im Bereich von 1750 bis zur Gegenwart abdecken,
  • sollten verschiedene Großgattungen umfassen (Epik, Dramatik, Lyrik),
  • können allgemeiner sein (z.B. Roman) oder spezieller (z.B. Novelle) oder Gattung und Epoche kombinieren (z.B. Novelle des Realismus, Drama des Expressionismus),
  • dürfen sich nicht mit dem Thema der Magisterarbeit überschneiden.

Als ‚Bauplan’ bietet sich an: Epoche, Gattung, Autorœuvre und ein frei wählbares Thema. Themenschwerpunkte können durchaus auch intermedial angelegt sein, ein Themenbereich kann auch aus dem Bereich Film oder Medien oder auch aus dem Bereich der Theorie sein.

Die Themenbereiche bestehen aus einer Textliste von ca. 10 Texten mittleren Umfangs (Erzählung, Novelle, Drama); bei längeren Themengebieten, z.B. Bildungsroman, reduziert sich die Anzahl der Texte, bei der Lyrik erhöht sie sich, sofern wir nicht ohnehin auf Lyriksammlungen oder ganze Lyrikbände zurückgreifen (dabei sollten dennoch eine Zahl von 10-20 Gedichten im einzelnen genannt werden).

Bei den Themenbereichen können Sie zwei Themenbereiche für die schriftliche Prüfung reservieren. Zu diesen beiden Bereichen formuliere ich je eine Frage/Aufgabenstellung, von denen das Prüfungsamt eine für die Klausur auswählt. In der mündlichen Prüfung unterhalten wir uns über jenes Thema, das in der Klausur nicht abgedeckt wurde, und über die zwei restlichen, ohnehin für die mündliche Prüfung vorgesehenen Themen.

Für die Magisterprüfung, Nebenfach NDL, mündliche Prüfung 30 min, und die 30minütige Lehramtsprüfung reduziert sich das Themengebiet auf zwei größere oder drei kleinere Themengebiete (größer/kleiner bemisst sich vorrangig nach der Textliste), für die 20minütige Lehramtsprüfung auf zwei Themengebiete.

Was ich vor der Prüfung unbedingt von Ihnen brauche, ist eine Aufstellung Ihrer Themengebiete mit der entsprechenden Primärtextliste und mit Ihren persönlichen Angaben wie Name, Adresse, Telefon und email und Studienfächer – und zwar als word-Dokument per email.

Tipps für die Vorbereitung – Sie sollten sich aneignen:

  • eine genaue Textkenntnis, die es Ihnen erlaubt, punktgenau und problemorientiert auf die Texte zurückzugreifen,
  • literarhistorisches Überblickswissen, das es Ihnen erlaubt, die Texte literarhistorisch einzuordnen,
  • Muster interpretatorischer Fragestellungen (auf der Basis von Forschungsliteratur) , die Sie einbringen.

Eine Themenliste könnte so ausschauen (bei diesem Beispiel wurden Themen mit dem höchsten Allgemeinheitsgrad gewählt; gerne können Sie spezifizieren):

 

Max Mustermann
Musterstr. 13
81313 München
Tel: 13131313
email: max.mustermann@gmx.de
NDL (Hauptfach), Linguistik (1. Nebenfach), Philosophie (2.Nebenfach)

1. Themengebiet: Roman

Gellert: Das Leben der schwedischen Gräfin von G* 1747/48
Wieland: Geschichte des Agathon 1766/67 (1773, 1794)
F. Schlegel: Lucinde 1799
Goethe: Wahlverwandtschaften 1809
Gutzkow: Wally, die Zweiflerin 1835
Keller: der grüne Heinrich 1854/55 (1879/80)
Fontane: Effi Briest 1894/95
Kafka: Das Schloß 1922/1926
Frisch: Stiller 1954
Wolf: Kassandra 1983

2. Themengebiet: Drama

Lessing: Emilia Galotti 1772
Lenz: Der Hofmeister 1774
Schiller: Die Räuber 1781
Goethe: Iphigenie auf Tauris 1787
Wedekind: Lulu: Erdgeist 1895 und Büchse der Pandora 1902
Hauptmann: Vor Sonnenaufgang 1889 und Pippa tanzt 1906
Holz/Schlaf: Familie Selicke 1890
Brecht. Mutter Courage und ihre Kinder 1938/39/41
Dürrenmatt: Der Besuch der alten Dame 1956
Weiss: Marat/Sade 1964

3. Themengebiet: Realismus

Stifter: Die Narrenburg 1843
Keller: Romeo und Julia auf dem Dorfe 1855
Raabe: Zum wilden Mann 1873/74/79
Meyer: Das Leiden eines Knaben 1883
Storm: Der Schimmelreiter 1886/88
Fontane: Irrungen, Wirrungen 1882/86/87/88
O. Ludwig: Der Erbförster 1850/53
Hebbel: Agnes Bernauer 1852
Th. Mann: Der Tod in Venedig 1911/13

4. Themengebiet: Heinrich von Kleist

Der zerbrochne Krug 1802/05, UA 1808, B 1811
Amphiryon 1803, UA 1899, B 1807/18
Prinz Friedrich von Homburg 1809/11, UA 1821, B 1821
Michael Kohlhaas 1805/08/10
Die Marqusie von O 1807/08/10
Die Verlobung in St. Domingo 1811
Über das Marionettenthater 1810
Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden 1805/06

 

<Seitenanfang>       

Erstellt für IE 6, 1024x768x32, © Prof. Dr. Oliver Jahraus, technische Betreuung: Marcel Schellong