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Forschungsschwerpunkte

Zu meinen derzeit intensiver verfolgten Forschungsinteressen gehören:
  • Literaturtheorie
  • Medientheorie (insbesondere in der Verknüpfung mit Literaturtheorie)
  • Kulturtheorie und Kultur der Gegenwart
  • Film, Filmtheorie, Filmanalyse und Film in der Kultur der Gegenwart
  • Kunst- und Avantgardetheorie

Insbesondere setze ich mich mit folgenden Fundierungstheorien auseinander:

  • Subjektphilosophie, insbesondere Bewusstseinstheorie(n) und ihre differenztheoretischen Infragestellungen (Nietzsche, Heidegger, Derrida, Luhmann)
  • Sprachphilosophie und die Philosophie des 20. Jahrhunderts mit der Idee der Aufhebung von Philosophie (Wittgenstein und Heidegger)
  • Systemtheorie (Luhmann)
  • Dekonstruktion (Derrida)
  • Diskursanalyse (Foucault)

Literaturgeschichtliche Schwerpunkte:

  • Literatur des 18. Jahrhunderts
  • Kleist
  • Thomas Bernhard
  • Gegenwartsliteratur

 

Pläne und laufende Projekte

  • Vorbereitung eines Graduiertenkollegs: Gegenwart darstellen
  • Vorbereitung eines internationalen Kongresses in Dubrovnik im März 2011 zu Grundfragen der Theorieentwicklung in den Geisteswissenschaften

 

Abgeschlossene Projekte

  • Theoriethorie in Dubrovnik März 2009
  • Doktorandenkolloquium in Venedig im September 2009: Narrating the Present
  • Poetik-Professur und Kolloquium mit Helmut Krausser im Dezember 2007
  • Franz Kafka Monographie
  • Literatur als Medium
  • Literaturtheorie
  • Avantgarde und Aktionismus
  • Beobachtung und Interpretation, System- und Zeichentheorie
  • Kongress „Schrift und Bild in Bewegung“ und die Folgen
  • Film und Film-Kultur
  • Herausgeber im Internet

  • Internationaler Kongress, veranstaltet von Dr. Mario Grizelj (LMU München), Prof. Dr. Jochen Hörisch (Universität Mannheim), Prof. Dr. Oliver Jahraus (LMU München), Prof. Dr. Chrisstian Kohlroß (Hebrew University Jerusalem) und Prof. Dr. Christoph Reinfandt (Universität Tübingen)
    "Theorietheorie"
    vom 26. bis 29. März 2008 am Inter University Centre (IUC) in Dubrovnik

    Näheres entnehmen Sie bitte der hierzu eingerichteten Webseite Theorietheorie.

  • Doktoranden-Kolloquium und Internationaler Kongress
    Narrating the Present in Venedig im September 2009

    Nähere Informationen finden Sie im Exposé, konzipiert und verfasst von Frank Habermann, Christian Kirchmeier, Tanja Prokic.

  • Entwicklung eines interdisziplinären und berufsbegleitenden Masterstudiengangs Master oif Applied Knowing im Rahmen des Festo Programs of Applied Knowing des Humanwiussenschaftlichen Zentraums der LMU

    Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Webseite.

  • Kolloquium vom 29. März bis zum 2. April 2006 in Dubrovnik
    "Schwellen, Stufen, Klippen"

    Schwellen, Stufen, Klippen bezeichnen Diskontinuitäten, positiv gewendet: Wegmarken oder negativ gewendet: Hindernisse auf der Bahn einer Bewegung, die den Weg als solchen überhaupt erst zu Bewusstsein bringen. Schwellen, Stufen, Klippen erzeugen eine Differenz auf diesem Weg und schaffen eine Situation in zeitlicher und räumlicher Struktur, eine Situation davor und danach, davor und dahinter, indem sie entweder einen hauchdünnen Schnitt anbringen oder aber eine ausgedehnte Transitionsphase einschalten. Es sind Schwellen, Stufen, Klippen, die uns uns selbst Vor dem Gesetz oder Nach der Sozialgeschichte wiederfinden lassen.

    Aus der einen Differenz gehen andere hervor: So erzeugt die Differenz von davor und danach, davor und dahinter zugleich die Differenz von Weg und Bewegung, von Weg und Raum, und ganz grundsätzlich wird erst dadurch a posteriori geschaffen, was wir als a priori immer schon annehmen: Weg, Bewegung, Raum und Zeit, Ursprung und Ziel.

    Schwellen, Stufen, Klippen bezeichnen aber unterschiedliche Formen der Markierung von Differenz, unterschiedliche Formen der Diskontinuität. Wo die Schwelle uns nur die Markierung und mithin den Weg als solche deutlich macht, verändert die Stufe den Weg selbst und hebt uns auf ein anderes Niveau. Doch die Idee des Aufstiegs, der Entwicklung, des Fortschritts, des Höhersteigens ist ambivalent, weil jede Stufe sich dann auch als Klippe erweisen kann, an der uns der Absturz droht.

    Unsere Gespräche drehen sich um die Ausarbeitung jener Phänomene, die mit den Begriffen von Schwellen, Stufen, Klippen umschrieben werden können. Sie wollen sich auf die literarischen und philosophischen, auf die ästhetischen und theoretischen Ausformungen von Schwellen, Stufen, Klippen begeben und auf der einen Seite ihre konkreten Erscheinungsweisen beleuchten, während auf der anderen Seite Schwellen, Stufen, Klippen geradezu als abstraktes Modell einer Literatur-, Philosophie- und allgemein Kulturgeschichte der Moderne und der Gegenwart ausgetestet werden sollen.
  • Zusammen mit Bettina von Jagow: Internationales Kafka-Symposion in München

    „Gefrorene Meere, verzögerte Geburten“.
    Neue Perspektiven der Kafka-Forschung.

    In Zusammenarbeit mit der LMU München und dem Münchner Literaturhaus soll ein Kafka-Symposion veranstaltet werden, indem die neueren literaturtheoretischen Entwicklungen, die Bestimmungen literarischer Moderne und Modernität und Kafkas Transformationsmaschine, die Leben und Literatur verwandelt und in den neueren biographischen Großprojekten beschrieben wird, im internationalen Kontext kritisch reflektiert und für die Literaturwissenschaft bilanziert wird.
  • Poetik-Professur und Kolloquium: Helmut Krausser

    Im Wintersemester 2007/08 wurde an der Ludwig-Maximilians-Universität die lange von Prof. Wolfgang Frühwald aufrecht erhaltene Tradition der Poetik-Professuren wieder aufgenommen. Der erste Poetik-Professor dieser neuen Serie wird Helmut Krausser. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Webseite zur Poetikprofessur.

    An die Poetik-Professur schließt sich zu Beginn des Wintersemsters 2007/08 ein Kolloquium zum Werk Helmut Kraussers im Münchner Literaturhaus an. Die Generalperspektive wird sich dabei auf die Gegenwärtigkeit der Romantik richten.

  • Franz Kafka. Schreibprozesse und Machtapparate

    Im Jahre 2006 ist meine Einführung in Leben und Werk von Franz Kafka im Reclam-Verlag erschienen. Das Buch besitzt drei Schwerpunkte:

    1. Leben und Biographie:

    Die Darstellung stützt sich auf die Vorarbeiten von Klaus Wagenbach und neuerdings Reiner Stach und Peter-André Alt und setzt sich kritisch von den Biographien von Max Brod und Ernst Pawel ab. Insbesondere steht dabei die Differenz und das Verhältnis von biographischer Forschung und Kafkas eigenem Lebensentwurf im Blickfeld. Der biographische Abschnitt soll den Leser nicht zu einer biographischen Lesart von Kafkas Texten führen, sondern ihm vielmehr eine kritische, reflektierte Position vermitteln, wie Leben und Werk differenziert aufeinander bezogen werden können. Es soll deutlich werden, wie eng Kafkas eigener schriftlich fixierter Lebensentwurf einer Inszenierungs- und Literarisierungsstrategie folgt, die permanent Leben in Literatur verwandelt. Ich möchte deutlich machen, dass und wie diese Strategie die Funktion erfüllt, das eigene Leben in ein literaturfähiges Substrat umzuwandeln und eine eigene Rolle als Schriftsteller ohne Schriftstellerberuf zu definieren. Es geht also darum, literarisch erzeugte Mythologeme des traumatisierten Dichters zu entmythologisieren. Denn gerade damit wird der Blick auf Kafkas Schreibprogramm geöffnet, und es lässt sich besser beschreiben, wie sich Kafkas Texte konstituieren.

    Grundthese des Buches ist die Idee, das Leben und Werk über das Schreiben miteinander vermittelt sind. Das Schreiben bestimmt nicht nur das Leben, sondern liefert auch gleichzeitig einen Schlüssel zum Werk. Das deutlichste Beispiel hierfür bieten Kafkas Äußerungen in seinen Briefen an Felice Bauer (1912/1913) über seine Erzählung Das Urteil. Kafka spielt ein doppeltes Spiel mit Widmung und Namen. Er verweist auf die Übertragbarkeit der Namen und figuralen Konstellation im Verhältnis von Vater und Sohn einerseits und Sohn und Verlobter andererseits, verneint aber zugleich die Möglichkeit einer Interpretation. Er lockt also mit einer biographischen Interpretation und verwirft sie gleichermaßen.

    2. Kafka und Kafkaforschung

    Vor den Einzelinterpretationen soll dieses Kapitel zunächst einmal in die Interpretationsproblematik einführen, die an Kafkas Texten geradezu paradigmatisch und exemplarisch auftritt. Das Ziel ist es, diese Problematik produktiv zu nutzen, indem man sie als Ausgangspunkt nimmt, um am Beispiel von Kafkas Texten nach dem Charakter von Literatur und Interpretation prinzipiell zu fragen.

    Das Problem der Interpretation:

    Dazu soll in einem ersten Schritt die Interpretationsproblematik dargestellt werden (Susan Sontag). Die Interpretationssituationssituation ist gekennzeichnet durch Unbestimmtheit, Widersprüchlichkeit der Interpretation und der Suche nach bestimmten Legitimationsinstanzen der Interpretation. Eine solche Legitimation können Interpretationen in der Biographie des Autors Kafka finden. Daneben gibt es ideologische Vorgaben, die die Unbestimmtheit der Interpretationen durch Festlegung auf eine Instanz bzw. auf eine Ideologie auflösen. Mit diesem Schema lässt sich die Ausdifferenzierung von Interpretationsmodellen bei Kafka erläutern. Es gibt demnach neben der dominanten biographischen die religiös-theologische Deutung, die philosophische Deutung im weiteren Sinne bzw. die existentialistische Deutung im engeren Sinne, die juristische Deutung, die psychologische Deutung im weiteren Sinne bzw. die psychoanalytische Deutung im engeren Sinne (vor allem mit dem Blick auf ödipale Konstellationen, die auf Kafkas Freud-Rezeption zurückgreifen kann), die expressionistische Deutung (Vater-Sohn-Konflikte als Generationenkonflikt) – um nur die wichtigsten Modelle zu nennen.

    Interpretationsmuster:

    Aus dem Muster, das all diesen Modellen gemeinsam ist, lässt sich in einem zweiten Schritt eine allgemeine Struktur der Kafka-Interpretation ablesen: Es wird eine sinngebende Instanz (das Leben Kafkas, Gott, Gericht, u.ä.) gesucht, die auf den Text projiziert wird. Dies soll den Blick meines Lesers sensibilisieren und schärfen, um solche Interpretationsmuster erkennen und durchschauen zu können.
    So wird werden die Konstellationen zwischen Machtinstanz und ohnmächtiger Figur wie z.B. zwischen Schloß und Josef K., Gericht und K., zwischen Vater und Sohn, als Instanzen der Sinnzuweisung und der Sinnverweigerung selbst interpretierbar. Gerade indem von den konkreten Machtinstanzen der Texte abstrahiert wird, kann die Sinnsuche des Protagonisten 'vereindeutigt’ werden. Wenn das Gericht beispielsweise zu einer göttlichen Instanz wird, kann das Sujet des Textes religiös z.B. als Verhältnis von Gott und Mensch gelesen werden.

    Das hermeneutische Modell:

    Daraus lässt sich nun in einem dritten Schritt wiederum ein allgemeines hermeneutisches Modell für Kafkas Texte ableiten. Die Interpretationssituation des Lesers wird auf den Text und sein Sujet selbst projiziert. Ich will so auch eine ‚hermeneutische Lesart’ vorstellen, die die Suche des Helden nach Gerechtigkeit, Anerkennung oder Befreiung mit der Sinnsuche des Lesers überlagert.

    Die literaturtheoretischen Folgerungen:

    In einem vierten Schritt können die allgemeinen literaturtheoretischen Folgerungen gezogen werden. Dabei wird gezeigt, inwiefern diese Interpretationssituation und die ihr textuell zugrunde liegenden Strukturen für die Bestimmungen eines allgemeinen modernen Literaturbegriffs fruchtbar gemacht werden können. Kafkas Literatur gilt daher als Sonder- und Beispielfall von Literatur gleichermaßen: Sie offenbart, was Literatur in der Moderne 'eigentlich’ ist. Literatur kann auf diese Weise am Beispiel Kafkas demnach als eine hermeneutische Disposition definiert werden: Literatur ist der Prozess ihrer Interpretation. Dieser Prozess steht im Spannungsfeld, das den Prozess erst initiiert und am Laufen erhält, von Verstehen und Nicht-Verstehen, Lesbarkeit und Unlesbarkeit bzw. Lesbarkeit und Schreibbarkeit (R.Barthes), schließlich von Interpretationsprovokation und Interpretationsverweigerung. Literatur ist nur insofern interpretierbar, wie sie sich auch gegen eine Interpretation stellt. Ausschlaggebend hierfür ist bei Kafka die Einheit einer Unvereinbarkeit: die Schilderungen realistischer Umstände und die gleichzeitige Verweigerung ihrer (Be)Deutung und Deutbarkeit. Kafkas Literatur zeigt so die Einheit der Differenz von Sinnprovokation und Sinnverweigerung.

    Kafkas Modernität:

    In einem fünften Schritt kann schließlich die Modernität Kafka über seine Interpretationsdisposition erläutert werden. Zwar können literahistorische Einbettung in die literarische Moderne und in den Kontext expressionistischer Literatur Facetten in den Sujets der Texte erhellen, z.B. die Problematisierung des Individuums und allgemein gesellschaftliche, aber insbesondere auch technologische, medientechnologische, sozioökonomische und kulturelle Modernisierungsprozesse und ihre Auswirkungen auf Individuen oder Familien, die Probleme der Anonymisierung des Menschen in den komplexen Institutionalisierungsformen oder die Totalisierung von Mächten jenseits des Individuums, aber sie betreffen nicht das konstitutive Element in seiner grundlegenden definitorischen Funktion von Literatur. Das eigentlich Moderne an Kafka ist nicht allein und grundlegend die literarische Reflexion von Modernität oder modernen Prozessen, sondern ihre Einbettung in problematische, krisenbehaftete und generell scheiternde Sinnbildungsprozesse. Das Moderne an Kafka ist die spezifische Literarizität seiner Texte, ist das, was seine Texte zur paradigmatischen und exemplarischen Literatur macht.

    3. Werk und Interpretation:

    Behandelt werden sollen die drei großen Romane: Der Verschollene (Amerika) (dabei insbesondere herausgehoben auch das erste Kapitel, das als Erzählung erschienen ist: Der Heizer), Der Proceß und Das Schloß.

    Daneben insbesondere die großen Erzählungen, die zu Lebzeiten Kafkas veröffentlicht worden sind: Das Urteil, Die Verwandlung, In der Strafkolonie, Der Landarzt, Vor dem Gesetz, Das nächste Dorf, Eine kaiserliche Botschaft, Die Sorge des Hausvaters, Ein Bericht für eine Akademie, Ein Hungerkünstler, Erstes Leid, Eine kleine Frau, Josefine oder das Volk der Mäuse. Daneben auch: Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande, Beschreibung eines Kampfes, Der Schlag ans Hoftor, Gibs auf!, Der Bau, Kleine Fabel, Von den Gleichnissen.

    Editionsgeschichte:

    Ein kurzer Vorspann soll die Editionsgeschichte erhellen, um dem Leser deutlich zu machen, dass die Editionsgeschichte selbst, insbesondere durch Max Brod, Kafka z.T. verfälscht hat. Max Brods Leistung ist hier differenziert einzuschätzen, weil er zwar die nicht publizierten Kafkas Texte als erster überliefert hat, aber in der Überlieferung die konkrete Form der Texte verschleiert hat, z.B. durch Zusammenstellungen oder hinzugefügte Überschriften (Beispiel: Von den Gleichnissen, Gibs auf). Die Editionsgeschichte soll zugleich als Blick auf die Textgenese vorgestellt werden.

    Textanalysen:

    Die Textanalysen sind in Einzelabschnitte gegliedert; die entscheidenden und wichtigsten Texte, die drei Romane und die großen Erzählungen, erhalten eigene Abschnitte, die Reihung ist prinzipiell chronologisch. Kleinere Texte wie z.B. Von den Gleichnissen werden im Hinblick auf ihre poetologische Funktion besprochen. – Die Textanalysen orientieren sich an vier Punkten: Forschungsüberblick, dichte, textanalytische Beschreibung, Werkanalyse,

    hermeneutisches Modell:

    a) Die Ausführungen zu den einzelnen Texten sollen gleichermaßen prominente Interpretationen berücksichtigen, sie z.T. referieren und in ihren Mechanismen vorführen und dabei schließlich auch kritisch überprüfen. Dies dient auch dazu, dem Interpretationsdilemma (s.o.) zu entgehen; vielmehr soll auch ein souveräner Umgang mit Interpretationen vorgeführt werden, der die Frustrationserfahrungen, wonach jede neue Interpretation den Interpretationsreigen nur erweitert und sich in das bestenfalls beliebige, schlimmstenfalls widersprüchliche Spiel einreiht, vermeidet.

    b) Dazu ist es zuerst notwendig, quasi phänomenologisch sich einer Interpretation im Sinne eines expliziten Sinnkonstrukts oder einer solchen Sinnzuschreibung zu enthalten und stattdessen die Textstrukturen im Hinblick auf Erzähltechnik und Sujetentfaltung in strukturaler Manier genau und dicht zu beschreiben. Es geht darum, so weit wie möglich von inhaltlichen Identifikationen, die der Text nicht stützt, abzusehen. Daher kommen auf der anderen Seite die konkreten Inhalte stärker ins Blickfeld: vor allem die familialen Konstellationen in unterschiedlichen Familiensegmenten, in deren Zentrum ein männlicher Protagonist steht, bzw. generell die sozialen Konstellationen, in denen das Verhältnis der Figuren problematisch in seiner Asymmetrie von Macht und Wissen ausgehandelt wird (Strafkolonie, Josephine, Hungerkünstler, Bericht für eine Akademie).

    c) Die werkanalytische Perspektive impliziert, Kafkas Werk als Einheit zu betrachten. Dies lässt sich auch biographisch stützen, weil ein überwiegender Teil der Werkproduktion in einem – selbst an der kurzen Lebensspanne gemessen – kurzen Zeitabschnitt ab 1912 entstanden ist. Schon aus dieser textgenetischen Situation heraus lassen sich die einheitsstiftenden Strukturmomente, die das Kafkaeske an Kafkas Literatur ausmachen, aufzeigen. Mit Blick auf markante und wiederkehrende Strukturen (z.B. Legitimation durch Dritte) sollen die Texte als wechselseitige Folie gelesen werden.

    d) Und schließlich soll als eigener Interpretationsansatz, das hermeneutische Modell behutsam erprobt werden. Es macht dem Leser den Vorschlag, Kafkas Texte nun selbst als Interpretationsakte und als Sinnkonstitutionsprozesse zu interpretieren. Dabei muss gezeigt werden, inwiefern die Texte es erlauben, konkrete situative Konstellationen als Momente im Sinnkonstitutionsprozess zu identifizieren. Der Vorschlag des hermeneutischen Modells rechtfertigt sich durch ein höheres Reflexionsniveau, weil es nicht nur den Text hermeneutisch identifiziert, sondern auch diesen Identifikationsakt als Verstehensakt reflektiert.

    Gleichzeitig wird dieses hermeneutische Modell mit zwei anderen neueren Interpretationsparadigmen konfrontiert werden, mit der dekonstruktivistischen Kafka-Lektüre und mit der medientheoretischen Vereinnahmung. Die dekonstruktivistische Lektüre beruht auf der Figur der Autoreflexivität, die zeichentheoretisch untermauert wird und gleichzeitig andere Interpretationsparadigmen, z.B. die juristische, zeichentheoretisch wiederaufnimmt (Derrida: Préjugés). Sie exekutiert die Interpretationsproblematik zeichentheoretisch, indem sie den Zeichenprozess mit Kafkas Textprozess identifiziert, also die Interpretation generell in einem differentiellen Prozess auflöst. Dekonstruktive Interpretation heißt, die dekonstruktiven Prozesse der Literatur an Kafka selbst aufzuzeigen, wo die Texte „transzendentale Signifikate“ (z.B. Gericht oder Gott) hervorbringen und gleichzeitig widerrufen.

    Das medientheoretische Modell, das Kafkas Werk als Beitrag und als Reflexion neuer Medientechnologien (Telefon, Schreibmaschine, Kino) liest und dabei selbst auf die Medialität von Literatur und die Materialität der Kommunikation abhebt (Kittler, Scheffer). Die Konfrontation zwischen der Immaterialität des Sinnspiels und der Materialität der Literatur erscheint mir eine zukunftsträchtige Schlussperspektive des Bandes abzugeben.

 

  • Habilitationsschrift (Bamberg 2001) unter dem Titel

    Literatur als Medium.
    Sinnkonstitution und Subjekterfahrung zwischen Bewusstsein und Kommunikation. Weilerswist: Velbrück Wissenschaft 2003

    bemüht sich um eine umfassende Klärung eines für die Literatur seit dem 18. Jahrhundert maßgeblichen Medienbegriffs als Grundlagenkonzept. Mir geht es darum, Interpretation, Literatur und Medien auf der Grundlage moderner und avancierter Theoriestandards und mit Rückgriff auf Bewusstsein und Kom-munikation als basale Begründungs- und Fundierungsebenen in Beziehung zu setzen. Zweck dieses Projekts ist es, eine Fundierung zu entwerfen, auf der Literatur im Medienverbund betrachtet und Literaturwissenschaft als Medienwissenschaft betrieben werden kann; sein Ziel ist es, Literatur als Interpretationsmedium in einer Theorieskizze zwischen Philosophie, Soziologie und Literaturwissenschaft in einer medienkulturwissenschaftlichen Perspektive darzustellen.
    Es geht davon aus, dass eine „medienorientierte Neuausrichtung der Geisteswissenschaften [...] unumgänglich" (Matejovski) ist und verfolgt dabei eine stringente Argumentation, Literatur als Interpretationsmdium zu fundieren: Es entfaltet das Bewusstsein als Letztbegründungsebene mit ihren Paradoxien, erweitert diese um Kommunikation im entparadoxierten Modell der strukturellen Kopplung, bezieht strukturelle Kopplung auf Sinn als basales Medium, entwickelt Interpretation als sinnbasierten Medienprozeß, skizziert Schrift und Textualität als grundlegende Medienformen für Interpretation, um sodann zwei Ergebnisse zu extrapolieren: (1) Literatur in ihrer Konfiguration seit dem 18. Jahrhundert ist eine Medienform, die die Disposition zur der Interpretation paradigmatisch und exemplarisch entfaltet, und (2): Literaturwissenschaft lässt sich in ihren theoretischen Positionen systematisch als eine Konstellation rekonstruieren, in der konstitutive Aspekte des Mediums - bislang zumeist ohne Medienbegriff - jeweils unterschiedlich Interpretationstheorien begründet haben. Medientheorie in dieser Form ersetzt somit nicht die Literaturwissenschaft, sie wird aber zur Metatheorie von Interpretationstheorie.

    Das Buch wurde u.a. in der FAZ vom 7. Oktober 2003 besprochen. In diesen Zusammenhang gehört auch die frühere Buchpublikation:
    Theorieschleife. Systemtheorie, Dekonstruktion, Medientheorie. Wien: Passagen 2001.

  • Literaturtheorie

    Im Herbst 2004 ist als UTB im Francke Verlag meine Monographie zur Literaturtheorie erschienen.

    Literaturtheorie.
    Theoretische und methodische Grundlagen der Literaturwissen­schaft. Basel/Tübingen: Francke 2004 (=UTB 2587).

    Das Buch bietet eine Umsetzung avancierter Theorieangebote aus Medien-, System- und Kulturtheorie auf die Literaturtheorie an und knüpft dennoch an die klassischen Grundlagentheorien wie insbesondere die Hermeneutik, aber auch den Strukturalismus an. Es geht von zwei Grundfragen der Literaturwissenschaft aus: Was ist Literatur und wie interpretiert man sie? Literaturtheorie ist jene Grundlagentheorie der Literaturwissenschaft, die diese beiden Fragen zu beantworten hat. Dabei werden viele andere Fragen von Interesse: Was ist Theorie? Was ist Wissenschaft? Was ist ein literarischer Text? Was ist ein Medium? Und vor allem: Was ist Interpretation?
    Vor diesem Hintergrund wird ein Spektrum wichtiger Literaturtheorien entfaltet und ein Überblick über die wichtigsten Methoden der Literaturwissenschaft geboten. Vor allem soll gezeigt werden, dass Literaturtheorie Literaturwissenschaft überhaupt erst zur Wissenschaft macht.

    Der Band vermittelt – erstmals - dem Leser eine Konzeption einer modernen, systematischen und integrativen Literaturtheorie, die zugleich als die Grundlagentheorie der Literaturwissenschaft dienen kann. Grundbegriff dieser Literaturtheorie und Leitfaden des Buches ist die Idee der Interpretation.

    Der erste Teil des Buches zeigt, wie sich auf dieser Basis in der Geschichte der Literaturwissenschaft verschiedene Literaturtheorien ausdifferenziert, wie sie sich als Paradigmen behauptet haben, wie sie auseinander hervorgegangen sind und interagieren und schließlich wie sie in kultur- und medienwissenschaftliche Ansätze aus der Gegenwart integriert werden können. Der zweite Teil behandelt die wichtigsten Methodiken in der Geschichte der Literaturwissenschaft: Hermeneutik, Strukturalismus, Rezeptionsästhetik, Poststrukturalismus/Dekonstruktion, empirische Literaturwissenschaft und Psychoanalyse auf der Basis ihrer jeweiligen Interpretationsleistungen und schließt mit einem literaturtheoretisch fundierten Vorschlag, wie Interpretation literaturwissenschaftlich praktiziert werden kann.

  • Avantgarde und Aktionismus

    Der Natur dieser Fragestellungen in den Bereichen avancierten Literatur- und Medientheorie angemessen erscheint immer mehr eine inter- und transdisziplinäre, eine fach- und fakultätsübergreifende Zusammenarbeit auch im universitätsübergreifenden Team mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

    Aus der Zusammenarbeit in der Verfolgung dieser Forschungsinteressen haben sich zahlreiche Projekte entwickelt.

    In dem DFG-Projekt Von der Wiener Gruppe zum Wiener Aktionismus ging es sowohl um eine historisch-empirische Aufarbeitung einer der profiliertesten Avantgardebewegung nach dem Zweiten Weltkrieg als auch um eine systematische Konzeption des Begriffs der radikalen Avantgarde als kultursemiotisches und bewusstseinsdispositionierendes Experiment. Aus diesem Projekt ist die Reihe hervorgegangen.

    Das Problempotential der Nachkriegsavantgarden: Grenzgänge in Literatur, Kunst und Medien. Hg. v. Michael Backes, Thomas Dreher, Georg Jäger, Oliver Jahraus.

    In dieser Reihe habe ich die Monographie verfasst:

    Die Aktion des Wiener Aktionismus: Subversion der Kultur und Dispositionierung des Bewusstseins. München: Fink 2000.

  • Interpretation und Beobachtung, System- und Zeichentheorie

    Die verstärkt literatur-, kunst- und medientheoretischen Interessen haben wir am Beispiel des Interpretationsbegriffs vor dem Hintergrund neuerer Theorieangebote in einer Diskussionsrunde mit Nachwuchswissenschaftlern problematisiert. Daraus ist der Band entstanden:

    Oliver Jahraus und Bernd Scheffer (Hg.): Interpretation; Beobachtung, Kommunikation. Avancierte Literatur und Kunst im Rahmen von Konstruktivismus, Dekonstruktion und Systemtheorie. Tübingen: Niemeyer 1999 (=IASL-Sonderheft Nr. 9).

    Diese Überlegungen haben wir in einer anderen Zusammensetzung als Herausgeber weitergeführt und dabei auf die Konstitutionsbedingungen von Theorie überhaupt enggeführt. Daraus entsteht zur Zeit der Band:

    Oliver Jahraus, Nina Ort (Hg.): Die Beobachtung des Unbeobachtbaren. Weilerswist: Velbrück Wissenschaft 2001.

    Und im Sinne einer weiteren Fortsetzung ist folgender Band konzipiert worden:

    Oliver Jahraus, Nina Ort (Hg.): Theorie – Prozess – Selbstreferenz. Systemtheorie und transdisziplinäre Theoriebildung. Konstanz: UVK 2003.

    Für diese Forschungsinteressen bietet sich das Internet aufgrund kurzer Publikationsvorbereitungszeiten hervorragend an. So bietet sich das Internet als öffentliches Forum an, in dem einerseits Diskussionsbeiträge relativ schnell und direkt aufeinander Bezug nehmen können, in dem aber trotzdem auch fundierte Beiträge in schriftlicher Form ausgetauscht werden können.

    Das Internationale Archiv für die Sozialgeschichte der Literatur (IASL) hat mehrere solcher Diskussionsforen eingerichtet. Zusammen mit Nina Ort leite ich das Diskussionsforum Bewusstsein, Kommunikation, Zeichen im Internet . Es versammelt Beiträge, die sich um eine fundamentale Klärung dieser für Literatur- und Medientheorie grundlegenden Konzepte und Begriffe bemühen. Einleitungstexte versuchen die Diskussion zu umreißen und bieten eine erste Orientierung. Jeder, der entsprechende Forschungsinteressen teilt, ist eingeladen, daran teilzunehmen.

    Aus den bereits versammelten Beiträgen zusammen mit zusätzlichen Beiträgen ist eine weitere Printpublikation hervorgegangen:

    Oliver Jahraus, Nina Ort (Hg.): Bewusstsein – Kommunikation - Zeichen. Wechselwirkungen zwischen Luhmannscher Systemtheorie und Peircescher Zeichentheorie. Tübingen: Niemeyer 2001 (=STSL Bd.82).

    Für eher kürzere, essayistische oder feuilletonistischte Beiträge, die sich allgemein der aktuellen Medienbeobachtung widmen, Medienangebote befragen, Medienereignisse kritisch Revue passieren lassen oder Medientheorie skizzenhaft problematisieren, steht eine Internetzeitschrift zur Verfügung, die ich als Herausgeber betreue:

    MedienObservationen.

    Auch hier ergeht die Einladung an jeden Interessierten, der mit in diese Diskussion einsteigen will.

  • Kongress „Schrift und Bild in Bewegung“ und die Folgen:

    Im Mai/Juni 2000 fand am „Institut für Deutsche Philologie", am „Institut für Komparatistik" und am „Institut für Deutsch als Fremdsprache" der Ludwig–Maximilians–Universität München ein Fachkongress unter dem Titel Schrift und Bild in Bewegung statt. Unterstützt wurde dieser Kongress hauptsächlich von der Universitätsgesellschaft und der Landeshauptstadt München. Zusammen mit Prof. Dr. Bernd Scheffer hatte ich die Gesamtleitung übernommen. Über 100 Referenten und Referentinnen aus 10 Ländern kamen an 5 Wochenenden in 8 Sektionen zu Vorträgen und Diskussionen nach München.
    Der Fachkongress hatte die Aufgabe, die mediale und medientechnologische Situation an der Schwelle vom alten zum neuen Jahrtausend aus der wissenschaftlichen Perspektive zu diskutieren. Als Gegenstand aktueller und zukünftiger Theoriebildung in Forschung und Lehre steht eine Medienkultur der 'Weltgesellschaft‘ im Blickpunkt, deren Denken und Logik, deren Kunst, deren Erziehungssystem, deren Organisation lange von der Schrift dominiert waren, die sich nun aber vehement und umfassend anschickt, durch technisch-elektronische Medien zunehmend zu einer dynamischen Schrift-und-Bild-Kultur zu werden. "Schrift" und "Bild" stellen zwar 'alte‘ Medien dar, die schon immer, wie unzählige historische und literarhistorische Beispiele zeigen, verknüpft waren, die aber unter heutigen Bedingungen ein ganzes Spektrum medialer Möglichkeiten und technischer Innovationen bündeln. Medien- und Zeichentheorien, so unterschiedlich die Ansätze auch sind, haben mittlerweile auch umfassende Konzeptionen entwickelt, wie die beiden Bereiche als nicht zuletzt historisch bedingte Zeichen- und Mediensysteme begriffen werden können. Dabei geht es weniger um eine 'Medienkonkurrenz‘, sondern vielmehr um die Mechanismen medialer und semiotischer Durchdringung.

    Der Fachkongress war interdisziplinär und international besetzt; er versammelte in seinen 8 Sektionen ausgewiesene Repräsentanten der jeweiligen Forschungsschwerpunkte. Das - nicht zuletzt studentische - Publikum konnte sich so über den aktuellen kulturwissenschaftlichen Forschungsstand des jeweiligen Schwerpunktes exemplarisch informieren. Es wurde ein Beispiel dafür gegeben werden, wie eine zukünftige 'Medienkulturwissenschaft‘ auszusehen hat: Sie soll sich in kompetenter, systematischer sowie historischer Medienbeobachtung, fundierter Medienkritik, aber ebenso didaktischer Vermittlung von Medienkompetenz bewähren:

    Sektion 1 "Elektronisches Publizieren" (geleitet von Georg Jäger und Fotis Jannidis vom 27.-28.5.2000)

    Sektion 2a "Inszenierungen" (geleitet von Gerhard Neumann und Claudia Öhlschläger vom 9.-11.6.2000)

    Sektion 2b „Schrift und Bild und Körper" (geleitet von Ulrike Landfester und Rainer Topitsch vom 10.-11.6.2000)

    Sektion 3a „Schrift und Bild im Film" (geleitet von Hans-Edwin Friedrich und Uli Jung vom 16.-17.6.2000)

    Sektion 3b „Der Holocaust zwischen den Medien" (geleitet von Matias Martinez vom 17.-18.6.2000)

    Sektion 4a „Schrift und Bild beim Lehren und Lernen" (geleitet von Klaus Kiefer vom 23.-25.6.2000)

    Sektion 4b „Lernen und Lehre digital" (geleitet Volker Deubel vom 23.-25.6.2000)

    Sektion 5 „Materialität von Schrift" (geleitet von Konrad Ehlich, Erika Greber, Jan-Dirk Müller, Angelika Redder vom 30.6.-2.7.2000).

    Der Fachkongress wurde zusammen mit dem Gesamtveranstaltungsprogramm „Schrift und Bild in Bewegung" mit einer Ansprache des Münchner Kulturreferenten, Herrn Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, und dem Vortrag von Herrn Prof. Dr. Friedrich Kittler, Berlin, am Freitag, 26. Mai 2000, eröffnet. Die Kongressbände erscheinen in der Reihe "Schrift und Bild in Bewegung" (hg. von Bernd Scheffer und Oliver Jahraus) im Aisthesis Verlag, Bielefeld.
    Die Idee des Kongresses, die mediale Situation um die Jahrtausendwende mit historischen Perspektivierungen zu bilanzieren, hat sich als Leitidee der ursprünglich nur den Kongress dokumentierenden Reihe „Schrift und Bild in Bewegung“, herausgegeben von Bernd Scheffer und mir, umfassend und fast schon als eigenes (wenn nicht Forschungsparadigma, so doch wenigstens als) Forschungsfeld durchgesetzt. Die Reihe wird daher fortgesetzt und versammelt mittlerweile 10 einschlägige Bände.

  • Film und Film-Kultur

    Zusammen mit meinem Innsbrucker Kollegen Prof. Dr. Stefan Neuhaus habe ich eine Reihe im Verlag Königshausen & Neumann mit dem Titel „Film – Medium – Diskurs“ begründet, die insbesondere einschlägige Arbeiten versammelt, die sich eine im weitesten Sinne kulturwissenschaftliche Analyse von Medienangeboten (mit einem ersten Schwergewicht auf dem Film und einem zweiten Schwergewicht auf der Literatur) vornehmen.
    In dieser Reihe haben wir zwei eigene Bände, eng methodisch und thematisch miteinander verknüpft, mit eigenen Beiträgen veröffentlicht, die sich vor allem um eine zwar genrespezifische, aber dennoch kulturwissenschaftlich ausgerichtete Analyse von Spielfilmen ersten zum erotischen und zweitens zum fantastischen Film bemühen.

    Oliver Jahraus und Stefan Neuhaus (Hg.): Der erotische Film. Zur medialen Codierung von Ästhetik, Sexualität und Gewalt. Würzburg: Königshausen & Neumann 2003,

    und:

    Oliver Jahraus und Stefan Neuhaus (Hg.): Der fantastische Film. Würzburg: Königshausen & Neumann 2005.

    In dieses Interessensfeld gehört auch der in der Reihe „Schrift und Bild in Bewegung“ erschienene Band:

    Oliver Jahraus und Bernd Scheffer (Hg.): Wie im Film! Zur Analyse populä­rer Mediener­eignisse. Bielefeld: Aisthesis 2004.

    Und die kultur- und medienwissenschaftlich ausgerichtete Monographie:
    Amour fou. Die Erzählung der Amour fou in Literatur, Oper, Film. Zum Verhältnis von Liebe, Diskurs und Gesellschaft im Zeichen ihrer sexuellen Infragestellung. Tübingen und Basel: Francke 2004.

Internet-Aktivitäten

  • Elektronische Zeitschrift für Rezensionen: IASLonline.

    IASLonline ist eine kostenfreie elektronische Zeitschrift, hervorgegangen aus dem gedruckten Internationalen Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur. Seit Dezember 1998 steht IASLonline mit Rezensionen, Diskussionsforen und Lektionen zur Netzkunst im Netz. Die Rezensionen werden herausgegeben unter Mitarbeit von Fachreferentinnen und Fachreferenten. Alle Beiträge unterliegen einer Begutachtung.
  • Elektronische Zeitschrift für Kunst- und Medienbeobachtung: Medienobservationen.

    Die Zeitschrift "Medienobservationen" wendet sich an alle jene, die an darstellenden, analysierenden und kritischen Kunst-und Medienbeobachtungen interessiert sind.

(Stand: November 2005)

Erstellt für IE 6, 1024x768x32, © Prof. Dr. Oliver Jahraus, technische Betreuung: Marcel Schellong