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Das vorliegende Buch „Über Ästhetische Forschung. Lektüre zu Texten von Helga Kämpf-Jansen“ versucht diesen Spuren ästhetischer Forschung in verschiedenen früheren Texten Helga Kämpf-Jansens nachzugehen. Auch wenn das Verfahren der Ästhetischen Forschung hier noch nicht begrifflich gefasst wird, sind die unterschiedlichen Gedankenstränge des Konzeptes bereits in ihren Texten zur Alltagsästhetik oder zu Genderfrage angelegt. – Gleichzeitig handelt das Buch von der Lektüre der Texte Helga Kämpf-Jansens. Die Autorinnen und Autoren setzen sich mit den Texten in unterschiedlichen Perspektiven aus ihren jeweiligen Denk- und Arbeitszusammenhängen auseinander. Die Herausgeberinnen und Herausgeber haben bewusst Vertreter unterschiedlicher Generationen von Didaktiker/innen um eine Re-Lektüre gebeten.
Das Buch ist so als Textsammlung zu verstehen, in der verschiedene Sicht- und Schreibweisen aufeinander treffen: bezugswissenschaftliche und fachdidaktische, poetische, dialogische oder zunächst in gesprochener Sprache verfasste, die auf Eröffnungsreden anlässlich zweier Ausstellungen von künstlerischen (Forschungs-)Arbeiten Kämpf-Jansens basieren. Das Verknüpfen solch unterschiedlicher Perspektiven in einem Buch entspricht gleichzeitig der Herangehensweise von Helga Kämpf-Jansen. Auch für sie ist wissenschaftliche Arbeit eng mit der eigenen künstlerischen Arbeit verbunden. Kämpf-Jansen versteht sich selbst als ästhetisch-forschende Künstlerin. Einige Abbildungen in diesem Buch verweisen darauf.
Die sechs Kapitel des Buches beziehen sich in ihrer Struktur zum einen auf Aspekte des Konzeptes der Ästhetischen Forschung, auf Dinge, Räume und Orte. Zum anderen fassen sie unterschiedliche Perspektiven auf das Konzept zusammen: die Innensicht von Schule und Hochschule, den Blick von außen, die Genderperspektive oder die Perspektive zur Ästhetischen Forschung Forschender.
Auf einer beiliegenden CD: Originaltexte von Helga Kämpf-Jansen, darunter auch der vergriffene Text des Buches »Ästhetische Forschung. Wege durch Alltag Kunst und Wissenschaft. Zu einem innovativen Konzept ästhetischer Bildung« aus dem Jahr 2000/2001.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung der
Herausgeber/innen:
Über Lektüren
Hermann Ehmer:
Das unordentliche Kind. Laudatio für Helga Kämpf-Jansen.
Dinge
Fritz Seydel:
Knöpfe und immer wieder Knöpfe. Fragmente eines
biografischen Gesprächs
Helmut Hartwig:
Der geliehene Blick. Über Spazierstöcke, Fleiß, Faulheit
und über verschwun-dene Hüte
Reflexionsfeld Schule und Hochschule
Maria Peters, Mareike Heinisch, Iris Natorp:
„Das Selbstverständliche bezweifeln“. Produktive Verknüpfungen
zwischen Hochschulseminar, Praktikum und Schulunterricht zur
Ausbildung einer ästhetisch-forschenden Haltung.
Iris Kolhoff-Kahl:
Tierische Infizierungen. Von Hunden, Katzen und Vögeln, aber
auch von Jungen, Mädchen und Studierenden
Anja Neisemeier:
Von der Last kunstpädagogischer Versprechen und der Lust, an
sie zu glauben
Marie-Luise Lange:
Kunstpädagogik muss ihn hörbar machen – „den
essenziellen Klang eines jeden“
Manfred Blohm:
Grenzgänge und Grenzüberschreitungen. Gedanken über
Erweiterungen des Konzeptes Ästhetischer Forschung
Gender
Adelheit Sievert:
Eva und Adam. Lieblingsdinge, weibliche Ästhetik, Mädchenästhetik,
Mädchenkultur und ästhetische Forschung
Marc Fritzsche:
Jungenästhetik – war da was?
Wolfgang Legler:
He-man und Barbie als Gegenstand Ästhetischer Forschung? Persönliche
Erfahrung und „emanzipatorischer Unterricht“
Raum und Orte
Uli Puritz:
Der Raum als Bild
Christiane Brohl:
Andere Orte im öffentlichen Raum als Gegenstand Ästhetischer
Forschung. Ortserforschungen und Ortskonstruktionen
Blicke von außen
Ursula Brandstätter:
Über musikalische Dinge. Drei Thesen zur Ästhetischen
Forschung befragt aus dem Blickwinkel einer Musikpädagogin
Daniela Hammer-Tugendhat:
Himmel – Hölle
Erdenleben. Ein Barock-Ensemble von Helga Kämpf-Jansen
Gerhard Hard:
Heimat-Wälder. Ein Wald-Ensemble von Helga Kämpf-Jansen
Nikolaus Risch, Rektor der Universität Paderborn:
Grußwort
Forschungsperspektive
Andrea Sabisch:
„Am Anfang steht eine Frage“. Das Tagebuch in der Ästhetischen
Forschung
Andreas Brenne:
„Ästhetische Forschung – Revisited“. Gedanken über ästhetisch-künstlerischen
Strategien zur Erforschung von Lebenswelt.
Christine Heil:
Bezugnahmen auf Kunst erforschen. Wie sich ein Reservoir ästhetischer
Möglichkeiten in der kartierenden Auseinandersetzung bilden
kann.
Originaltexte (den einzelnen Kapiteln zuzuordnen)
Text von Helga, frühe Fassung 1999/2000
Thesen von Helga - aus ihrem Buch "Ästhetische
Forschung"
Ästhetische Forschung. Aspekte eines innovativen Konzeptes ästhetischer
Bildung. In: Blohm (Hg.): Leerstellen. Köln 2000, S. 83-114.
Text von Helga aus dem Leerstellenbuch - mit Bildern der
Studis aber ohne Künstlerbilder
„Gänseblumen, Wiesenschaumkraut und die Erfahrung aktueller
Kunst“. In: Grundschule, Westermann Braunschweig 11/1998 /
He-man wird Vater und Barbie wird Bildhauerin. In: Feminin –
Masculin. Friedrich Jahresheft VII, Seelze 1989. S.124-129.
Angaben zu den Autoren und Autorinnenkopaed.de Über Ästhetische Forschung
dliche Wahrnehmung
1.2.2 Imagination und Fantasie
1.2.3 Zur kognitiven Entwicklung
1.2.4 Zur Bedeutung von Emotionen
1.2.5 Zur Rolle symbolbildender Fähigkeiten
1.3 Soziale Entwicklung
1.3.1 Die Rolle sozialer Faktoren für die individuelle
Entwicklung
1.3.2 Die Herausbildung sozialer Kompetenzen
1.4 Persönlichkeitsentwicklung
1.5 Kinder und ihre Lebenswelt
1.6 Fazit: Kindliche Rezeptionsfähigkeiten
2 GRUNDSCHULSPEZIFISCHE KUNSTREZEPTION
2.1 Kunstrezeption – ein Problemaufriss
2.1.1 Zum Kunstbegriff
2.1.1.1 Moderne Kunst versus historische Kunst?
2.1.1.2 Zum Verhältnis von Kunst und Ästhetik
2.1.2 Zum Rezeptionsbegriff
2.1.3 Kunstwerk und Rezipient
2.1.4 Zum Rezeptionsprozess
2.1.4.1 Inhalt und Form
2.1.4.2 Wahrnehmung
2.1.4.3 Erleben und Erkennen
2.1.4.4 Verstehen und Interpretieren
2.2 Kunstwissenschaft – (Kunst-)Pädagogik – Grundschule
2.2.1 Kunstwissenschaftliche versus kunstpädagogische
Methoden?
2.2.2 Potenziale kunstwissenschaftlicher Methoden für eine
grundschulspezifische Kunstrezeption
2.2.2.1 Formalanalytische und formgeschichtliche Methoden
2.2.2.2 Ikonographische und ikonologische Methoden
2.2.2.3 Hermeneutische Methoden
2.2.2.4 Rezeptionsästhetische Methoden
2.2.2.5 Die Methoden der New Art History – ein Ausblick
2.2.3 Spielerisch-handlungsorientierte und experimentelle Zugänge
zur Kunst
2.3 Kunstrezeption in der Grundschule
2.3.1 Zur Auswahl der Kunstwerke
2.3.2 Zur Verschränkung rezeptiver und künstlerisch-praktischer
Zugänge zur Kunst
2.3.3 Phasen des Rezeptionsprozesses
2.3.3.1 Einstiegsphase
2.3.3.2 Vertiefte Rezeption
2.3.3.2.1 Analyse der Formelemente und deren Wirkung und
Bedeutung
2.3.3.2.2 Interpretation
2.3.3.3 Transformationsphase
2.4 Zusammenfassung
3 EMPIRISCHE STUDIE ZUR AUSEINANDERSETZUNG VON SECHS- BIS ELFJÄHRIGEN
KINDERN MIT MODERNER KUNST
3.1 Entwicklung und Begründung des Forschungsdesigns
3.2 Thesen
3.3 Zur Auswahl der Kunstwerke
3.3.1 Thomas Florschuetz
3.3.1.1 Die Tableaus
3.3.1.2 Didaktische Potenziale
3.3.2 Felix Gonzalez-Torres
3.3.2.1 Candy Pieces
3.3.2.2 Didaktische Potenziale
3.3.3 Roman Opalka
3.3.3.1 "Opalka 1965/1 - ∞"
3.3.3.2 Didaktische Potenziale
3.4 Struktur und Ablauf der empirischen Studie
3.5 Erhebung, Fixierung und Aufbereitung des Materials
3.6 Ergebnisse der empirischen Studie
3.6.1 Unterrichtssequenz zu Thomas Florschuetz
3.6.2 Unterrichtssequenz zu Felix Gonzalez-Torres
3.6.3 Unterrichtssequenz zu Roman Opalka
3.6.4 Die Interviews
3.6.4.1 Michael
3.6.4.2 Anna
3.6.4.3 Andy
3.6.4.4 Robin
3.6.4.5 Julius
3.6.4.6 Juliane
3.6.4.7 Zusammenfassung der Interviews
3.7 Nachstudie
Zusammenfassung
Kindliche Rezeptionsfähigkeiten
Grundschulspezifische Rezeptionsmethodik
Ausblick
Literaturverzeichnis

