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Anmerkungen zu Entstehung, Zweck und Benutzung des Wörterbuchs

 

Entstehung
Das vorliegende Nachschlagewerk entstand im Rahmen der Zulassungsarbeit zum  Ersten Staatsexamen von Dipl.-Berufspäd. (Univ.) Peter Seubert. Die Arbeit wurde von StR Robert Geiger betreut und unter der Mithilfe von Steffi Klein in die vorliegende Form gebracht.

Zweck
Die Bereitstellung und der Transfer von Wissen sind die Grundlagen des wissenschaftlichen Fortschritts. Um Zeit und Mittel effizient zu nutzen zu können, ist es notwendig, jederzeit Zugriff auf bereits erbrachte und gesicherte Forschungsergebnisse zu haben.
Im Zuge der Bildungszusammenarbeit und zunehmenden Europäisierung treten sowohl in der vergleichenden Pädagogik als auch bei Veröffentlichungen aus anderen Bereichen der Pädagogik immer wieder Schwierigkeiten bei der Übersetzung von Fachtermini auf. Diese Probleme entstehen einerseits aus den unterschiedlichen Möglichkeiten bei der Wortbildung oder verschiedenen Satzstrukturen. Gerade in der deutschen Sprache ist es möglich, durch einen hohen Grad an Prämodifikation und die Zusammensetzung von Substantiven eine enorme Fülle an Information durch wenige Worte auszudrücken.  Versucht man nun, diese Inhalte in die englische Sprache zu übertragen,  so stößt man mithin auf große Schwierigkeiten. Bei einer wörtlichen Übersetzung würde man, aufgrund der verschiedenen Konnotationen und den oft ungleichen Gebrauch der Begriffe, Missverständnisse schaffen. Bei einer sinngetreuen Übersetzung wirken die Sätze oft kompliziert und umständlich.
Zum größten Teil aber beruhen diese Schwierigkeiten auf der Verschiedenartigkeit der Berufsbildungssysteme (vgl. hierzu GREINERT 1998, TWINING 1999). Gerade im Bereich der vergleichenden Pädagogik die sich auf Untersuchungen innerhalb begrenzter Bildungssysteme mit all ihren Eigenheiten erstreckt, ist es schwierig, Ergebnisse auf ein anderes System zu übertragen und für dieses verwertbar zu machen.
Eine direkte Übertragung ist nur in seltenen Fällen möglich, wie das folgende Beispiel verdeutlichen soll. Das Konzept des handlungsorientierten Unterrichts bzw. der Handlungsorientierung wird häufig mit action orientation übersetzt. Diese Übersetzung macht für den Englisch sprechenden Leser jedoch nur Sinn, wenn die Bestimmungsgrößen, die diesem Konzept in der Arbeits- und Berufspädagogik des deutschsprachigen Raums zugrunde liegen, auch dargestellt und mit übersetzt werden.
In dieser Arbeit wird nun versucht, für eine Reihe von Begriffen aus der Arbeits- und Berufspädagogik, geeignete Übersetzungen zu finden und diese mit Verwendungsbeispielen zu belegen und erläutern.

Benutzungshinweise
In Fällen, bei denen sich keine lexikalische Entsprechung für das deutsche Wort finden läßt, handelt es sich bei den angegebenen Übersetzungen um sinngetreue Übertragungen.
In der linken Spalte steht der deutsche Begriff fettgedruckt in der Schriftart Arial. In der  rechten Spalte steht dessen englische Übersetzung ebenfalls fettgedruckt in Arial. In einigen Fällen konnten Beispielsätze gefunden werden. Diese sind in
Times New Roman gehalten. Der übersetzte Begriff erscheint darin ebenfalls fettgedruckt. In anderen Fällen wurden zum besseren Verständnis englische Umschreibungen bzw. Erklärungen zu verschiedenen Begriffen angemerkt. Diese wurden aus den zitierten Quellen übernommen.
 

Anwendungsbezug relevance for application
The action orientation and relevance for application of the qualifications to be transferred (skills, abilities, knowledge and extrafunctional qualifications) must be ensured and must make a contribution toward income-oriented employment. (DIEHL 1999 S. 233)

Erscheint im Satz unter der Übersetzung das übersetzte Wort nicht, so handelt es sich dabei um eine Definition oder Umschreibung des übersetzten Wortes.
 
Methodenkompetenz methodical competence
This includes the methodical competence as the ability to convert existing skills and knowledge in the working process and the social competence as the ability to communicate, to work in teams, to handle clients.
(RADDATZ 1999, S. 72)

Ability to react in a systemative and fitting manner to any difficulties and to be able to apply the experience gained in a meaningful way to other problems encountered in the work. (KÄMÄRÄINEN, STREUMER in CEDEFOP 1998, S.161)

methodological competence
(DIEHL 1999, S. 251 ff.)