Pressemitteilung 1 /2012


schrumpfendes HOLZ, wachsendes EISEN"

eine Restaurierungsausstellung über das KUR-Projekt „Massenfunde in archäologischen Sammlungen“

gefördert im KUR-Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut
  
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27. Jan. – 06. Mai 2012
 

Archäologisches Holz und Eisen gehören zu den am schwierigsten zu konservierenden Materialien: Während sie im Boden mitunter Jahrtausende überdauert haben, beginnen sie häufig sofort nach der Bergung zu zerfallen. Holz schrumpft und zerreißt, wenn es unkontrolliert getrocknet wird, Eisen zerbirst quasi in Zeitlupe durch die neu beginnende voluminöse Korrosion in seinem Innern. Besonders bei großen Fundmengen sind also schnelle konservatorische Maßnahmen erforderlich.

Diese besondere Problematik wurde im Rahmen des Forschungsprogramms KUR von der Archäologischen Staatssammlung München in Zusammenarbeit mit dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz und anderen Projektpartnern untersucht. KUR ist das Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut, eine Projektreihe, die von der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder ins Leben gerufen worden ist. Im Rahmen des 3-jährigen Projektes „Massenfunde in archäologischen Sammlungen“ wurden einige der derzeit gängigsten Holz- und Eisenkonservierungsmethoden ausgewählt und miteinander verglichen.

Die Ausstellung „schrumpfendes Holz, wachsendes Eisen“ stellt nun erstmalig die Problematik um die archäologischen Materialien Holz und Eisen sowie die verschiedenen Lösungsansätze, die im Projekt behandelt wurden, auch für Laien verständlich vor. Dabei werden nicht nur gut konservierte Objekte zu sehen sein, sondern gezielt auch Stücke gezeigt, die weniger unter dem Zahn der Zeit als eher unter mangelhafter Lagerung gelitten haben. Neben den archäologischen Funden sind ebenso Pulverproben und Holzprobekörper ausgestellt, die in den Experimenten untersucht wurden. Sie erzählen aus dem Projektalltag und beleuchten die anspruchsvolle naturwissenschaftliche Seite der Restaurierung.
Vom 13. Juni bis 16. September 2012 wird die Ausstellung am Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz gezeigt.


ÖFFNUNGSZEITEN

Di. – Sa. 9:30 – 17:00 Uhr, So 10:00 – 18:00 Uhr
Geschlossen am 21. Feb., 06. Apr. und 1. Mai 2012

Der Eintritt beträgt 2 €, erm. 1 € inkl. Dauerausstellung, bei Besuch der „Im Licht des Südens“-Ausstellung ist der Eintritt inbegriffen.


FÜHRUNGEN

Kostenlose öffentliche Führungen durch Restauratoren der Archäologischen Staatssammlung finden am 5. Feb., 4. März, 1. und 29. Apr. 2012 um 11:30 Uhr und jeden Donnerstag um 14:00 Uhr statt; für Schulklassen in Zusammenarbeit mit dem MPZ (Buchung unter 089 / 1213-2323 od. -2324). Gruppenführungen und weitere Führungen unter der Woche auf Anfrage.

Im Anschluss an die Donnerstagsführungen am 8. März und 26. Apr. 2012 findet ein Rundgang durch die Restaurierungsabteilung statt (Teilnehmerzahl begrenzt). Um Voranmeldung unter 089 / 21124-468 wird gebeten.


KONTAKT

Archäologische Staatssammlung München
Lerchenfeldstraße 2
80538 München
Tel. +49-(0)89-21124-468, Fax +49-(0)89-21124-401
Email: asm@extern.lrz-muenchen.de
Internet: www.archaeologie-bayern.de
Projektwebseite: www.rgzm.de/kur













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Presse-Fotos zur Ausstellung
"schrumpfendes HOLZ, wachsendes EISEN"

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Plakat zur Ausstellung "schrumpfendes Holz, wachsendes Eisen"
Foto/©: Archäologische Staatssammlung München


Die hallstattzeitliche Kylix aus Uffing a. Staffelsee, Bayern (li.) konnte bei ihrer Auffindung im 19. Jh. noch nicht konserviert werden und ist entsprechend geschädigt – rechts zeigt eine Rekonstruktion  den Fundzustand.
Foto/©: C. Schmidt, Privatsammlung München
Besonders Chloridkorrosion kann massive Schäden an Eisenobjekten verursachen, wie z.B. an dieser eigentlich bereits restaurierten frühmittlelalterlichen Lanzenspitze aus Burgheim, Bayern.
Foto/©: S. Gußmann, Archäologische Staatssammlung München
Ein Blick ins Restaurierungslabor.
Foto/©: C. Mazzola, Archäologische Staatssammlung München