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Ausgewählte Forschungsprojekte
der Archäologischen Staatssammlung



I.  Archäologisch naturwissenschaftliche Forschungsprojekte

1.  "Synopse von Mössbauerspektroskopie, Neutronenaktivierungsanalyse, Röntgenanalyse und Dünnschliffmikroskopie am Beispiel keltischer Keramik"
(R. Gebhard)


Das Forschungsprojekt wurde in den Jahren 1992-1995 und 1997-1998 in Zusammenarbeit mit dem Physikdepartment an der Technischen Universität München durchgeführt und durch das Bundesministerium für Forschung und Technologie sowie den "Bund der Freunde der Technischen Universität München" gefördert.
Ziel war es, den Umfang des Warenexports der großen Keltenstadt von Manching bei Ingolstadt am Beispiel der dort produzierten Keramik zu untersuchen.
Bisher konnten im Rahmen dieser Forschung mehr als 900 Keramikobjekte analysiert werden.
www.physik.tu-muenchen.de/archaeometry


2.  "Das archäologische Gold in Bayern, Böhmen und Mähren - Metallurgie und Herkunft"
(R. Gebhard,  U. Steffgen,  B. Ziegaus)


Das 1992-1995 von der Volkswagenstiftung geförderte Forschungsprojekt wurde gemeinsam mit dem Lehrstuhl für angewandte Mineralogie und Geochemie an der Technischen Universität München und einer Arbeitsgruppe von Wissenschaftlern aus der Tschechischen Republik durchgeführt.
Die Untersuchungen konzentrierten sich auf sechs Arbeitsbereiche:
  • Die Herkunft des Goldes mit der Lokalisierung primärer und sekundärer Lagerstätten und die Datierung feststellbarer Abbauspuren.

  • Der Nachweis von vorgeschichtlichen goldverarbeitenden Werkstätten und ihr Bezug zum Siedlungsbild.

  • Die Rekonstruktion des Prägevorganges bei keltischen Goldmünzen.

  • Die Formenkunde, Datierung und regionale Verbreitung der vorgeschichtlichen Goldgegenstände im Untersuchungssgebiet.

  • Die historischen und wirtschaftlichen Aspekte der Goldverarbeitung.
Literatur:   G. Lehrberger/J. Fridrich/R. Gebhard/J. Hrala (Hrsg.), Das archäologische Gold in Bayern, Böhmen und Mähren. Památky arch. Suppl. 7 (Prag 1997).
www.geo.tum.de


3.  "Gießerei in der Bronzezeit - Rekonstruktion der Technik und Untersuchungen der wechselseitigen Abhängigkeit von technischem Wissen und Gestaltung der Objekte"
(R. Gebhard,  U. Steffgen)


Das interdisziplinäre Projekt in Zusammenarbeit mit dem Gießerei-Instituts der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen wurde von der Volkswagen-Stiftung gefördert und in den Jahren 1997 - 2000 durchgeführt.
Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, ob die über mehrere Jahrhunderte hinweg zu verfolgenden formalen Veränderungen bronzezeitlicher Waffen und Werkzeuge nur auf den Wunsch nach funktionaler Optimierung zurückgehen oder ob hier nicht herstellungstechnische Verbesserungen im Vordergrund standen.
Damit bieten sich nicht nur neue Ansätze zur Beurteilung typologischer Fragen. Die Klärung der technischen Rahmenbedingungen erschließt auch wichtige wirtschaftshistorische Bereiche der Bronzezeit.

Literatur:   U. Steffgen/M. Wirth, Eine Bronzene Gussform für Lappenbeile vom Bullenheimer Berg/Mainfranken. Archäologische und technische Untersuchungen zur endbronzezeitlichen Beilproduktion.   In: DEDICATIO. Hermann Dannheimer zum
70. Geburtstag. Kat. Prähist. Staatsslg. Beih. 5 (Kallmünz/Opf. 1999) 35 - 56.
www.gi.rwth-aachen.de


4.  "Erforschung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Glasfunde aus Nordbayern."

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Keltische Keramik
Manching, Lkr. Pfaffenhofen a.d. Ilm
Goldfund Sontheim
Goldener Münzschatzfund von Sontheim,
Lkr. Unterallgäu