Aktuell
 Frühere
     Bajuwaren
     Kelten
     Römer
     Über die Alpen
     Gold
     Die Welt von Byzanz
     Botschaften aus der
   Antike
     Herculaneum
     Welterbe Limes
     Luxus & Dekadenz
     Karfunkelstein
   und Seide
     Menschen und Dinge
 
Die letzten Stunden von HERCULANEUM


Sonderausstellung vom 14. Juni-1. November 2006



Highlight der Antike!
Bereits 1709, Jahrzehnte vor den Ausgrabungen in Pompeji, hatte man die nach dem Helden Hercules benannte Stadt Herculaneum entdeckt. Dort fand man in der berühmten Villa dei Papiri nicht nur einige der schönsten römischen Bronzestatuen, sondern auch eine komplette antike Bibliothek, bestehend aus zahlreichen Papyrusrollen. Trotzdem stand Herculaneum bisher immer im Schatten von Pompeji. Erst jetzt, durch neuentdeckte, prachtvolle Kunstwerke und sensationelle Erkenntnisse über den Alltag in Herculaneum, rückt die im Jahr 79 n. Chr. versunkene Vesuvstadt am Golf von Neapel wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit. „Die letzten Stunden von Herculaneum" ist die erste große Ausstellung über diese berühmte und wohlhabende Stadt der Antike, die ausserhalb Italiens gezeigt wird. Nie zuvor war Herculaneum eine eigene Ausstellung gewidmet.

Sie präsentiert erstklassige Kunstwerke wie Marmorstatuen und Bronzeskulpturen, kostbare Wandmalereien, Papiri, bunte Mosaiken, Mobiliar aus Holz oder Metall und erlesenen Goldschmuck. Die zahlreichen Funde stammen u.a. aus dem Antiquarium von Herculaneum und dem Archäologischen Nationalmuseum Neapel, das derzeit renoviert wird und daher seine kostbarsten Stücke zur Verfügung gestellt hat. Erstmalig werden auch neue Skelettfunde aus den Bootshäusern dargestellt, die die menschliche Dimension der Katastrophe deutlich werden lassen. Die italischen Leihgaben sind durch prachtvolle Werke ergänzt, die bereits im 18. und 19. Jh. von Herculaneum nach Berlin, Dresden und Bayern gelangt sind. Porzellan, Bilder und Accessoires belegen die Faszination, die die herculanischen Funde auf die Künstler Europas bis zum heutigen Tag ausüben. Eine effektvolle Ausstellungsarchitektur und zahlreiche interessante Medienstationen und Computeranimationen, die Straßenzüge und pompöse Prachtvillen rekonstruiern sowie aktuelle Forschungsergebnisse aus Vulkanologie, Anthropologie und Archäologie machen diese Ausstellung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Konzeption, die vom Römermuseum Haltern, Pergamonmuseum Berlin, Focke Museum Bremen entwickelt wurde, entstand in einer langjährigen Kooperation mit der obersten Denkmalbehörde von Pompeji und dem Archäologischen Nationalmuseum Neapel.