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    Faustkeil, Fibel, Frömmigkeit - Spurensuche im alten Bayern      
Saal 1: Steinzeit (120 000 bis 2300 v. Chr.)
Über die ersten Menschen Bayerns geben uns die Hinterlassenschaften aus der Steinzeit Auskunft. In der Altsteinzeit (120 000 bis 80 000 v. Chr.) ist das Leben noch von den Bedingungen der Eiszeit geprägt. Zeugnisse hierfür sind Werkzeuge und Geräte aus Knochen oder Stein. Von magischen Vorstellungen geleitet, hinterließen Jäger und Sammler auch Darstellungen der von ihnen erlebten Umwelt. Der grobe Faustkeil steht am Beginn der langen Entwicklung, Gerät aus Stein herzustellen. In der mittleren Steinzeit (8000 bis 5500 v. Chr.) änderten sich die Jagd- und Lebensbedingungen der Menschen, und die Steingeräteherstellung verfeinerte sich, wie die aus Feuerstein bestehenden messerscharfen Mikroklingen aus dieser Zeit belegen. Erst in der Jungsteinzeit (5500 bis 2300 v. Chr.) lassen die besseren klimatischen Bedingungen in Mitteleuropa kleine dörfliche Gemeinschaften entstehen. Mit Ackerbau und Viehzucht beschaffen sie sich Lebensmittel neben der Jagd und betreiben Vorratshaltung. Die neue Lebensweise bringt zahlreiche Erfindungen mit sich. Dazu gehören geformte Gefäße aus Ton, Geflecht oder Holz, Pflug und Sichel sowie geschliffene Steinwerkzeuge wie Äxte und Beile.
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Steinzeitlicher Zeremonienstab
Steinzeitlicher Zeremonienstab, Mittl. Klausenhöhle bei Neuessing, Lkr.Kelheim