3D-Anaglyphenlogo

Bild 6: Zelt mit der Datenerfassung für den Profilmast

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Aufnahmedatum: 9.8.1998          Fotos und Bildbearbeitung: M. Weber, KfG (C) 1999

Die 3D-Aufnahme zeigt die Datenerfassung und den Steuercomputer der Profilanlage PS89. Die empfindliche Elektronik ist zu groß, als daß man sie in einer schützenden Kiste hätte unterbringen können. Deshalb wurden einfache Igluzelte zur Unterbringung der Datenerfassung aufgestellt, die sehr gut ihren Zweck erfüllten. Sie boten nicht nur einen beschränkten Schutz gegen Wind und Wetter, sondern insbesondere vor der extremen Sonnenstrahlung. Problematisch ist jedoch, daß im geschützen Bereich des Zeltes die Ablation praktisch unterbunden wird. Es bildet sich binnen weniger Tage ein hoher Eissockel ähnlich einem Gletschertisch, auf dem die Geräte zunehmend schwieriger fixiert werden können. Es besteht die Gefahr, daß nach wenigen Tagen Kisten und Apparaturen umkippen.

Im Zelt ist ein schwerer Datenlogger der Firma Phillips zu erkennen, der seine Daten an einen gewöhnlichen PC  (auf der Datenerfassung) zur Weiterverarbeitung und Speicherung über gibt. Sämtliche Analogsignale der Meßfühler am Profil- und Strahlungsmast werden über 50 m lange Kabel zu dieser Datenerfassung geführt, dort mit einer Scanrate von 25 s digitalisiert und im Minutentakt auf dem PC aufgezeichnet. Mittels einem speziellen Programm, das  am Meteorologischen Institut der Universität München entwickelt wurde, kann sowohl aktuell die Qualität der Meßdaten überprüft als auch die der Aufzeichnungen des vergangenen Meßzeitraums überwacht werden. Einmal täglich mußte die Messung für ca. 10 Minuten unterbrochen werden, um eine Datensicherung auf einem externen Backupmedium durchzuführen. Die anfallende Datenmenge betrug etwa ein Megabyte pro Meßtag.