Paul
Ritter von Groth 1843 - 1927
Paul Groth wurde am 23. Juni 1843 geboren.
Vom Herbst 1862 bis Ende 1864 studierte er an der Bergakademie Freiberg.
Danach besuchte er die Polytechnische Hochschule Dresden
Ab 1865 setzte er dann sein Studium in Berlin fort, wo er am 1. Mai
1868 promovierte.
Bis 1870 war er Assistent am physikalischen Institut bei A. Magnus,
Mitarbeiter am Normaleichungsamt und Schriftführer in der Physikalischen
Gesellschaft
Das Angebot einer Dozentur für Petrographie an der BA Berlin unter
Hauchecorne lehnte er ab.
1870 habilitierte er sich mit einer Probevorlesung zum Thema Zusammenhang
zwischen Kristallform und chemischer Konstitution.
1871 erhielt er eine Dozentur für Mineralogie an der BA Berlin
unter Berücksichtigung der allgemeinen Geologie und speziell der Lagerstättenlehre.
Damit entstand unter Groth das erste Mineralogische Institut in Deutschland.
1871 erhielt Paul Groth einen Ruf nach Straßburg, den er annahm.
Seine Lehre war stark physikalisch- kristallografisch orientiert, er
hatte nur wenige Hörer
Er nahm persönlich an der geologischen Landesaufnahme teil, wobei
sein besonderes Interesse dem Bergbaugebiet von Markirch galt
Am 11.11. 1882 war der Inhaber des Münchner Lehrstuhls F. v. Kobell
gestorben, im Frühjahr 1883 erhielt Paul Groth den Ruf nach München,
den er im Herbst 1883 annahm. Im Laufe seiner dortigen Tätigkeit machte
er das Münchner Institut und die Münchner Sammlung zu weltweit
berühmten Institutionen.
Erst 1923 (80-jährig!) ließ er sich auf Anraten seines Arztes
von den Vorlesungen entbinden.
Am 2. Dezember 1927 starb Paul Groth im Alter von 84 Jahren