Gesellschaft der Muenchner Landeshistoriker e.V.

Aktuelles

Als Mitglied der Gesellschaft der Münchner Landeshistoriker erhalten Sie regelmäßig aktuelle Informationen über die wissenschaftliche Arbeit am Institut für Bayerische Geschichte in Form eines Info-Hefts.

Aus den Info-Heften:

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Verleihung der Michael-Doeberl-Preise

Den Michael-Doeberl-Preis 2011 haben erhalten:

Herr Tassilo Hornschild für seine Magisterarbeit: "Bayerisch-venezianische Beziehungen unter der Herrschaft Max III. Joseph (1745-1777). Vor dem Hintergrund der außenpolitischen Entwicklungen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts"(Abstract);

Herr Thomas Jehle für seine Magisterarbeit: "Die außenpolitische Instrumentalisierung der Olympischen Winterspiele von 1936: Garmisch-Partenkirchen als Bühne der Außendarstellung" (Abstract).

Herr Stefan Pongratz für seine Dissertation: "Tagebuch eines adeligen Fürstendieners. Die Schreibkalender des Grafen Johann Maximilian IV. Emanuel von Preysing-Hohenaschau (1687-1764)" (Abstract).

Die beiden Magisterarbeiten wurden mit je 750,- Euro dotiert, die Dissertation mit 1.000,- Euro. Die Mittel stammen aus der Mooseder-Stiftung, der Eginhard- und Franziska-Jungmann-Stiftung und aus einer Spende von Herrn Dr. Otto Helwig

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Nachrichten:

  • Am 5. Oktober 2011 haben die Professorinnen und Professoren für Landesgeschichte an den bayerischen Universitäten mit Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch ein Gespräch über Fragen der Forschungsförderung geführt.
     
  • Gemeinsam mit der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen und dem Museumspädagogischen Zentrum hat das Institut für Bayerische Geschichte die Bayerische Museumsakademie ins Leben gerufen, deren Auftaktveranstaltung vom 15.-17. Oktober 2011 in München stattfand. Ziel ist es, Museumspraktiker, fortgeschrittene Studierende und an der Museumsarbeit interessierte Lehrer entsprechend zu qualifizieren. Die Dozenten kommen aus der Museumsarbeit im deutschsprachigen Raum. Für Studierende soll durch praxisbezogene Elemente ein mögliches Berufsfeld erschlossen werden. Staatsminister Dr. Spaenle hat die Auftaktveranstaltung eröffnet.
     
  • Am 2. Dezember 2011 führt eine Tages-Exkursion zum Staatlichen Textil- und Industriemuseum nach Augsburg. Der Direktor Dr. Karl Murr erläutert Konzept und Arbeit des Museums.
     
  • Am 15. Dezember 2011 wird Herr Matthias Berg von der Humboldt-Universität Berlin im Forschungskolloquium am Institut für Bayerische Geschichte Ergebnisse seiner Forschungen über "Karl Alexander von Müller und seine Schüler" zur Diskussion stellen.
     
  • Vom 19.-21. Januar 2012 unternimmt das Institut eine Exkursion mit Doktoranden und Examenskandidaten nach Wien. Ziel ist, wichtige Forschungseinrichtungen und -projekte kennenzulernen.
     
  • Im Jahr 2012 werden die zehn Folgen der Sendereihe "Das bayerische Jahrtausend" im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt werden. Die Fachberatung hatten Prof. Dr. Hans-Michael Körner und Dr. Katharina Weigand inne.
     
  • Im Frühjahr 2012 referieren Prof. Dr. Hans-Michael Körner und Dr. Katharina Weigand über König Ludwig I. bei der Schwabenakademie in Irsee (30.3.-1.4.) sowie bei der Hanns-Seidel-Stiftung in Banz (13.-15.4.) und in Wildbad Kreuth (8.-10.6.).
     
  • Das in Infoheft Nr. 2/2009 im Interview mit der Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, Dr. Gabriele Hammermann, erwähnte Gedenkbuch, das die bekannten Daten aller im Konzentrationslager Dachau umgekommenen Häftlinge enthält, ist inzwischen in einer ersten Auflage von 180 Stück erschienen. In München wird es u.a. in der Bayerischen Staatsbibliothek, der Universitätsbibliothek und der Bibliothek des Instituts für Zeitgeschichte einsehbar sein.
     
  • Am 11. Februar 2011 hat das Institut eine eintägige Exkursion ins Inntal mit den Stationen Kufstein, Rott am Inn und Wasserburg am Inn unternommen.
     
  • Am 14. März 2011 stellte Staatsminister Wolfgang Heubisch in Anwesenheit des Präsidenten der LMU Prof. Bernd Huber im Institut die ersten beiden Bände der bayerischen Ministerratsprotokolle für die Jahre der Weimarer Republik vor. Johannes Merz und Wolfgang Ehberger haben den Band über das erste Kabinett von Ministerpräsident Johannes Hofmann (1919) und Walter Ziegler über das letzte Kabinett von Ministerpräsident Heinrich Held (1932/33) erarbeitet. Herr Ehberger setzt die Arbeit über das Kabinett Hofmann II fort.
     
  • Am 19. Mai 2011 hat Prof. Christian Windler von der Universität Bern im Forschungskolloquium des Instituts seine Arbeiten über Außenbeziehungen unter dem Thema "Lokaler Katholizismus und translokale Verflechtung. Zur Entstehung nachtridentinischer Frömmigkeitskulturen im schweizerischen Raum (ca. 1560-1700)" zur Diskussion gestellt.
     
  • Am 24. Mai 2011 stellte Dr. Johann Kirchinger das von ihm herausgegebene Buch "Georg Eisenberger, Mein Leben für die Bauern. Erinnerungen eines Bauernführers" vor. Anschließend las der Schauspieler Andreas Borcherding aus Texten von Eisenberger und Ludwig Thoma. Das Buch ist als Band 5 der von der GML finanzierten Reihe "Quellentexte zur bayerischen Geschichte" erschienen. Soweit die Mitglieder es noch nicht abgeholt haben, erhalten sie es demnächst als Jahresgabe zugesandt.
     
  • Am 27. Mai 2011 hat das Institut eine Exkursion zur Ausstellung "Götterdämmerung" über König Ludwig II. unternommen. Außerdem wurden die überkommenen Teile der Industrieanlagen in Kolbermoor und der Wallfahrtsort Tuntenhausen besucht.
     
  • Unter Anleitung von Dr. Josef Kirmeier haben Studierende des Instituts eine Ausstellung über Olympiasieger aus Bayern erarbeitet, die Staatsminister Wolfgang Heubisch am 11. April 2011 in Anwesenheit zahlreicher Olympiasieger im Museum von Markus Wasmeier in Schliersee eröffnet hat.
     
  • In der Reihe der Besuche von europäischer Forschungsinfrastruktur werden die Doktoranden und Examenskandidaten im Januar 2012 in London u.a. die National Archives, das Deutsche Historische Institut und die London School of Economics kennenlernen.
     
  • Im April 2011 wurde das von der Bosch-Stiftung geförderte Projekt "Die letzten und die ersten Tage" über den Einmarsch der Amerikaner 1945 abgeschlossen. Auf Anraten des Kultusministeriums wurden die von Schülern, Lehrern und Professoren erarbeiteten Projektbroschüren allen bayerischen Realschulen und Gymnasien zur Verfügung gestellt. www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/20122.asp
     
  • Dr. Martin Ott hat im April 2011 mit Studierenden eine 10tägige Exkursion nach Schottland unternommen. Im Rahmen einer vergleichenden europäischen Landes- und Regionalgeschichte wurden unter anderem Einrichtungen der schottischen Geschichtskultur wie das "National Museum of Scotland" in Edinburgh besucht.
     
  • Prof. Dr. Hans-Michael Körner und Dr. Katharina Weigand führten am 6./7. Mai 2011 in Forchheim aus Anlass des 100. Gründungsjubiläums des dortigen Pfalzmuseums eine Seminarveranstaltung zum Thema "Die Prinzregentenzeit" durch.
     
  • Die Berchtesgadener Gespräche, zu denen S.K.H. Herzog Franz von Bayern einlädt, widmen sich in diesem Jahr (16./17.9.2011) der Frage "Wozu Bildung - Bildung wozu?". Materiell von der Karl Graf Spreti Stiftung unterstützt, liegt die Moderation der Gespräche bei Prof. Dr. Hans-Michael Körner und Prof. Dr. Albert Scharf. Weitere Infos unter: Katharina.Weigand@ lrz.uni-muenchen.de
     
  • Das "Münchner Kontaktstudium Geschichte", die Lehrerfortbildung des Historischen Seminars der LMU, findet in diesem Jahr zum 15. Mal statt, vom 21. bis 23. September 2011. Prof. Dr. Hans-Georg Hermann von der Juristischen Fakultät der LMU hat das Programm unter dem Schwerpunkt der Rechtsgeschichte konzipiert.
     
  • Der Heinrich-von-Leveling-Preis der Forschungsstiftung Bayerische Geschichte wurde am 14. Juni 2010 an Dr. Michael Unger im Ludwig-Erhard-Saal des Bayerischen Wirtschaftsministeriums von Staatssekretärin Katja Hessel überreicht. Herr Unger, der inzwischen in der Generaldirektion der Staatlichen Archive tätig ist, wurde für seine Dissertation "Das bayerische Staatsministerium für Handel, Industrie und Gewerbe. Organisation, Personal und Mittelstandspolitik des Wirtschaftsressorts 1919-1933 (Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte 137), München 2009" ausgezeichnet.
     
  • Vor zahlreichen geladenen Gästen hielt Prof. Alois Schmid am 21. Juli 2010 seine Abschiedsvorlesung über "Das Stifterrelief Ludwigs des Bayern aus dem Alten Hof in München". Herr Schmid ist zum 1. Oktober vom aktiven Dienst an der LMU ausgeschieden und in den Ruhestand getreten.
     
  • Der Lehrstuhl für Bayerische Geschichte und Vergleichende Landesgeschichte mit besonderer Berücksichtigung des Mittelalters (Nachfolge Prof. A. Schmid) wird derzeit wieder besetzt. Ende Juli haben sechs Bewerberinnen und Bewerber Vorträge gehalten. Nach Eingang auswärtiger Gutachten hat die Berufungskommission inzwischen einstimmig eine Liste beschlossen, die den Universitätsgremien zur Entscheidung vorgelegt wird.
     
  • Mit rund 400 Gästen, darunter Altoberbürgermeister Hans-Jochen Vogel, Staatsminister Siegfried Schneider und den Olympiasiegern Heide Ecker-Rosendahl, Klaus Wolfermann und Janis Lusis konnte am 7. Oktober die Ausstellung "München 72" über die Olympischen Spiele bei den Institutsnachbarn im Foyer von Boston Consulting eröffnet werden. Die Ausstellung wurde vom Haus der Bayerischen Geschichte und dem Institut für Bayerische Geschichte mit Studierenden konzipiert und gestaltet. Sie ist bis zum 12. Dezember, täglich von 10-18 Uhr in der Ludwigstraße 14, im Ausstellungsraum des Hauptstaatsarchives zu sehen. Ziel des von Projektes war, Studierende an die praktische Arbeit der Ausstellungsmacher heranzuführen.
     
  • Dr. Britta Kägler, bis März 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Bayerische Geschichte und nunmehr am DHI in Rom tätig, hat am 15. Oktober 2010 den Forschungspreis des Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine verliehen bekommen. Ausgezeichnet wurde ihre Dissertation über "Frauen am Münchner Hof 1651-1756", die in den Münchner Historischen Studien gedruckt werden wird.
     
  • Mit dem Besuch von Schülern im Amerikahaus wurde am 28. Oktober 2010 das von der Bosch-Stiftung geförderte Projekt "Die letzten und die ersten Tage" zur amerikanischen Besatzung in Bayern zum Abschluss gebracht. Die Institutsabsolventen und Gymnasiallehrer Dr. Ulrike Natzer, Dr. Sylvia Wimmer und Dr. Bettina Scherbaum haben das Projekt mit ihren Klassen ganz wesentlich unterstützt. Wegen der im G8 anlaufenden P-Seminare wurde das Projekt auch für das Internet aufbereitet. www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/20122.asp. Begleitbroschüren sind am Institut erhältlich.
     
  • Dr. Hannelore Putz und Dr. Rainald Becker haben im Sommersemester 2010 ihre Habilitationsverfahren mit Erfolg abgeschlossen. Frau Putz hat eine Habilschrift zum Thema "König Ludwig I. von Bayern als Bauherr und Kunstsammler. Monarchisches Mäzenatentum zwischen kunstpolitischem Impuls und ästhetischem Vergnügen im Spannungsfeld des Frühkonstitutionalismus" vorgelegt. Die Habilschrift von Herrn Becker beschäftigt sich mit "Nordamerika aus süddeutscher Perspektive. Deutungen der Neuen Welt in der gelehrten Kommunikation des 18. Jahrhunderts." Frau Putz hat für das SS 2010/11 an der Universität Regensburg einen Lehrauftrag erhalten.
     
  • Am 16. Oktober 2010 hat das Institut in Verbindung mit dem Gesamtverein der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine in der Katholischen Akademie in München eine Tagung zum Thema "Landesgeschichte und Regionen in Europa. Ziele - Akteure - Institutionen" durchgeführt. Kolleginnen und Kollegen aus der Schweiz, Polen, Spanien, Italien, Skandinavien, Frankreich und Österreich berichteten über Tendenzen landes- und regionalgeschichtlicher Forschung in ihren Ländern.
     
  • Am 25.11.2010 hielt Dr. Gerhard Neumeier auf Einladung der GML einen Vortrag über "Die Aktivitäten des Staatssicherheitsdienstes der DDR in Bayern 1950-1989". Gerhard Neumeier war mehrere Jahre als Mitarbeiter an der Birthler-Behörde tätig.
     
  • Das Ober- und Doktorandenseminar des Instituts wird vom 20.-22.1.2011 einen Arbeitsbesuch in Florenz machen und dort unter anderem das Europäische Hochschulinstitut, das Archiv der Europäischen Union und das Kunsthistorische Institut Florenz kennenlernen.
     
  • Vom 12.-14.10.2010 fand das Symposium "Es war einmal ein Märchenkönig" statt, das die Teilnehmer des Hauptseminars von Prof. Dr. Hans-Michael Körner ("König Ludwig II. von Bayern", Sommersemester 2010) in eigener Regie veranstalteten. Die Publikumsresonanz war erstaunlich gut; vielfach wurde der Wunsch nach Drucklegung der 21 Beiträge geäußert.
     
  • Die Karl Graf Spreti Stiftung veranstaltete am 4.11.2010 einen Vortrag im Internationalen Begegnungszentrum der Wissenschaft (München, Amalienstr. 38): Botschafter a.D. Dr. Claas Knoop sprach zum Thema "Ende oder Wandel der klassischen Diplomatie? Die Entwicklung eines Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) nach dem Vertrag von Lissabon".
     
  • Am 15. April hat Ministerpräsident Seehofer das Institut für Bayerische Geschichte besucht und ein ausführliches Gespräch mit den Landeshistorikern der bayerischen Universitäten geführt. Gegenstand des Gespräches waren u.a. die Bedeutung der Landesgeschichte und der entsprechend gewidmeten Professuren für den Freistaat, das geplante Museum für Bayerische Geschichte, Fragen der Forschungsförderung für die Landesgeschichte und Probleme, die sich aus BA-Reformen und weitergehender Autonomie der Universitäten entwickeln.

Personalia:

  • Prof. Dr. Dieter Weiß hat seit dem 1. Oktober 2011 in Nachfolge von Prof. Alois Schmid den Lehrstuhl für Bayerische Geschichte und vergleichende Landesgeschichte mit besonderer Berücksichtigung des Mittelalters inne.
     
  • Dr. Martin Ott wurde nach dem erfolgreichen Abschluß der Habilitation im Sommersemester 2011 zum Privatdozenten ernannt und ist nun akademischer Oberrat auf Zeit.
     
  • Dr. Rainald Becker vertritt im WS 2011/12 die Professur für Landesgeschichte an der Universität Bayreuth.
     
  • Dr. Hannelore Putz hat für 2011/2012 ein Stipendium für den exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs (LMU) erhalten.
     
  • Prof. Johannes Merz, Direktor von Archiv und Bibliothek der Diözese Würzburg, wurde zum Wintersemester 2011 von München an die Universität Würzburg umhabilitiert und wird künftig dort lehren.
     
  • Johann Bertl M.A. hat für seine 2011 abgeschlossene Dissertation "Vom korporativen zum marktwirtschaftlichen Denken. Der ‚Mittelstand' in der bayerischen Wirtschaftspolitik zwischen 1947 und 1974" einen "Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft" von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft erhalten. Er zeigt in seiner Arbeit, wie in Bayern mit Hilfe der christlichen Gesellschaftslehre eine neue, über den Freistaat hinaus wirkende Legitimation für den Mittelstand in der Sozialen Marktwirtschaft entwickelt wurde.
     
  • Dr. Klaus Rose, Absolvent des Instituts, Mitglied der GML, Bundestagsabgeordneter und parlamentarischer Staatssekretär a.D. wurde am 15. Oktober 2011 mit der Ehrenbürgerwürde in Vilshofen ausgezeichnet.
     
  • Dr. Adalbert Weiß, neuer Ministerialdirektor des Wissenschaftsministeriums, wird künftig im Kuratorium des Instituts für Bayerische Geschichte mitwirken.
     
  • Zum 1. April 2011 wurde Bernhard Löffler zum Professor für bayerische Landesgeschichte an der Universität Regensburg berufen. Seine bisherige akademische Laufbahn hat den neuen Lehrstuhlinhaber von außen her, von der allgemeinen Geschichte mit Schwerpunkten auf der neueren, neuesten und Zeitgeschichte in die Landesgeschichte geführt oder besser zurückgeführt. Löffler hat 1994 bei Dieter Albrecht an der Universität Regensburg mit einer Arbeit zu Zusammensetzung, Struktur und Politik der bayerischen Kammer der Reichsräte 1849 bis 1918 promoviert und davon ausgehend einen Arbeitsschwerpunkt auf der Adels-, Parlaments- und Verfassungsgeschichte des 19. Jahrhunderts ausgebildet. Im Jahr 2001 erfolgte die Habilitation an der Universität Passau, nun mit einem außerbayerischen institutionen- und wirtschaftshistorischen Thema. Der Titel der 2002 erschienenen Arbeit lautete: "Soziale Marktwirtschaft und administrative Praxis. Das Bundeswirtschaftsministerium unter Ludwig Erhard 1949-1963". Bis heute beschäftigen Löffler Fragestellungen in diesem thematischen Umfeld, das er methodisch als eine Kombination der politischen Kulturgeschichte, neuerer institutionenhistorischer Ansätze und einer revitalisierten Art von Historisch-Politischer Ökonomie versteht. Zu nennen sind etwa vergleichende Studien zur europäischen Währungskultur oder zu den Wechselwirkungen von Religion, Ökonomie und liberalem Markt vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Praktiziert hat Löffler seine Arbeiten dabei unter anderem als Stipendiat des Historischen Kollegs München sowie während längerer Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Magdeburg, München und Bonn.

    Vor diesem Erfahrungshintergrund definiert Bernhard Löffler auch ganz bewusst seine Konzeption und Akzentuierung künftiger Landesgeschichtsforschung an der Universität Regensburg. Er sieht sie als Teil eines Geflechts regionalkundlicher Disziplinen oder "area studies", wie sie an der Regensburger Universität etwa mit der Geschichte Südost- und Osteuropas bereits stark etabliert sind. In methodischer Hinsicht ist ein solcher Ansatz komparatistisch ausgerichtet und zielt auf eine vergleichende Landes- und Regionalgeschichte, die auch über Bayern hinausblickt. Landesgeschichte wird also nicht als Selbstzweck verstanden und auch nicht primär als Quelle tagespolitischer Identitätsstiftung, sondern dient vor allem dem Ziel, durch die Analyse vertiefender regionaler oder landesweiter Fallbeispiele Ansatzpunkte für strukturelle Typologisierungen und Problematisierungen sowie Referenzgrößen für vergleichende Forschungen im deutschen oder europäischen Rahmen zu gewinnen. Das heißt auch, dass es nicht um eine begrenzte staatszentrierte Politik- und Ereignisgeschichte geht, sondern um die Geschichte umfassender politischer Kulturen, landschaftlicher Mentalitäten, regionaler Identitäten und sozioökonomischer, kultureller, religiös-konfessioneller oder naturräumlicher Strukturen und Austauschprozesse jenseits der staatspolitischen Grenzen. Der inhaltliche Fokus des Lehrstuhls liegt dementsprechend auf dem Schnittfeld der Gesellschafts-, Wirtschafts-, Politik-, Institutionen- und Kulturgeschichte. Eine ausschließende zeitliche Begrenzung gibt es dabei nicht, wohl aber wird sich eine gewisse Schwerpunktsetzung auf der Zeit seit dem 18. Jahrhundert bis hin zur regionalen Zeitgeschichte herausschälen. Seinen ersten konkreten Ausdruck findet dies in einem größer angelegten Forschungsprojekt Löfflers, das auf eine thematisch ausgerichtete und problemorientierte Strukturanalyse des modernen Bayern seit 1800 zielt.


     
  • Claudia Wöllert konnte am 1. April 2011 ihr 30jähriges Dienstjubiläum am Institut begehen. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für die engagierte und zuverlässige Mitarbeit!
     
  • Dr. Claudia Friemberger hat zum 1. April 2011 nach der Elternzeit ihre Tätigkeit am Institut wieder aufgenommen.
     
  • Dr. Barbara Kink ist nach mehrjähriger Projektmitarbeit am Institut ausgeschieden und nun am Haus der Bayerischen Geschichte in Augsburg tätig.
     
  • Prof. Ferdinand Kramer wurde zum Mitherausgeber der Blätter für deutsche Landesgeschichte bestellt.
     
  • Frau Studienrätin Claudia Schemmer wird ab September 2011 Teilzeit an das Institut abgeordnet. Sie wird u.a. am Historischen Lexikon Bayerns mitarbeiten und sich mit ihrem Dissertationsvorhaben über "Internationalisierungsprozesse im ländlichen Raum in Bayern 1945-1985" weiterqualifizieren.
     
  • Der neue Intendant des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, wurde von Rektor Bernd Huber zum Mitglied des Kuratoriums des Instituts für Bayerische Geschichte bestellt.
     
  • Ministerialdirektor Dr. Friedrich-Wilhelm Rothenpieler, Mitglied im Kuratorium des Instituts, ist zum 1. Mai 2011 mit der Pensionierung aus dem aktiven Dienst im Wissenschaftsministerium ausgeschieden.
     
  • Zum 1. Januar 2011 wurde Privatdozent Dr. Dietmar Grypa zum Professor für Neuere und Neueste Geschichte, Bayerische Landesgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ernannt. Nach Studien an der Katholischen Universität in Eichstätt, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn und der Freien Universität in Berlin erwarb er den Magister-Grad mit einer Studie über die amerikanische Besatzungspolitik im Landkreis Altötting, die in der Publikationsreihe des Stadtarchivs Burghausen im Druck erschien. Im Sommer 1999 promovierte Grypa am Institut für Bayerische Geschichte mit einer von Prof. Dr. Walter Ziegler betreuten Studie über die Katholische Arbeiterbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg. Seine Habilitation erfolgte im Sommer 2005 in Eichstätt mit einer Studie über den Diplomatischen Dienst des Königreichs Preußen (1815-1866). In der Lehre wirkte Grypa seit 1995 als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Assistent und Oberassistent am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Katholischen Universität. Darüber hinaus hat er im Sommersemester 2008 den Lehrstuhl für Neuere Geschichte an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen vertreten und zwei Lehraufträge für bayerische Zeitgeschichte an der Universität Passau wahrgenommen.

    Nach langjähriger Tätigkeit für die Kommission für bayerische Landesgeschichte, in deren Rahmen Dietmar Grypa gemeinsam mit Prof. Dr. Alois Schmid Berichte der diplomatischen Vertreter des Kaiserhofs aus München an die Staatskanzlei in Wien aus dem 18. Jahrhundert edierte, wurde ihm von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zum 1. Januar 2009 die Neubearbeitung der Gesamtausgabe des Briefwechsels von Leopold von Ranke anvertraut. Dieses gemeinsam mit Prof. Dr. Gerrit Walther durchgeführte und von der DFG geförderte Projekt wird in den kommenden Jahren im Mittelpunkt der Forschungsaktivitäten der Würzburger Professur stehen.

    Neben diesen Schwerpunkt in der Wissenschaftsgeschichte des 19. Jahrhunderts sollen in den nächsten fünf Jahren zwei weitere Projekte treten. So ist für den Bereich des 20. Jahrhunderts die Auswertung der Vermögenskontrollakten der fränkischen Wiedergutmachungsbehörden geplant. Diese Akten bieten eine Fülle von Informationen zur Sozialgeschichte der NSDAP, zur Ausgrenzung und Verfolgung der Juden im Dritten Reich, zum Umgang mit der Geschichte des Nationalsozialismus nach 1945 sowie für die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Frankens. Sie sind darüber hinaus besonders gut dazu geeignet, um Studenten an die historische Quellenkritik heranzuführen. Ein Projekt zur Bildungsgeschichte des 18. Jahrhunderts wird sich mit den Klosterbibliotheken im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation beschäftigen. Als erster Band soll hier eine Studie über die Klosterbibliotheken im Fränkischen Reichskreis entstehen, die sich an eine breitere Öffentlichkeit richten wird.

    In der Lehre hat der Inhaber der Professur - deren Denomination entsprechend - nicht nur Veranstaltungen zur Bayerischen Landesgeschichte, sondern auch zur allgemeinen Geschichte der Frühen Neuzeit sowie der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts anzubieten. Einen besonderen Platz wird hier die Geschichte des Deutschen Bundes einnehmen, von dessen Gliedern jedes Semester in vergleichender landesgeschichtlicher Perspektive je ein anderer Staat im Rahmen einer mit einer Exkursion verbundenen Übung untersucht werden soll.


     
  • Dr. Josef Kirmeier, Lehrbeauftragter am Institut und bislang stellvertretender Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, wurde am 26. Oktober 2010 von Staatsminister Heubisch zum neuen Leiter des Museumspädagogischen Zentrums in München bestellt.

Publikationen:

  • Emma Mages, Kelheim. Pfleggericht und Kastenvogtgericht (Historischer Atlas von Bayern, Altbayern 63), München 2010.
     
  • Irene Reitmeier, Johann Konrad von Gemmingen. Fürstbischof von Eichstätt (1593/5-1612) (Eichstätter Studien 63), Regensburg 2010.
     
  • Hubert Glaser (Hg.), Briefwechsel Ludwig I. - Klenze, 3 Bde. vor Abschluss (im Druck)
     
  • Sarah Hadry, Historischer Atlas Bayern, Neu-Ulm (im Druck)
     
  • Alois Schmid (Hg.), Von Bayern nach Italien. Transalpiner Transfer in der Frühen Neuzeit (im Druck)
     
  • Die bayerischen Ministerratsprotokolle der Weimarer Zeit (Druck beginnt)
     
  • Stefan Dicker, Landesbewußtsein und Zeitgeschehen. Studien zur bayerischen Chronistik des 15. Jahrhunderts (Norm und Struktur 30), Köln 2009.
     
  • Wolf D. Gruner / Paul Hoser (Hg.), Wissenschaft - Bildung - Politik. Von Bayern nach Europa. Festschrift für Ludwig Hammermayer zum 80. Geburtstag (Beiträge zur deutschen und europäischen Geschichte 38), Hamburg 2008.
     
  • Stefan Hemler, Mit Schülern im Schloss Schleißheim. Möglichkeiten und Grenzen historischer Exkursionen, untersucht anhand einer Unterrichtssequenz zum Absolutismus in Bayern (Beiträge zur Gymnasialpädagogik 28), München 2009. Hans-Michael Körner, Die Wittelsbacher, München 2009.
     
  • Ferdinand Kramer (Hg.), Der Bayerische Landtag in der Verfassung von 1946 (Beiträge zum Parlamentarismus 15) München 2009. Die Publikation ist auch online zugänglich.
     
  • Ferdinand Kramer / Ellen Latzin (Hg.), Fürstenfeldbruck in der NS-Zeit. Eine Kleinstadt bei München in den Jahren 1933 bis 1945, Regensburg 2009.
     
  • Urte Krass (Hg.), Was macht die Kunst? Aus der Werkstatt der Kunstgeschichte (Münchner Kontaktstudium Geschichte 12), München 2009.
     
  • Alois Schmid (Hg.), Die Anfänge der Münchner Hofbibliothek unter Herzog Albrecht V. (ZBLG Beiheft 37), München 2009.
     
  • Alois Schmid (Hg.), Der Briefwechsel zwischen P. Matthäus Rader und Marcus Welser 1597-1614 (Quellen zur Neueren Geschichte Bayerns II/2), München 2009.
     
  • Alois Schmid (Hg.), 250 Jahre Bayerische Akademie der Wissenschaften (ZBLG 72, Heft 2), München 2009.
     
  • Katharina Weigand / Jörg Zedler (Hg.), Montgelas zwischen Wissenschaft und Politik. Krisendiagnostik, Modernisierungsbedarf und Reformpolitik in der Ära Montgelas und am Beginn des 21. Jahrhunderts, München 2009.

Termine und Projekte:

  • Die Verleihung der Michael-Doeberl-Preise 2012 findet am 8. Februar 2012 um 17 Uhr im Institut für Bayerische Geschichte statt!
     
  • 9.12.2010 Vortrag Prof. Dr. Thomas Winkelbauer: "Was ist und wie schreibt man österreichische Geschichte?" Herr Winkelbauer ist seit 2010 neuer Direktor des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung in Wien.
     
  • Im Rahmen des Zeitzeugenforums zur Bayerischen Geschichte wird am 11. Juli 2011 um 16 Uhr Herr Horst M. Teltschik zu Gast am Institut sein. Er referiert über seinen Werdegang und die internationale Positionierung Münchens und Bayerns in der jüngeren Geschichte. Herr Teltschik, Jg. 1940, war u.a. stellvertretender Leiter des Bundeskanzleramtes, Mitglied im Vorstand der BMW AG, Honorargeneralkonsul Indiens in Bayern und verantwortlich für die Münchner Sicherheitskonferenz.
     
  • Das 3. Karl Graf Spreti-Symposium findet unter dem Titel "Was die Welt im Innersten zusammenhält: gesellschaftlich-staatliche Kohäsionskräfte in der Neuzeit" am 11. und 12. Juli 2011 in der Katholischen Akademie (München) statt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Michael Körner referieren u.a. Prof. Dr. Michael Hochgeschwender, Dr. Katharina Weigand, Prof. Dr. Michael Kißener, Prof. Dr. Michael Wolffsohn
     
  • Vom 29.6. bis zum 3.8.2011 finden jeweils am Mittwoch Abend, im Saal der Abtei St. Bonifaz in München, um 20 Uhr, in der Reihe der "Sommerakademie St. Bonifaz" Vorträge zum Thema "Das Ende der Bavaria Sancta. Die Säkularisation von 1803 und ihre Folgen" statt. Die Gesamtleitung der Veranstaltung liegt in den Händen von Prof. Dr. Hans-Michael Körner
     
  • In der Bayerischen Vertretung in Berlin findet vom 6. bis 8. September 2011 eine Tagung zum Thema "Bayern in der deutschen und europäischen Geschichte" statt. Dabei handelt es sich um eine Gemeinschaftsveranstaltung der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und der Karl Graf Spreti Stiftung. Unter der Leitung von Dr. Peter März und Prof. Dr. Hans-Michael Körner referieren u.a. Prof. Dr. Dieter J. Weiß, Prof. Dr. Bernhard Löffler, Dr. Bernd Pischetsrieder, Prof. Dr. Reinhold Baumstark
     
  • Vom 5. bis 7. Oktober 2011 führen die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen, das Museumspädagogische Zentrum und das Institut eine dreitägige Museumsakademie durch, die fortgeschrittene Studierende, Museumsmitarbeiter und hochqualifizierte Fachleute aus der Museumspraxis zusammenführt.
     
  • Vom 10. bis 12. Oktober 2011 veranstaltet das Universitätsarchiv München (LMU) unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Michael Körner eine öffentliche Tagung zur Geschichte des Hauptgebäudes unserer Universität; dabei soll auch daran erinnert werden, dass vor 100 Jahren der Erweiterungsbau an der Amalienstraße eröffnet wurde
     
  • Am 19. November 2011 präsentieren Prof. Dr. Hermann Rumschöttel und Prof. Dr. Hans-Michael Körner in der Veranstaltungsreihe "Forum" der Katholischen Akademie (München) das Thema "Ludwig II. - staatskirchliche und religiöse Dimensionen". Dabei wird es zum einen um den Kulturkampf im Königreich Bayern und zum anderen um das kirchlich-religiöse Profil Ludwigs II. gehen
     
  • Vom 18.-20.3.2011 veranstalten Prof. Dr. Hans-Michael Körner und Dr. Katharina Weigand in der Schwabenakademie Irsee ein dreitägiges Seminar zum Thema "König Ludwig II. von Bayern - eine Provokation seines Zeitalters?". - Man muss nach Ansicht der Veranstalter jede Gelegenheit nützen, um gegenüber der im kommenden Jahr ausbrechenden Ludwig II.-Hysterie kognitive Wälle aufzubauen. Auch die Hanns-Seidel-Stiftung zeigte sich am Thema Ludwig II. interessiert; voraussichtlich wird es in Banz sowie in Wildbad Kreuth ein vergleichbares Seminar geben.
     
  • Vom 9. bis 11. Juli 2010 veranstaltet die Hanns-Seidel-Stiftung in Wildbad Kreuth ein Seminar mit dem Titel "Die Prinzregentenzeit". Behandelt werden von den beiden Referenten Prof. Dr. Hans-Michael Körner und Dr. Katharina Weigand Themen wie "Das Ende König Ludwigs II. und die Einsetzung der Regentschaft", "Die Prinzregentenzeit - Strukturen, Kontinuitäten, Wandlungen", "Die Prinzregentenzeit zwischen Idyllisierung und Weltkrieg". Für Rückfragen: Katharina.Weigand@LRZ.uni-muenchen.de
     
  • Der Gesamtverein der deutschen Geschichts- und Alterumsvereine und das Institut für Bayerische Geschichte werden 15. und 16. Oktober den Tag der Landesgeschichte 2010 mit dem Thema "Landesgeschichte und Regionen in Europa. Ziele - Akteure - Institutionen" in München ausrichten.
     
  • Februar 2012: Tagung "Bayern und Russland im späten Mittelalter und in der Frühen Neuzeit" (mit DHI Moskau)
     
     

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