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kommt noch

Rechnerbetriebspraktikum (RBP)

Wahlpflichtpraktikum
für Informatikstudenten der LMU und TUM
(Bachelor, Master und Diplom)

Wintersemester  2011/2012

Logo der LMU/Informatik Ludwig Maximilians Universität München
Institut für Informatik
Lehr- und Forschungseinheit für
Kommunikationssysteme und Systemprogrammierung
Logo der TUM/Informatik Technische Universität München
Fakultät für Informatik
Lehrstuhl für Technische Informatik — Rechnernetze
Logo des LRZ Leibniz-Rechenzentrum (LRZ)
der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

Inhalt


Kontakt und wichtige Informationen

  • Veranstalter:
Prof. Dr. Dieter Kranzlmüller (LMU und TUM)
Prof. Dr. Heinz-Gerd Hegering (em.) (LMU und TUM)
  • Kursleiter:
Dr. Ernst Bötsch
Vasilios Kokkas
  • Kontakt:
rbp-info@lrz.de
  • Anmeldung
    per E-Mail:
Nach dem 21.7.2011 erfolgt die Anmeldung für alle Studenten per E-Mail;  nähere Details siehe unten.
  • Obligatorische
    Einführung:
Do. 20.10.2011 um 15:15 Uhr (c.t.)
im Seminar-Raum 2 (2. OG, H.2.008) des LRZ
Nach einer erfolgreichen Anmeldung kann man bis einschließlich So. 30.10.2011 ohne Konsequenzen vom Praktikum zurücktreten.
Jeweils Donnerstags um 15:15 Uhr im Hörsaal (EG, H.E.009) des LRZ.
Ausnahme:  Mi. 7.12.2011 um 15:15 Uhr
  • Veranstaltungsort:  
Alle Präsenztermine finden im Gebäude des LRZ statt:  Boltzmannstraße 1, Garching bei München (siehe den Lageplan und die Wegbeschreibung)

Inhalt und Voraussetzungen

Das Rechnerbetriebspraktikum (RBP) richtet sich an Informatikstudenten und gilt als Wahlpflichtpraktikum;  weitere Informationen finden Sie im Lehrangebot der LMU bzw. der TUM (Übersicht und Detail-Seite).

Das RBP beschäftigt sich mit den Themenkreisen "Systemadministration" und "Infrastrukturen / Plattformen".  Dabei soll Umfeldwissen für den Betrieb von Rechensystemen vermittelt werden, wobei UNIX-basierte Systeme im Vordergrund stehen.  Neben unverzichtbarem Grundwissen sollen auch "Tipps & Tricks" aus der Praxis nicht zu kurz kommen.

Das RBP wird durch Vorträge, Führungen und Demonstrationen ergänzt, die v.a. einen Einblick in die praktische Arbeit von Systemverwaltern sowie in aktuelle Projekte des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ) vermitteln sollen.

Die praktischen Übungsaufgaben werden unter dem Betriebssystem Linux durchgeführt und umfassen schwerpunktmäßig folgende Themen:

  • Shell-Skripts, Boot / Shutdown, periodische Aktionen
  • Benutzerverwaltung, Zugangssicherung
  • Lightweight Directory Access Protocol (LDAP)
  • Pluggable Authentication Modules (PAM)
  • Network File System (NFS), Automounter
  • Datensicherung (Backup), Archivierung
  • Installation von Public-Domain SW am Beispiel von Netzwerkzeugen
  • Netzdiagnose
  • Security
  • WWW

Unverzichtbare Voraussetzungen für die Teilnahme sind:

  • (Gute) Grundkenntnisse in UNIX, z.B. Erfahrung als UNIX-Anwender.
    Sie sollten z.B. gängige Kommandos wie "cd" oder "pwd" sicher beherrschen und die Unterschied zwischen "cat" und "ls" bzw. zwischen "cp" und "mv" kennen.
  • (Zumindest rudimentäre) Beherrschung eines der gängigen Linux-Editoren (z.B. "vi")
  • Grundkenntnisse in Shell-Programmierung (Bourne-Shell)

Ablauf

Das RBP findet jedes Winter-Semester im LRZ statt und wird in Arbeitsgruppen mit je 3 Studenten pro Rechner durchgeführt.  Bei erfolgreicher Teilnahme wird grundsätzlich ein benoteter Schein vergeben.

"Erfolgreiche Teilnahme" bedeutet:

  • Bestehen von 3 begleitenden Klausuren, die während der Vorlesungszeit stattfinden
     
  • Erstellung einer Musterlösung zu den ausgeteilten Übungsaufgaben.
    Dabei ist jede Arbeitsgruppe für die Musterlösung von mindestens einer Übungsaufgabe verantwortlich;  bei geringer Teilnahme muss eine Arbeitsgruppe auch mehr Musterlösungen erstellen.
     
  • Regelmäßige Teilnahme (d.h. Anwesenheitspflicht) an der begleitenden Vortragsreihe (meistens Donnerstags, von 15:15 bis 17:00 Uhr)

Alle Übungsaufgaben können komplett remote bearbeitet werden.  Bei der begleitenden Vortragsreihe ist jedoch physische Anwesenheit am Veranstaltungsort erforderlich, an dem auch Arbeitsplätze zur Verfügung stehen.

Anmeldeverfahren

Wir versuchen mit einem mehrstufigen Anmeldeverfahren Ihren zeitlichen Rahmenbedingungen so gut wie möglich entgegenzukommen:
Nach 21.7.11: Ab diesem Termin schicken Sie zur Anmeldung bitte eine E-Mail mit den folgenden Informationen an die Adresse <rbp-info@lrz.de>:
  • Name
  • Vorname
  • Universität
  • Studiengang / Abschluss
  • Bevorzugte Mail-Adresse

Beispiel:

  • Name: Musterfrau
  • Vorname: Erika
  • Universität: TUM
  • Studiengang / Abschluss: Informatik / Bachelor
  • Mail-Adresse: musterfrau@mytum.de

Sie erhalten kurz danach eine E-Mail mit dem Status Ihrer Anmeldung.

Achtung:  Aus Datenschutzgründen wollen wir zu diesem Zeitpunkt bewußt noch keine Matrikelnummer und kein Geburtsdatum wissen.

Ab Mo. 26.9.11: Falls noch Plätze frei sind, erhalten entsprechend viele Studenten der Warteliste eine Zusage per E-Mail.
Do. 20.10.11: Bei der obligatorischen Einführung findet u.a. die Gruppeneinteilung statt und Sie erhalten allgemeine Informationen sowie die ersten beiden Übungsaufgaben, die Sie dann innerhalb von zwei Wochen bearbeiten.

Ein zugesagter Platz verfällt, falls Sie der Einführung unentschuldigt fern bleiben oder mehr als 15 Minuten unentschuldigt zu spät kommen.

Auch wenn Sie keinen offiziellen Platz erhalten oder sich noch gar nicht angemeldet haben, kann es sich deshalb lohnen, zur Einführung zu kommen:  Plätze, die zu diesem Zeitpunkt noch frei sind, werden unter den restlichen Interessenten verlost.

So. 30.10.11: Bis zu diesem Termin können Sie ohne Konsequenzen vom RBP zurücktreten;  dafür reicht eine entsprechende E-Mail an die Adresse rbp-info@lrz.de aus.
Erfolgt der Rücktritt erst danach, gilt das RBP als nicht bestanden !

Diese Vorgehensweise ist leider etwas komplex und möglicherweise nicht optimal, aber uns ist kein faireres Verfahren eingefallen.  Wir bitten um Ihr Verständnis und sind an Verbesserungsvorschlägen interessiert.

Zusatzinformationen

Das RBP wird unter dem Betriebssystem Linux durchgeführt, ist aber so plattformunabhängig wie irgend möglich gestaltet.  Trotzdem ließ es sich an einigen Stellen nicht ganz vermeiden, speziell auf Linux einzugehen;  an wenigen Stellen muss sogar spezifisch die verwendete Distribution "openSUSE" (Novell) behandelt werden.

Beim LRZ sind aus der Schriftenreihe des RRZN folgende Handbücher erhältlich:

Diese leider schon etwas alten Schriften eigenen sich aus unserer Sicht noch für Einsteiger bei Linux allgemein oder speziell bei der Distribution von "SuSE".
Fortgeschrittenere Linux-Administratoren werden in diesen Handbüchern aber nicht viel Neues entdecken.  Außerdem sind sie nicht unbedingt zum Einstieg in eine der vielen anderen Linux-Distributionen geeignet, da ein signifikanter Teil dieser Schriften SuSE-spezifisch ist.

Bei den folgenden LRZ-Kursen können Sie auf die Handouts der Vortragsfolien über die jeweilige Informations-Seite online zugreifen:

Wo Sie das erworbene Know-how nutzen können

Abgesehen vom Schein für das bestandene Wahlpflichtpraktikum können Sie das erworbene Know-how auch direkt in der Praxis verwerten:

  • Das "Linux Professional Institute" (LPI) bzw. der "LPI e. V. German" führt distributions-unabhängige Zertifizierungen von Linux-Systemverwaltern durch.  Die Übungsaufgaben decken einen signifikanten Teil des Stoffes ab, den man für das Zertifikat der ersten Stufe (LPIC-1-Programm) beherrschen muss.

  • Sie besitzen privat einen Rechner, auf dem eine UNIX-Variante installiert ist (Linux, Mac OS X, BSD usw.).

  • Sie haben einen virtuellen oder Root-Server für einen Web-Auftritt gemietet.  In den meisten Fällen installiert der Provider auf diesem Server eine Linux-Distribution, die Sie dann verwalten müssen.

  • Sie arbeiten bei einem Lehrstuhl als studentische Hilfskraft und administrieren dabei UNIX-Rechner.

  • Sie arbeiten neben Ihrem Studium bei einer Firma und können das erworbene Wissen nutzen.

  • Sie engagieren sich sozial (z.B. bei der Fachschaft oder bei einem Verein) und betreuen dabei einen UNIX-Rechner.

  • Sie promovieren im Anschluss an Ihr Studium und sind dann u.a. für den Betrieb der UNIX-Rechner Ihres Lehrstuhls zuständig.

  • Später im Beruf ...
    • befassen Sie sich mit "gehobener" Systemverwaltung.  Sie betreuen z.B. ein Compute-Cluster oder einen Hochleistungsrechner oder konzipieren und realisieren Hochverfügbarkeitslösungen.
    • entwickeln oder vertreiben Sie ein Software-Paket für das Management von UNIX-Rechnern.
    • sind Sie für einen Dienst verantwortlich (z.B. für einen Datenbank-Verbund oder eine Web-, Mail- oder Firewall-Farm), der auf UNIX-Rechnern betrieben wird.
      Auch wenn Sie das unterliegende Betriebssystem nicht selbst administrieren müssen, ist ein tiefergehendes Verständnis für UNIX oft sehr hilfreich.  Außerdem können Sie dann im Notfall auch einfachere UNIX-Probleme selbst lösen, und müssen nicht warten, bis der zuständige Systemverwalter reagiert.
    • arbeiten Sie in einem Beratungsunternehmen und spezialisieren sich auf den Betrieb von UNIX-Rechnern.
    • haben Sie Personalverantwortung in einer Rechenzentrumsumgebung mit UNIX-Rechnern.