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kommt nochDigitaler Videoschnitt
Digitaler Videoschnitt bezeichnet hier die rechnergestützte Bearbeitung von Filmmaterial, das normalerweise auf Videokassetten vorliegt. Durch die Einführung des DV-Formats (Digital Video) ist diese Art der Videobearbeitung erheblich verbessert und erleichtert worden.
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Inhalt
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Einführung
Digital Video (DV) schließt die Lücke zwischen den Konsumentenformaten VHS und S-VHS und den teueren und aufwändigen professionellen Videoformaten wie BetaCAM. DV-Geräte haben mittlerweile eine ansehnliche Verbreitung gefunden, arbeiten mit preiswerten Bandkassetten und sind unkompliziert in der Handhabung. Dabei liegt die Aufzeichnungsqualität bei Digital Video deutlich über der von S-VHS und reicht für die Belange des Hochschulbetriebs meist völlig aus. Insbesondere die digitale Art der Aufzeichnung prädestiniert DV-Material als Basis zur rechnergestützten Verarbeitung.
Digitalen Videoschnitt am Computer gibt es seit vielen Jahren, wobei die Verarbeitung von analogem Bandmaterial als ersten Schritt stets die Digitalisierung, also die digitale Kodierung des analogen Videosignals beinhaltet. Diese Analog/Digital-Wandlung erfolgt im Allgemeinen hardware-unterstützt mithilfe spezieller Videoschnittkarten. Die Qualität und Ausstattung dieser Videoschnittkarten, und damit auch deren Preis, haben entscheidenden Einfluss auf die erzielbare Qualität des digitalisierten Video.
Anders bei Digital Video: da der Film bereits während der Aufnahme in der Kamera digitalisiert wird, kann er zur Weiterbearbeitung am Rechner ohne zusätzliche Wandlung oder Kodierung direkt auf diesen übertragen werden. Die Verbindung des DV-Geräts zum Rechner über Firewire-Kabel (IEEE-1394) ermöglicht zudem die Steuerung des DV-Geräts aus dem Videoschnittprogramm heraus.
Arbeitsplatz
Im Multimedialabor des LRZ stehen Ihnen zwei DV-basierte Videoschnittplätze zur Verfügung. Beides sind Macintosh-Systeme mit den Schnittprogrammen iMovie und Final Cut Pro, sowie Adobe Premiere.
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Für die Nutzung der Arbeitsplätze benötigen Sie eine PC-Kennung des LRZ. Hinweise dazu finden Sie unter Vergabe von Kennungen.., bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an die LRZ-Beratung.
Basis der Arbeitsplätze ist jeweils ein Power Mac mit zwei Prozessoren und Firewire-Schnittstellen (Dual-G4/1250 MHz sowie Dual-G5/2 GHz). Beide Rechner verfügen über ein eingebautes Laufwerk, mit dem sowohl CD-RW als auch DVD-R/RW gebrannt werden können. Neben der Systemplatte mit den Programmen ist jeweils eine zweite Festplatte eingebaut, die speziell zur Aufnahme der Videodaten dient.
Die Macintosh laufen unter Mac OS X, nähere Hinweise zum Arbeiten unter diesem Betriebssystem finden Sie dort. Jeder Benutzer hat unter Mac OS X sein eigenes, privates Home-Verzeichnis, das allerdings nicht zur Speicherung umfangreicher Videodaten geeignet ist. Umfangreiche Daten müssen auf der für diesen Zweck eingebauten zweiten Festplatte benutzerdaten abgelegt werden.
Mehrere Peripheriegeräte, die von beiden Arbeitsplätzen verwendet werden können, erlauben neben der direkten Verarbeitung von DV-Material (miniDV) auch die Ein- und Ausgabe auf anderen Medien, wie VHS, S-VHS, DVCAM oder DVCPRO, sowie die Vorschau auf hochwertigen TV-Monitoren. Die Peripheriegeräte dienen auch zum Kopieren und Konvertieren zwischen analogen und digitalen Videoformaten.
Arbeitsschritte
Ausgangsmaterial für den Videoschnitt ist ein Video auf DV-Band oder analogem Videoband. Material auf analogen Bändern (VHS oder S-VHS) sollte zuvor auf DV-Kassette kopiert werden. Dadurch erhält man zwar keine höhere Bild- und Tonqualität als auf dem analogen Band, aber die Möglichkeit der Steuerung des DV-Geräts vom Schnittprogramm aus erleichtert das Arbeiten erheblich. Analoges Bandmaterial kann aber auch direkt eingelesen werden.
Der digitale Videoschnitt gliedert sich prinzipiell in die folgenden Arbeitsschritte:
- Übertragen des Films zum Rechner
- Sichten, Sortieren, Bearbeiten der Filmabschnitte bzw. Clips
- Festlegen von Übergängen zwischen den Szenen
- Vorspann und Nachspann erstellen
- eventuelle Nachvertonung
- Export des fertigen Films zurück auf Band
Zusätzlich oder alternativ zum Export auf DV-Band kann der geschnittene Film auch für andere Zwecke exportiert werden, etwa in komprimierter Form zur Speicherung auf CD-ROM oder zur Ablage am Streaming-Server. Diese Komprimierung kann sowohl über die Export-Funktion des Schnittprogrammes, als auch mit speziell dafür konzipierten Programmen erfolgen.
Hinweise zu den installierten Schnittprogrammen finden Sie im nächsten Abschnitt. Am Arbeitsplatz liegt außerdem ausführliche Dokumentation zu den Programmen auf.
Programme
Hier werden die an den Videoschnittplätzen installierten Programme kurz charakterisiert, um Ihnen die Wahl des für Ihren Zweck geeigneten Programms zu erleichtern.
Wichtig: In jedem der genannten Programme wählen Sie als ersten Schritt im Menü Ablage: Neues Projekt, sofern Sie nicht an einem bestehenden Projekt weiter arbeiten. Geben Sie dem Projekt einen Namen und wählen Sie als Speicherort benutzerdaten, die zweite eingebaute Festplatte.
![]() iMovie |
Auch wenn Sie bisher noch keinerlei Erfahrung mit Videoschnitt am Rechner hatten, werden Sie mit iMovie innerhalb weniger Minuten Erfolg haben können. Das Programm bietet Funktionen für alle wesentlichen Schritte des digitalen Videoschnitts, ohne mit Funktionalität überfrachtet zu sein. Unter dem folgenden Link “Videoschnitt und DVD-Authoring mit iMovie und iDVD” finden Sie eine Übersicht der von Apple bereitgestellten Dokumentation und Lehr-Videos. |
![]() Final Cut Pro |
Im Gegensatz zu iMovie, das speziell auf Übersichtlichket und leichte Bedienbarkeit hin konzipiert ist, bietet Final Cut Pro alle Möglichkeiten eines professionellen Schnittprogramms. Dadurch enthält es eine Fülle von Funktionen und Menüpunkten und bedarf einer gewissen Einarbeitung. Die Dokumentation zu Final Cut Pro enthält ein ausführliches Tutorial, das die grundlegenden Arbeitsschritte und die Bedienelemente des Programmes erläutert. Sie finden hier auch eine Einführung in Final Cut Pro, die Ihnen den Einstieg in die Nutzung des Programms ermöglicht. Das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop ist sehr gut geeignet, um Videos in Final Cut Pro mit Texten und Grafiken zu versehen. Hier finden Sie eine Einführung, die die Integration der beiden Programme erläutert. |
![]() Adobe Premiere |
Adobe Premiere bietet ähnlich wie Final Cut Pro alle Möglichkeiten eines professionellen Schnittprogramms. Die grundsätzlichen Arbeitsschritte sind in einer Einführung in Premiere erläutert. Das Programm kommt speziell denen entgegen, die schon mit Premiere gearbeitet haben. Die Nutzung am Macintosh ist nahezu identisch zur Nutzung unter Windows. |
![]() iDVD |
Mit dem Programm iDVD können Sie aus Ihrem Videofilm auch eine Video-DVD erstellen. Die Schnittprogramme iMovie und Final Cut Pro bieten dazu einen Menüpunkt Export: für iDVD, durch den das Videomaterial geeignet aufbereitet wird. In iDVD legen Sie dann das Layout des Hauptmenüs der DVD fest und arrangieren dort Ihre Filmbeiträge. Unter dem folgenden Link “Videoschnitt und DVD-Authoring mit iMovie und iDVD” finden Sie eine Übersicht der von Apple bereitgestellten Dokumentation und Lehr-Videos. |
Datensicherung
Da die Arbeitsplätze von mehreren unterschiedlichen Benutzern verwendet wird und die Kapazität der eingebauten Festplatten nicht beliebig groß sein kann, müssen Sie Ihre Daten spätestens am Ende der Bearbeitung eines Projekts auf einem externen Medium sichern. Verwenden Sie das Programm TSM Backup, um Ihre Projektdaten auf dem Backup- und Archiverungsserver des LRZ zu sichern.




