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kommt nochMoodle am LRZ
Inhalt
- Grundlagen
- Bestandteile einer Moodle-Instanz
- Mögliche Betriebskonzepte
- Betreuungskonzepte
- Welche Moodle-Lösung ist für mich die Richtige?
- LMU
- TUM
- Andere
- Allgemeine Checkliste für die Einrichtung einer neuen Instanz
- Shibboleth
- Fragen?
Es ist grundsätzlich allen Nutzern aus dem Münchner Hochschulbereich (MWN, Münchner Wissenschaftsnetz) möglich, Moodle am LRZ zu betreiben. Aufgrund der unterschiedlichen Vorstellungen und Randbedingungen bieten wir drei Nutzungs-Szenarien an, die weiter unten erläutert werden.
Grundlagen
Bestandteile einer Moodle-Instanz
Eine Moodle-Instanz besteht grundsätzlich aus den folgenden technischen Komponenten, die zu einem großen Teil am Rechenzentrum bereitgestellt werden können und den Nutzer vom Betrieb und der Pflege entbinden:
- Web-Daemon (Apache) mit PHP
- Einem auf diesem Web-Daemon konfigurierten Webserver (Ein Objekt mit eigenem Domainnamen, erreichbar typischerweise über eine Adresse der Form
http(s)://moodle.meine-domain.meine-uni.de. Dieses Objekt ist gemeint mit einem Webserver am LRZ.) - MySQL-Datenbank
- Moodle-Applikation (vorwiegend PHP-basiertes Software-Paket). Im Rahmen des Release-Managements der Open-Source-Entwickler gibt es eine umfangreiche Basisausstattung mit benötigten und sinnvollen Funktionalitäten.
- Darüber hinaus kann man zahlreiche Erweiterungen aus dem Internet beziehen, die allerdings nicht alle in die Release-Prozesse integriert sind, weshalb eine Funktionsgarantie bei Versionswechseln nicht gegeben ist. Erfahrungen in den Pilotproketen zeigen, dass hier z.T. intensivere und aufwändigere Administrationsarbeit erforderlich ist, um die Konfigurationen aufzusetzen und eine Integration in die bestehende Umgebung zu gewährleisten.
- Lösungen für das Identitäts-Management und die Rechtesteuerung im Rahmen von Verzeichnisdiensten sind möglich, aber meist individuell je Institution.
Mögliche Betriebskonzepte
Am LRZ sind grundsätzlich folgende techischen Betriebskonzepte für Moodle möglich::
- Web-Hosting mit Moodle: Ein Webserver wird innerhalb der Web-Farm des LRZ aufgesetzt und vom Kunden selbst mit der Applikation Moodle betrieben. Dieser Service ist nicht speziell auf Moodle abgestimmt. Es können auch stattdessen beispielsweise Content Management Systeme, Wikis oder einfach nur statische Webseiten dort liegen.
- Moodle-Hosting, Basis-Paket: Ein Webserver wird innerhalb der Web-Farm des LRZ aufgesetzt und es wird eine Moodle-Installation mit den Basis-Paketen bereitgestellt. Der Nutzer erhält Zugang zur Moodle-Webschnittstelle und zum Dateisystem, wo sein Moodle installiert ist.
- Moodle-Hosting, erweitert: wie Varianten "Moodle-Hosting, Basis-Paket", zusätzlich erweiterte Betriebsvereinbarungen (SLA, Service Level Agreement). Sobald z.B. prüfungsrelevante Onlinekurse über Moodle bereit gestellt werden sind definierte Service-Levels erforderlich..
Betreuungskonzepte
Es gibt mehrere Funktions- und damit Betreuungsebenen, in nachfolgender Tabelle dargestellt. Moodle-Hosting, erweitert, also mit Service-Level-Agreement ist auf allen Betreuungsebenen möglich und deshalb in der Tabelle nicht extra aufgeführt. Die SLA-Variante hat vor allem Auswirkungen auf die erforderlichen Ressourcen.
| Betreuungsebene | Web-Hosting mit Moodle | Moodle-Hosting | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Anwenderschulung (Studenten und Dozenten) | Kunde | Kunde | |
| Anwenderbetreuung (Studenten, Dozenten) | Kunde | Kunde | Technische Probleme über Instanz-Verantwortlichen ggf. zusammen mit LRZ |
| E-Learning allgemein, Didaktik, Einsatzfelder, Kursgestaltung | Kunde | Kunde | Rückkopplungen mit technischen Möglichkeiten beachten! Ggf. Koordination mit LRZ |
| Applikationsbetreuung Moodle - Administrator der Instanz | Instanz-Verantwortlicher Kunde; ggf. Untersützung durch LRZ | Instanz-Verantwortlicher Kunde in Zusammenarbeit mit LRZ | Kursverwaltung, Nutzerverwaltung, Wartungsarbeiten, Koordination von Updates, Konfiguration |
| Moodle-Software Basis-Paket | Kunde | LRZ | |
| Moodle-Erweiterungen | Kunde | Kunde und LRZ | |
| MySQL-Datenbank Server | LRZ | LRZ | Die Datenbank-Server werden vom LRZ betrieben. |
| MySQL-Datenbank Moodle-Tabellenstrukturen | Moodle/Kunde | Moodle/Kunde | |
| Webserver-Betrieb | LRZ | LRZ | Die Webserver werden vom LRZ betrieben. |
| Shibboleth-Anbindung | - nicht oder nur eingeschränkt verfügbar - | LRZ | Aus technichen Gründen muss die Anbindung durch das LRZ erfolgen. |
Die Übergänge zwischen technischer und inhaltlicher Betreuung sind teils fließend, da je nach Nutzungsart auch die Probleme mit dem gleichen Modul anders sein können.
Das LRZ kann fachlich den Servicebetrieb bis auf die Ebene der Applikationsbetreuung bieten, sofern vorwiegend technische Belange im Vordergrund stehen. Da Moodle kein feingranulares Rollen- und Rechtekonzept zur Applikationsbetreuung bietet, brauchen LRZ und Kunde Zugriff auf die Web-Schnittstelle für administrative Aufgaben. Bei dieser Ebene ist also ein zwei-stufiges Betreuungskonzept erforderlich, bei dem das LRZ zusammen mit einem Administrator beim Kunden, der vor Ort den 1st-Level Support bietet, den Moodle-Dienst betreibt.
Betreuungsaufgaben darüber hinaus, für Dozenten und die Beantwortung von Fragen, etwa zur Didaktik von E-Learning-Systemen, müssen die Kunden in ihre Verantwortung nehmen.
Die Abstimmung zwischen Kunde und Dienstleister, sollte je Institution durch einen verantwortlichen Ansprechpartner für das LRZ unterfüttert werden. Je mehr Moodle-Instanzen eines Kunden in die Verantwortung eines Managers gegeben werden, desto geringer ist der Diskussions- und Abstimmungsaufwand seitens des LRZ.
Welche Moodle-Lösung ist für mich die Richtige?
Diese zentrale Frage wird von den Münchner Hochschulen unterschiedlich beantwortet, wir am LRZ versuchen, dem durch unterschiedliche Hosting-Konzepte entgegen zu kommen.
LMU
Um die Anzahl der Moodle-Instanzen übersichtlich und verwaltbar zu halten, soll es in der Regel nur Instanzen für größere Teilbereiche der Hochschule geben (z.B. pro Fakultät eine). Die technische Ausstattung dieser Instanzen soll zusammen mit den Nutzern, den Instanzverantwortlichen, der LMU (Herrn Rubner) und dem LRZ schrittweise soweit wie möglich nach Ihren Wünschen angepasst und optimiert werden. Startpaket ist immer eine Standard-Moodle-Installation.
Für die Einrichtung einer Moodle-Instanz am LRZ, die ab Wintersemester 2010/2011 produktiv benutzt werden soll, gelten folgende Bedingungen:
- Benennung von zwei Instanz-Verantwortlichen (Ansprechpartner gegenüber der Virtuellen Hochschule und dem LRZ = Kontaktpersonen innerhalb der Fakultät / des Instituts für technische Fragen bezüglich der Moodle-Instanz sowie Fragen der Moodle-Kurseinrichtung, etc.).
- Nennung eines nomenklaturkonformen Namens (DNS):
Domainnamen für Moodle-Instanzen sind von der Formwww.xxx.moodle.elearning.uni-muenchen.de / www.xxx.moodle.elearning.lmu.de(xxx = Fach, Fächerverbund, Department, o.ä.). Als Kurzversion wird von Ref. VI.4 (hostmaster@verwaltung.uni-muenchen.de) ein Redirect der Form www.lmu.de/elearning/xxx eingerichtet. - Für das LRZ notwendige Angaben zur Einrichtung (LRZ-Funktionskennung mit AFS-Berechtigung, erhältlich über den Master User der Einrichtung (siehe auch Tools für Master User und eine Funktions-Email, unter der die lokalen Instanzverantwortlichen erreicht werden.
Die kompletten Angaben (1.-3.) senden Sie bitte an Herrn Armin Rubner (+49 89 2180-722 62, a.rubner@lmu.de) , er wird dann am LRZ die nötigen Schritte zur Einrichtung Ihrer Instanz veranlassen.
TUM
Die TUM betreibt in Zusammenarbeit mit dem LRZ eine zentrale Moodle-Instanz am LRZ sowie ein dazugehöriges System von Test-, Entwicklungs- und Support-Instanzen. Der technische Betrieb (Webserver, Datenbanken etc.) liegt beim LRZ. Die Applikationsbetreuung wird vom ITSZ/Medienzentrum gemacht. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Matthias Baume (matthias.baume@tum.de).
Andere
Wer keiner der vorgenannten Einrichtungen angehört oder andere Wünsche hat, kann dennoch Moodle am LRZ nutzen. Bitte beachten Sie dazu die Checkliste und wenden Sie sich zur weiteren Klärung direkt an U.Kirchgesser (webmaster@lrz.de).
Allgemeine Checkliste für die Einrichtung einer neuen Instanz
An dieser Stelle soll keine umfassende Beschreibung stehen, sondern lediglich eine kurze Checkliste mit Fragen und Anforderungen, die immer wieder auftauchen und die man z.B. bei Einrichtung einer neuen Instanz reden muss. Hier ist oft Absprache nötig, nicht alles ist realisiert und nicht alles kann realisiert werden.
- Moodle-Version (insbesondere wichtig bei Migrationen zum LRZ)
- Welche Zusatz-Pakete - Module und Plugins
- Einbinden externer Applikations-Server (Filme, Whiteboards, Verwaltungs-Tools, ...) notwendig?
- Eigene Entwicklungen in Moodle integrieren? Dazu ist ein Zugang zur Moodle-Installation am LRZ notwendig.
- Authentisierungsmethoden, Verzeichnisdienste, Shibboleth (näheres zu Shibboleth und Moodle siehe Moodle und Shibboleth für die LMU)
- Domainname(n): Da eine Moodle-Instanz technisch als virtueller Webserver realisiert ist, benötigen wir dafür einen Domainnamen, über den dieser Webserver zu erreichen ist. Der Name wird außerdem auch in Zusammenhang mit verschlüsseltem Zugriff und insbesondere Shibboleth-Anbindungen wichtig.
- Geforderte Verfügbarkeit des Dienstes (7x24?, Reaktionszeiten bei Problemen, ...)
- Sicherheitsanforderungen (Verschlüsselter Zugriff, Zertifikate, Updates)
- Datenschutzvereinbarungen (insbesondere Umgang mit Nutzerdaten!, aber auch Schutz des Urheberrechtes etc.)
- Service Level Agreement (SLA) mit dem LRZ (was kann das LRZ leisten, was nicht)
- Anforderungen an Speicherplatz
- Zu erwartende Last (Anzahl Nutzer)
Shibboleth
Für die meisten Moodle-Betreiber ist die Verfügbarkeit von Shibboleth wichtig. Oft ist die Bereitstellung von Kursen über die VHB der Grund, aber nicht immer. Shibboleth kann grundsätzlich aus zwei Gründen sinnvoll sein:
- Shibboleth ermöglicht Nutzern, die nicht in die lokalen Verwaltungsstrukturen eingebunden sind, sich dennoch als berechtigte Nutzer in einer Moodle-Instanz anzumelden. Der Moodle-Nutzer wird in einem Shibboleth-fähigen Moodle für den Login-Prozess zu seinem eigenen "Herkunftsort", seinem sogenannten Identitiy-Provider geschickt, kann sich dort mit seinen gewohnten Zugangsdaten ausweisen und wird dann wieder zurück zum Moodle geschickt. Dabei werden die notwendigen Eckdaten wie Name, Vorname, Loginname, Email-Adresse usw. automatisch an das Moodle übermittelt und in die lokale Moodle-Verwaltung aufgenommen.
- Shibboleth ist ein Single-Sign-On Verfahren. Das heißt, dass man nach einem Login beispielsweise in Moodle automatisch auch in einer anderen Applikation (z.B. einem Wiki, einem Hochschulportal. usw.) angemeldet wäre, die ebenfalls shibboleth-fähig ist.
Es ist möglich, am LRZ gehostete Moodle-Instanzen shibboleth-fähig zu machen. Hierzu müssen jedoch eine Reihe von technischen Voraussetzungen erfüllt sein, so dass es einer genauen Absprache mit dem Moodle-Betreiber bedarf. Diese Absprache muss außerdem aus technischen Gründen bereits erfolgen, bevor das Moodle eingerichtet wird!
Mehr Details zu Shibboleth und Moodle siehe Moodle und Shibboleth für die LMU.
Fragen?
Bei Fragen zu Moodle und Shibboleth wenden Sie sich an U.Kirchgesser (webmaster@lrz.de).