Internet mit Windows XP

  1. Einrichten eines Modems
  2. Einrichten der Internetverbindung
  3. Nutzung des Internetzugangs
  4. Einrichten eines ISDN-Adapters

Wir empfehlend dringend die Installation des Service Pack 2, falls noch nicht geschehen.

1. Einrichten eines Modems

Schließen Sie zuerst das Modem an den PC an und schalten Sie es ein, bevor Sie die nachfolgenden Konfigurationen ausführen.

  • Wenn Ihr PC mit einem internen Modem ausgerüstet ist, wird das Modem meistens beim erstmaligen Anschluss an den PC automatisch erkannt und auch die Internetverbindung installiert. In diesem Fall wird auch ein Assistent für die neue Verbindung gestartet, dem Sie die u.a. Daten mitgeben sollten. Fahren Sie fort bei Assistent für neue Verbindungen
  • Falls das Modem schon früher konfiguriert wurde, fahren Sie fort bei Einrichten der Internetverbindung
  • Normal beginnen Sie mit:

Start -> Systemsteuerung -> [Netzwerk- und Internetverbindung] -> Telefon- und Modemoptionen

Im geöffneten Fenster den Reiter Modems drücken.

Nach Hinzufügen öffnet sich der Hardware-Assistent.

Versuchen Sie zuerst, das Modem automatisch zu finden, d.h. ohne Häkchen in Modem auswählen (Keine automatische Erkennung).
Wenn das nicht geht, dann Modem auswählen, keine automatische Erkennung anklicken und Weiter.

Falls unter Hersteller nicht der Hersteller Ihres Modems steht, können Sie entweder

  • Standardmodemtypen auswählen und als Modell Standard 56000bps Modem, wenn es sich um ein 56K Modem handelt, sonst Modemtyp mit der entsprechenden geringeren Geschwindigkeit auswählen.

  • oder
  • die CD des Modemherstellers in das Laufwerk einlegen und auf Datenträger drücken und Weiter bis zum Fenster

Markieren Sie den Anschluss (COM1 oder COM2), an dem das Modem angeschlossen ist, dann klicken Sie Weiter.

Warten Sie, bis das Modem installiert und konfiguriert ist. Mit Fertig stellen wird wieder das Fenster Telefon- und Modemoptionen geöffnet.
Eigenschaften drücken.

Im Textfeld muss stehen: Das Gerät ist betriebsbereit

Reiter Erweitert anklicken.

Hier müssen Sie nur Eintragungen machen, falls für den Verbindungsaufbau ein spezieller Initialisierungsstring gebraucht wird:

Zum Beispiel

  • wenn Ihr Modem an einer Nebenstellenanlage hängt, müssen Sie den Initstring atx3 eingeben.
  • Wenn Sie statt eines Modems einen externen ISDN-Adapter installieren, ist dies die Stelle, an der Sie den speziellen Initstring für den ISDN-Adapter eingeben. (Beispiel: Beim Zyxel Elite2864 ID geben Sie hier atb40 ein.)

Tragen Sie den Modemstring in weitere Initialisierungsbefehle ein.
Mit 2 mal OK beenden.

Jetzt können Sie die Internet-Verbindung einrichten. 

2. Einrichten der Internetverbindung

Voraussetzung: Die Modemkonfiguration wurde schon vorgenommen.

Start -> Systemsteuerung -> Internetoptionen

oder

Start -> Systemsteuerung -> Netzwerk- und Internetoptionen -> Internetoptionen

Falls Sie schon einmal eine Verbindung definiert haben, wird zuerst das folgende Fenster geöffnet, in dem Sie den Reiter Verbindungen wählen

und den Button Setup anklicken. Damit kommen Sie zum Assistenten für die neue Verbindungen.

Falls Sie das erste Mal eine Verbindung konfigurieren, werden zuerst Standortinformationen verlangt. Geben Sie Ihre Vorwahl ein. Falls Ihr Modem an einer Nebenstellenanlage angeschlossen ist, müssen Sie unter Amtskennziffer die Ziffern für die Anschaltung der Amtsleitung eintragen.

Sonst geht es weiter beim Assistenten für neue Verbindungen

Bearbeiten

Zum Beispiel:

Übernehmen und OK

Damit wird der Assistent für neue Verbindungen aktiviert.

Wählen Sie in den nächsten Fenstern Verbindung mit dem Internet herstellen, Verbindung manuell einrichten, Verbindung mit einem DFÜ-Modem herstellen und jeweils Weiter. Wählen Sie dann einen Namen für die Verbindung, zum Beispiel LRZ.

Geben Sie beim Fenster Zu wählende Rufnummer z.B. 358319000 ein.

Geben Sie bei Internetkontoinformationen Ihre Zugangsdaten ein. Wichtig ist, dass beim Benutzernamen auch der Teil hinter dem @ mit angegeben ist !


Klicken Sie dann Weiter und Fertig stellen. Wenn Sie noch Verknüpfung auf dem Desktop anhaken, können die Internetverbindungen vom Desktop-Icon mit Doppelklick gestartet werden.

Firewall-Einstellung, Windows Updates

Angesichts der ständig zunehmenden Gefährdung durch Würmer und Hackangriffe sollte man seinen PC durch eine Firewall schützen. Für einzeln stehende PCs ist die einfachste Lösung eine sogenannte Personal Firewall, dies ist ein Programm welches den Netzverkehr gemäß einzustellenden Regeln einschränken kann.
Informationen über Personal Firewalls finden Sie z.B. beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

Unter Windows XP ist eine einfache Firewall integriert, welche Verbindungen von außen unterbinden kann. Wenn man keine andere Firewall-Software installieren möchte sollte man zumindest diese aktivieren bzw aktiviert belassen. Kontrollieren Sie die Einstellung unter Start->Einstellungen->Systemsteuerung->Windows-Firewall.



Neben einer Firewall ist zur Sicherheit vor Angriffen außerdem ein regelmäßiger Systemupdate notwendig. Sehr empfehlenswert ist es, dies automatisch durchführen zu lassen. Dazu ist unter Start->Einstellungen->Systemsteuerung->Sicherheitscenter->Automtische Updates der entsprechende Button zu aktivieren.

   

3. Nutzung des Internetzugangs

Verbindung zum LRZ herstellen

Es gibt mehrere Wege, die Verbindung zu starten.

  • Wenn Sie das erste Mal die Verbindung austesten, ist das richtige Fenster schon geöffnet.
  • Wenn Sie Verknüpfung auf dem Desktop angehakt haben, können Sie die Verbindung mit Doppelklick auf das Desktop-Icon starten.
  • oder Start -> Systemsteuerung -> Netzwerk- und Internetverbindungen -> Netzwerkverbindungen -> Doppelklick auf DFÜ-Verbindung "LRZ" 
  • oder Start -> Programme -> Verbinden mit -> LRZ

Ein Klick auf Wählen startet den Wählvorgang.


Sie erhalten dann nacheinander die folgenden Statusmeldungen:

Wahlvorgang läuft
Benutzername und Kennwort werden überprüft
Verbindung mit xxxx bps

Jetzt ist die Verbindung aufgebaut und Sie können die Funktionsfähigkeit testen.

Einfachster Test auf Funktionsfähigkeit

Starten Sie in einem Eingabeaufforderung-Fenster das TCP/IP-Testprogramm Ping mit

ping www.lrz-muenchen.de

Ping testet, ob Daten mit einem Zielrechner ausgetauscht werden können. Dazu schickt das Programm Testpakete an den Zielrechner und wartet auf eine Antwort. Die Antwortzeit in Millisekunden (ms) wird ausgegeben. Bei einem erfolgreichen Test sehen Sie eine Ausgabe der folgenden Art:

Ist dieser Test erfolgreich, können Sie nun andere Internet-Programme benutzen, auch mehrere gleichzeitig. Sie können Ping auch über Start -> Ausführen -> Ping www.lrz-muenchen.de ausführen, dann wird das Fenster aber sofort nach dem Ende des Tests wieder geschlossen. Die zugewiesene IP-Adresse kann durch Eingabe des Kommandos ipconfig im Eingabeaufforderungsfenster ermittelt werden.

Beenden der Verbindung

Achtung: Vergessen Sie nie, nach Ihren Internet-Sitzungen die Verbindung wieder zu trennen, sonst läuft die Verbindung weiter mit den entsprechenden zusätzlichen Telefongebühren. Klicken Sie dazu auf das Icon der Verbindung, welches nach dem erfolgreichen Verbindungsaufbau in der Statusleiste sichtbar ist.

Mit einem Doppelklick öffnet sich das Fenster

Ein Klick auf Trennen beendet die Verbindung.
 

4. Einrichten eines ISDN-Adapters

Die Installationen müssen auf einem sauberen Windows-System ausgeführt werden. Alle eventuell früher eingefahrenen ISDN-Treiber müssen zuerst entfernt werden. Ansonsten kann es zu Konflikten und unvorhersehbaren Störungen kommen. Falls im dazugehörigen Installationshandbuch nicht beschrieben, deinstallieren Sie die alten Treiber durch Start  -> Systemsteuerung -> Software -> Ändern/Entfernen, falls dies nicht klappt durch Entfernen der entsprechenden Netzwerk-Komponente im Gerätemanager. (Systemsteuerung-Hardware)

Unter Windows XP können nur speziell für XP oder für Windows 2000 entwickelte Treiber installiert werden, Treiber für Windows 9x, ME oder NT sind nicht zu verwenden. Die meisten zurzeit verfügbaren Treiber sind noch nicht für Windows XP signiert (von Microsoft geprüft), was bei der Installation eine entsprechende Meldung verursacht. Sie können meist aber trotzdem ohne Probleme eingesetzt werden.

Es wird empfohlen, vor Beginn der Installation einen Systemwiederherstellungspunkt zu erstellen, dann kann bei eventuell auftretenden Problemen wieder auf den ursprünglichen Systemstand zurückgesetzt werden. Die Systemwiederherstellung startet man durch Start -> Alle Programme -> Zubehör -> Systemprogramme -> Systemwiederherstellung.

Prinzipiell läuft die Installation eines ISDN-Adapters in 4 Schritten ab:

  1. Einbau der Karte oder Anschluss des externen Adapters
  2. Installation der CAPI-Software (Hardware-Treiber)
  3. Installation des sogenannten Porttreibers (oder NDIS-Treiber)
  4. Installation und Konfiguration des DFÜ-Netzwerks (wie bei Modemnutzung)

Manchmal ist dabei der Schritt 2 vor dem Schritt 1 durchzuführen. Im folgenden sei exemplarisch die Einrichtung eines externen ISDN-Adapters Teledat USB 2a/b beschrieben. Bei anderen Adaptern oder ISDN-Einbau-Karten geht es im Prinzip genauso, folgen Sie jeweils den Anweisungen des Herstellers. Falls kein Porttreiber oder sogenannter NDIS-Treiber zur Verfügung steht, kann auch die Installation des Capiport-Treibers von der Firma AVM (ftp://ftp.avm.de/programs/capiport/capiport.xp/deutsch/capiport.exe) versucht werden. Bei der Konfiguration der Netzsoftware und der Verbindung zum LRZ gehen Sie bitte analog wie hier beschrieben vor.

Installation der Teledat USB 2a/b

Legen Sie die dem Adapter beiliegende CD in das CD-Laufwerk ein und und schließen Sie den Teledat an die Stromversorgung, den ISDN-NT und einen USB-Port an Ihrem Rechner an. Ein Anschluss über die auch vorhandene serielle Schnittstelle (9-poliges Kabel) ist weniger empfehlenswert und sollte nur erfolgen, wenn kein USB-Port vorhanden ist.

Schalten Sie nun den Teledat ein. Falls nicht automatisch der Hardware-Assistent gestartet wird, klicken Sie auf  Start -> Systemsteuerung -> Hardware, im sich öffnenden Fenster auf Weiter. Bei der Frage Ist die Hardware angeschlossen ? ist natürlich Ja, die Hardware wurde bereits angeschlossen anzukreuzen. Nach Weiter sollte das folgende Fenster erscheinen. Markieren Sie den Eintrag Teledat USB 2 a/b.

Nach Weiter erscheint wahrscheinlich die Meldung Die Treiber für dieses Gerät wurden nicht installiert (Code 28). Klicken Sie auf Fertig stellen. Im folgenden Fenster markieren Sie Software von einer Liste oder bestimmten Quelle installieren.

Stellen Sie das Verzeichnis das den Treiber enthält ein.

Klicken Sie auf Öffnen, dann OK, Weiter und Fertig stellen. Nachdem die nötigen Dateien kopiert sind sollte dieses Fenster erscheinen:

Klicken Sie auf Weiter, auch in den nächsten beiden Fenstern. Im Fenster Nebenstellenanlage markieren Sie das Kästchen wenn Ihr Adapter an einer ISDN-Anlage am internen S0-Bus angeschlossen ist.

Nach Weiter kommt als nächstes die Einstellung für den Faxdienst, welche für den Internetzugang nicht relevant sind. Nach nochmal Weiter kommt nun die Installation des Capiporttreibers an die Reihe. Dieser stellt im Windows-System virtuelle "Modems" bereit, die von den Anwendungsprogrammen genauso wie Analog-Modems angesprochen werden können. Das Kästchen CAPI Port Installation durchführen muss markiert sein.

Nach Weiter erscheint die Liste der zu definierenden virtuellen Modems. Zur besseren Übersicht ist es zweckmäßig, alle bis auf ISDN Internet (PPP oder ISDN) zu deaktivieren, außer Sie benötigen Einträge für sonstige Programme. Wenn Sie Kanalbündelung nutzen wollen muss auch das 2. virtuelle Modem ISDN RAS (PPP over ISDN) aktiviert werden.

Nach OK und Installation fortsetzen sind die nötigen Treiber installiert. Für den optimalen Betrieb an den ISDN-Zugängen des LRZ sollte noch die folgende Einstellung vorgenommen werden: Öffnen Sie in der Liste der installierten Modems ISDN Internet (PPP over ISDN ). Dazu klicken Sie auf Start -> Systemsteuerung -> Telefon- und Modemoptionen -> Modems und markieren den entsprechenden Eintrag. Das Fenster sieht dann etwa so aus:

Klicken Sie nun auf Eigenschaften und dann auf Diagnose. Markieren Sie jetzt An Protokoll anhängen, dies erleichtert später die Fehlersuche bei möglicherweise auftretenden Verbindungsproblemen. Wählen Sie dann die Rubrik Erweitert. Hier sollten Sie die Initialisierung auf ATS31=1 abändern. Es wird dadurch das HDLC-Protokoll eingestellt, welches für die Interneteinwahl am besten funktioniert.

Nach OK und nochmals OK im nächsten Fenster kann jetzt die DFÜ-Verbindung definiert werden. Dies geht genauso wie bei Verwendung eines analogen Modems, siehe Einrichten der Internet-Verbindung . Als Modem wählen Sie dabei natürlich ISDN Internet (PPP over ISDN).

Kanalbündelung

Sie haben mit ISDN prinzipiell die Möglichkeit, die 2 Kanäle gemeinsam zu nutzen, um theoretisch die doppelte Geschwindigkeit, also 128 KBit/s zur Verfügung zu haben. Dies bedeutet allerdings auch die doppelten Verbindungsgebühren, die Ihnen die Telekom dafür in Rechnung stellt. In der Praxis erreichen Sie nicht die vollen 128 KBit/s, sondern nur 100 -120 KBit/s. Nicht alle ISDN-Adapter unterstützen Kanalbündelung, mit dem Teledat USB 2a/b z.B. geht sie nicht. Um für eine DFÜ-Verbindung Kanalbündelung zu aktivieren muss bei den Eigenschaften der DFÜ-Verbindung unter Netzwerk -> Einstellungen das Kästchen Mehrfachverbindungen für Einzelverbindungen aushandeln markiert werden.

Tipps bei Problemen

Viele hilfreiche Tipps finden Sie auf der Seite Tipps bei Modem/ISDN-Problemen unter Windows.
Bei spezifischen Problemen mit einem bestimmten Produkt sollten Sie versuchen Sie auf der Homepage des Herstellers Informationen zu erhalten.