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Allgemeines über ISDN, Spezielles über den ISDN-Zugang zum MWN

Allgemeines
Anschlussvarianten
ISDN - Hardware
Software zur ISDN-Kommunikation
Der ISDN-Zugang zum Münchner Hochschulnetz
Welche ISDN-Karte soll ich kaufen ?
Weitere Informationen zu ISDN
RFCs (Normen) im ISDN-Umfeld

Detaillierte Anleitungen für verschiedene Systeme

Internet mit Windows 3.1x und ISDN
Internet mit Windows 95/98/ME und ISDN
Internet mit Windows NT 4.0 und ISDN
Internet mit Windows 2000 und ISDN
Internet mit Windows XP und Modem oder ISDN
Internet mit Linux und ISDN


Allgemeines über ISDN

ISDN steht für Integrated Services Digital Network , eingedeutscht Diensteintegrierendes digitales Netz. Dahinter verbirgt sich eine moderne Kommunikationstechnologie zum Telefonieren, aber auch für viele andere Dienste wie Datenübertragung, Telefax und Videokonferenzen. ISDN-Netze werden derzeit in vielen Ländern von den Telekommunikations-Gesellschaften als Weiterentwicklung der bestehenden Fernsprechnetze aufgebaut. In Deutschland ist die Entwicklung hier am weitesten vorangeschritten, es sind bereits über 11 Millionen ISDN-Anschlüsse installiert.

Besonders im Bereich der Datenkommunikation wird ISDN immer mehr eingesetzt. Das LRZ bietet für alle Mitarbeiter und Studenten der Münchner Hochschulen und seine sonstigen Nutzern den Zugang ins Münchner Wissenschaftsnetz (MWN) und darüber hinaus ins Internet an. Die hauptsächlichen Vorteile der ISDN-Technik gegenüber dem analogen Zugang über Wählmodem sind Übertragungsgeschwindigkeiten von 64 bzw 128 Kbps, ein Verbindungsaufbau innerhalb weniger Sekunden sowie praktisch keine Abbrüche wegen Störungen auf der Telefonleitung. Außerdem kann auf dem 2. Datenkanal gleichzeitig telefoniert werden. Als Nachteile schlagen hauptsächlich die höheren monatlichen Grundgebühren zu Buche.


Anschlussvarianten

Euro-ISDN / Basisanschluss / Multiplexanschluss / Mehrgeräteanschluss / Anlagenanschluss / Standard-, Komfortanschluss und ihre Leistungsmerkmale

Früher existierten mehrere verschiedene, untereinander nicht kompatible ISDN-Ausprägungen (ISDN-Protokolle). Seit einigen Jahren hat sich in Europa der Standard Euro-ISDN etabliert. Für einen ISDN-Nutzer gibt es den Basisanschluss und den Primärmultiplexanschluss, für den privaten Anwender kommt nur der Basisanschluss in Frage. Er ist mit zwei unabhängig voneinander nutzbaren Basiskanälen (B-Kanälen) mit jeweils 64 Kbps und einem separaten Steuerkanal (D-Kanal) mit 16 Kbps Übertragungskapazität ausgestattet. Der NT (Network Terminator, ein ca. 10 * 10 * 3 cm großes Kästchen) bildet den Netzabschluss mit der Schnittstelle S0. Zur Anbindung des NT an die (Telekom-) Vermittlungsstelle wird das gleiche 2-Drahtkabel verwendet wie beim analogen Telefonanschluss.

Der Basisanschluss

Der Basisanschluss ist wieder in zwei Formen erhältlich, dem Mehrgeräteanschluss und dem Anlagenanschluss. Im privaten Umfeld wird normalerweise immer ein Mehrgeräteanschluss realisiert. Er erlaubt das Anschließen verschiedener ISDN-Endgeräte, z.B. Telefonapparat, Fax-Gerät (Gruppe 4, d.h. digital), PC, aber auch einer TK-Anlage. Er wird auch als Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindung oder als passiver Bus bezeichnet. Seine Reichweite beträgt ca. 150 m. Der NT eines Mehrgeräteanschlusses besitzt 2 IAE-8-Buchsen. IAE-8-Stecker werden auch als RJ45- oder Westernstecker bezeichnet. Vom NT aus werden mit Twisted-pair-Kabeln (4-Draht) die S0-Endgerate, z.B. digitale Telefonapparate oder Rechner mit ISDN-Adapter angeschlossen. Es kann durch die Installation von zusätzlichen Dosen auch ein S0-Bus mit bis zu 12 Anschlussbuchsen aufgebaut werden. Insgesamt können daran bis zu 8 Endgeräte angeschlossen werden. Eine aktive Verbindung können über die 2 Basiskanäle natürlich nur 2 Geräte gleichzeitig haben.

Die monatliche Grundgebühr für einen EuroISDN-Anschluss beträgt bei der Telekom gegenwärtig Euro 23,60 (Standardanschluss), also weniger als ein analoger Doppelanschluss. Ferngespräche von mehr als 10 Minuten sind übrigens bei der Telekom über ISDN billiger (- 30%) als über analoge Anschlüsse (- 10%). Daneben wird auch  ein Komfortanschluss für Euro 26,16 angeboten. Interessant könnte auch der Tarif T-ISDN xxl sein, der für Euro 31,28 pro Monat kostenlose Inlands-Gespräche an Sonn- und Feiertagen gestattet. Ausführliche Tarifübersichten finden Sie auf den Web-Seiten der Deutschen Telekom.

Neben der Telekom bieten inzwischen auch viele andere Telekommunikationsanbieter (Arcor, O2, M-net usw.) ISDN-Anschlüsse an. Tarife und Leistungen können auf den WWW-Seiten der einzelnen Anbieter nachgelesen werden. Zu beachten ist, dass bei einigen Anbietern kein Telefonieren über Call-by-call mehr möglich ist.

Der Standardanschluss hat u.a. die folgenden Leistungen:

3 verschiedene Rufnummern (MSN) Bis zu 7 weitere Nummern können kostenfrei nachbestellt werden.
Übermittlung der Rufnummer (der eigenen und des Anrufers)
Makeln Man kann sich abwechsend mit 2 Gesprächspartnern unterhalten.
Umstecken am Bus Man kann während einer Verbindung das Gespräch parken (am Bus) und an einem anderen Telefon wieder aufnehmen. (beim Anlagenanschluss natürlich nicht möglich)
Dreierkonferenz Man kann sich mit 2 Leuten gleichzeitig unterhalten. Dabei verrechnet die Telekom aber einen Regionaltariftakt zusätzlich zu den normalen Telefongebühren.
Anklopfen Wenn ein weiterer Anrufer kommt, während man schon mit 1 oder 2 Teilnehmern spricht, wird dies angezeigt. (akustisch oder visuell je nach Apparat)

Für alle 3 Rufnummern kann übrigens kostenlos je 1 Eintrag in das öffentliche Telefonbuch veranlasst werden.

Der Komfortanschluss enthält zusätzlich zu den Funktionen des Standardanschlusses noch:

Anrufweiterschaltung Man kann einzelne Nummern umstellen. Dadurch ist es möglich, dass Faxe und Anrufbeantworter weiterarbeiten, die spezielle Rufnummer für normale Anrufe hingegen umgeleitet wird. Dabei klingelt die umgeleitete Nummer. Man kann den Ruf also noch entgegennehmen. (= AWS II)
Anrufweiterschaltung bei "Besetzt"  Wenn der Anschluss besetzt sein sollte, kann man den Anruf weiterleiten lassen. Beispielsweise auf einen im Haus noch vorhandenen analogen Anschluss.
Gebühreninformation B Man bekommt eine Gebühreninformation nach der Verbindung. Die Anzeige bzw. Auswertung dieser Information muss das angeschlossene ISDN-Gerät unterstützen.

Sonstige Leistungsmerkmale

Optional kann man zu den einzelnen Anschlüssen Leistungsmerkmale oder Serviceleistungen dazukaufen:

Gebühreninformation A
(während der Verbindung)
Kostet 1,54 Euro pro Monat
Gebühreninformation B
(am Ende der Verbindung)
Kostet 1,03 Euro pro Monat. (Beim Komfortanschluss enthalten)
Einzelverbindungsübersicht  Liefert die Telekom auf Wunsch kostenlos. Wahlweise können die Zielrufnummern
um 3 Stellen gekürzt werden. Möglich ist auch die Zusammenfassung der Ortsgespräche 
zu einem Posten.

Der Anlagenanschluss verbindet genau ein Endgerät (in der Regel eine TK-Anlage) mit dem ISDN über eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Der NT besitzt hier nur eine Buchse. Auch ISDN-PC-Karten können prinzipiell im Punkt-zu-Punkt-Betrieb geschaltet werden. Vorteil des Anlagenanschlusses ist die Möglichkeit der Durchwahl über an die Rufnummer extra angefügte Ziffern. Für den Privatanwender ist jedoch der Mehrgeräteanschluss zu empfehlen, da hier  Telefone, PCs mit ISDN-Karten usw. nebeneinander betrieben werden können.

Der Primärmultiplexanschluss S2m stellt 30 B-Kanäle und einen D-Kanal mit jeweils 64Kbps zur Verfügung. Er wird immer als Anlagenanschluss ausgeführt. Im allgemeinen wird der Primärmultiplexanschluss für Telekommunikationsanlagen benutzt, oder für die Anbindung an einen größeren Host-Rechner. Das LRZ besitzt beispielsweise für die Wählserver 4 S2m-Anschlüsse der Telekom und 10 von M"net. Die Siemens Hicom-Nebenstellenanlage der TU München ist über 7 S2m-Anschlüsse am öffentlichen Fernsprechnetz angebunden.

Einrichtung eines ISDN-Anschlusses

Die Installation bei der Telekom kostet Euro 59,95. Arbeiten vor Ort (z.B. zur Verkabelung oder Konfiguration einer TK-Anlage) durch den Telekom-Service werden extra in Rechnung gestellt, durch die Selbstmontage des NTs fallen solche Kosten nicht an. Das Anschlusskabel des NT (=NTBA, Network Termination Basic Access)  wird einfach in die vorhandene TAE-Telefondose eingesteckt.

Hilfestellung bei der Installation eines S0-Buses (weiterer ISDN-Dosen im Haus) finden Sie unter dieser Seite.


ISDN-Hardware

Zur physikalischen Verbindung zwischen einem Rechner und dem ISDN-Anschluss wird ein geeigneter Adapter benötigt. Zu unterscheiden sind zum einen interne Lösungen (z.B. PC-Karten) und zum anderen externe Geräte, die Terminaladapter (TA) oder auch ISDN-Modems genannt werden.

Weiter zu differenzieren ist nach der eingesetzten Hardware-Plattform. Für PCs gibt es preisgünstige Steckkarten, für Apple Macintosh braucht man speziellere Lösungen.

PC-Karten

Diese Module werden in einen freien Steckplatz im PC eingesteckt und über ein Kabel mit der Buchse am NTBA verbunden. Man unterscheidet die Karten nach aktiv oder passiv, sowie nach Art des Bus-Systems (PCI, PCMCIA). Aktive Karten besitzen im Gegensatz zu den passiven einen eigenen Prozessor und Speicher, sind jedoch deutlich teurer (ca. Euro 500,- gegenüber ab Euro 50,-). Für die Anbindung eines einzelnen PCs ist eine passive Karte normalerweise ausreichend.

Bei einer Neuanschaffung sollte man sich heute jedoch für eine PCI-Karte oder einen externen Adapter entscheiden, bei Laptops PCMCIA bzw. PC-Bus. Die in Deutschland am meisten verkauften ISDN-Karten sind die auch von uns empfohlenen Produkte der Firma AVM.

Externe ISDN-Adapter / Terminal-Adapter / ISDN-Modems

Die Begriffe Terminal-Adapter und ISDN-Modem werden nicht immer einheitlich benutzt. Wir verstehen unter einem ISDN-TA ein Datenübertragungsgerät mit ISDN-S0-Schnittstelle auf der einen Seite und einer V.24 oder USB-Schnittstelle auf der anderen, mit welchem digitale Verbindungen mit Protokollen wie HDLC, X.75 und V.110 aufgebaut werden können. Analoge Verbindungen sind damit nicht möglich, nur rein digitale über ISDN. Manche Leute bezeichen dies auch als ISDN-Modem (s.u.).

Meist sehr einfach in Betrieb zu nehmen sind externe USB-Adapter, die meist zusätzlich die Funktion eines a/b-Adapters (s.u.) erbringen.

Beispiel: Teledat USB 2a/b

Ein ISDN-Modem ist ein TA mit der zusätzlichen Fähigkeit, auch analoge Modemverbindungen zu unterstützen. Der Anschluss kann Netz-seitig aber nur an einer ISDN-S0-Schnittstelle erfolgen. Man kann damit aber auch Verbindungen zu Systemen aufbauen, die nur analoge Modems, etwa nach dem Standard V.90 unterstützen.

Beispiele: Zyxel 2864 ID ISDN, USR Courier I

Sowohl TA als auch ISDN-Modem können nicht verwendet werden, wenn man nur einen analogen Telefonanschluss hat, beide benötigen Netz-seitig eine ISDN-S0-Schnittstelle.

ISDN-Modems und TAs werden wie normale Modems von der Software mittels "AT"-Befehlen angesprochen. Um jedoch auch CAPI-Anwendungen über ISDN-Modems nutzen zu können, liefern die Anbieter von ISDN-Modems auch CAPI-Treiber mit. Das ist eine Software, welche zur Anwendung hin sich so verhält wie eine PC-Karte mit CAPI-Treiber, mit dem ISDN-Modem aber über die serielle oder USB-Schnittstelle und "AT"-Befehlen kommuniziert.

a/b-Adapter

Ein analog arbeitendes Gerät wie ein analoger Telefonapparat, Anrufbeantworter, Faxgerät (G3), Modem usw. kann nicht direkt an einem ISDN-Anschluss betrieben werden, da dieser nur die digitale S0-Schnittstelle bietet. Will man ein analoges Gerät über ISDN nutzen, benötigt man einen Wandler zwischen der S0 und der analogen a/b-Schnittstelle. Solche Wandler heißen a/b-Adapter, sie sind ab ca. Euro 50.- erhältlich.

Manche ISDN-Karten und Terminaladapter enthalten integrierte a/b-Adapter. Dabei ist zu beachten, dass im 1.Fall  zum Betrieb des analogen Geräts der PC bzw. der TA eingeschaltet sein muss.

Die bessere Wahl statt einzelnen a/b-Adaptern ist oft die Anschaffung einer kleinen TK-Anlage (Telekommunikationsanlage, Telefonanlage). Die Vorteile sind die höhere Anzahl von Schnittstellen (i.a. 4 oder 8), die Möglichkeit der lokalen Vermittlung zwischen 2 angeschlossenen Geräten ohne Gebühren durch Belegung der Amtsleitung und viele zusätzliche Features mehr. TK-Anlagen werden ab ca. Euro 200.- angeboten.

Welche ISDN-Karte soll ich kaufen?

Für alle gängigen PC-Systeme (Windows 95, 98, ME, XP, 2000, NT, Linux) empfehlen wir die Fritz!-Produkte der Firma AVM. Es gibt davon Varianten für PCI, PCMCIA und USB. Vorteile gegenüber anderen Produkten sind die (meist) problemlose Installation, guter Datendurchsatz und ein guter Support. Bei Problemen kann unter fritzsupport@avm.de um Rat gefragt werden (Man erhält sogar eine Antwort), die neuesten Treiber sind unter ftp.avm.de kostenfrei zum downloaden.

Die Installation der Fritz!Card für die Nutzung des LRZ-Wählzugangs ist in den Anleitungen des LRZ unter www.lrz.de/services/netzdienste/modem-isdn/  detailliert beschrieben.

Weitere Informationen finden Sie unter www.avm.de.


Software zur ISDN-Kommunikation

CAPI

CAPI (Common ISDN Application Interface) ist die Festlegung einer Programmschnittstelle, über die Anwendungsprogramme unter DOS, Windows oder OS/2 mit einem ISDN-Adapter (PC-Karte) kommunizieren. Die CAPI wurde in Deutschland von der ISDN-Zulieferindustrie in Zusammenarbeit mit der Telekom entwickelt. Ihre Bedeutung hat die CAPI durch die Unabhängigkeit sowohl von der eingesetzten Hardware als auch des Herstellers der ISDN-Karte.

CAPI-Software wird in der Regel beim Kauf einer PC-Karte oder eines TA mitgeliefert. Durch die einheitliche Schnittstelle sind für die ISDN-Anwendungsprogramme keine extra Kartentreiber notwendig.

Als erster Standard wurde die CAPI 1.1 verabschiedet. Diese Version definiert allerdings nur Funktionen des deutschen ISDN-Standards 1TR6. Mit der Einführung des Euro-ISDN-Protokolls EDSS1 wurden die CAPI-Schnittstellen um die EDSS1-Funktionen erweitert. Dies führte zur Verabschiedung der CAPI 2.0. Dieser Standard ist inzwischen weltweit als "de facto"-Standard zu sehen, auch wenn er noch keine offizielle internationale Norm ist.

Fossil - Treiber

Zur Nutzung von Anwendungen, die über Modems an seriellen Schnittstellen laufen, über ISDN bzw. CAPI gibt es sogenannte Fossil-Treiber. Die bekannteste Implementierung heißt CFOS (Shareware). Informationen und Software zum Download finden Sie unter www.cfos.de. Für den Zugang zum Hochschulnetz ist kein Fossiltreiber notwendig, das LRZ bietet dazu auch keine Unterstützung an.


Der ISDN-Zugang zum Münchner Hochschulnetz

Das LRZ betreibt für den ISDN (und Modem)-Zugang 2 Server Cisco AS5350XM.

Die Rufnummern mit den jeweiligen Anbietern und Tarifen sind

Anbieter Rufnummer
Tarif Hauptzeit [Cent/Min]
Tarif Nebenzeit [Cent/Min]
Tarif gilt
Bemerkung
Telekom 089 358319000 
4
1,6
Citybereich München
Normaler Telekom-Tarif
M-net 089 89067928
1,48
0
Für M-net-Kunden
Wechsel des Telefonanschlusses zu M-net notwendig (nur ISDN)

Technisches

Die IP-Adresse wird stets dynamisch ausgehandelt, die entsprechende Angabe in der Konfiguration der Zugangssoftware muss unbedingt mit "0.0.0.0" besetzt werden. Eine feste Adresse für einzelne Nutzer kann nicht vergeben werden. Auch Netzmaske, Defaultrouter (Gateway) und unter Windows auch die Nameserveradressen werden automatisch zugewiesen.

Die zugewiesenen Adressen haben die Form 129.187.x.y bzw. 141.84.x.y (TUM bzw. LMU). Der zugehörige DNS-Name heißt jeweils "dialxnnn.ppp.lrz-muenchen.de", wobei 'x' und die 3 Ziffern 'nnn' aus der konkreten IP-Adresse abgeleitet werden. Feste Namen sind leider nicht möglich.

Die eingesetzte Software muss auf das Ebene-2-Protokoll HDLC konfiguriert werden. Darüber läuft dann synchrones PPP nach RFC 1618. Andere Protokolle wie X.75 sind zum Teil möglich, werden aber nicht empfohlen. Weiter ist auch der Terminalzugang ohne PPP über die Protokolle V.120 und X.75 möglich. 

Bei beiden Rufnummern ist die Kanalbündelung der beiden B-Kanäle zu einer Verbindung mit 128 Kbps über den MPP-Standard möglich. Die CFOS-Methode geht dagegen nicht.

Es kann Datenkompression über ISDN nach dem MS-STAC-Verfahren genutzt werden. Bei Verbindungsproblemen sollte auf der Nutzerseite die Kompression in jedem Fall abgestellt werden.

Die Authentifizierung (Prüfung der Zugangsberechtigung) erfolgt über das PPP-Subprotokoll "PAP". Das Protokoll "CHAP", das mit verschlüsselt übertragenen Passwörtern arbeitet, kann bei den vom LRZ vergebenen Kennungen nicht verwendet werden.
 


Weitere Informationen zu ISDN

Telekom-Kundendienst:  http://hilfe.telekom.de


RFCs im ISDN-Umfeld

  • rfc951 BOOTSTRAP PROTOCOL (BOOTP)
  • rfc1661 The Point-to-Point Protocol (PPP)
  • rfc1662 PPP in HDLC Framing
  • rfc1570 PPP LCP Extensions
  • rfc1618 PPP over ISDN
  • rfc1990 The PPP Multilink Protocol (MP)
  • rfc1334 PPP Athentification Protocols (PAP)
  • rfc1994 Challenge Handshake Authentication Protocol (CHAP)
  • rfc2138 Remote Authentification Dial in User Service (Radius)