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kommt nochAnleitung zur Installation des TSM-Clients
Mit dem Programmsystem TSM läßt sich die regelmäßige Sicherung der Dateien auf PCs und Unix-Rechnern automatisieren. Außerdem können ihm größere, selten benutzte Dateien zur Aufbewahrung übergeben werden, die dann lokal gelöscht werden können, um so auf dem eigenen Rechner Platz zu schaffen. Diese Schrift wendet sich vor allem an Systemadministratoren, die den TSM-Client auf Servern und Workstations installieren.
Anmeldung eines Rechners zur Nutzung von TSM
Die Benutzung des Archiv- und Backupsystems ist jedem gestattet, der den Benutzerrichtlinien des LRZ entspricht und sich mit den Richtlinien für die Nutzung des Archiv- und Backupsystems einverstanden erklärt.
Damit Sie das System nutzen können, benötigen Sie eine LRZ-Kennung mit TSM-Berechtigung. Kennungen, die automatisch bei der Immatrikulation an der TUM oder LMU vergeben werden, sind nicht gültig. Mit dieser Kennung und dem dazugehörigen Passwort loggen Sie sich bitte in das DATWeb-Portal ein. Für jeden Rechner, von dem Sie Daten in TSM ablegen möchten, können Sie dann durch Klicken auf den Button "register node" einen Node beantragen. Per E-Mail erhalten Sie dann von uns die Zugangsdaten und ein Passwort. Ändern Sie dieses bitte, sobald Sie den Kontakt mit dem Server hergestellt haben.
Achtung: Sie sollten sich bewusst sein, dass die Kombination Nodename / Passwort den Zugang zu allen Daten vermittelt, die unter Ihrem Node gespeichert sind. Daher sollten Sie das Passwort besonders sorgfältig vor dem Zugriff Unbefugter schützen.
Es folgt eine kurze Erklärung der Felder des Antragsformulars für einen neuen TSM-Node. Sollten Ihnen die Erläuterungen nicht genügen, folgen Sie bitte den Links auf dem Formular zu einer ausführlicheren Dokumentation. In jedem Fall ist auch die vorherige Lektüre der Einführung in TSM empfehlenswert. Sollten trotz allem noch Fragen offen bleiben, formulieren Sie Ihre Fragen in einem Incident am LRZ-Servicedesk-Portal.
gewünschter Nodename
Hier können Sie einen Namen angeben, unter dem Sie Ihren Rechner bei uns registrieren lassen wollen, in der Regel wird das der Rechnername sein.
geschätztes zu sicherndes Datenvolumen inklusive der Archivfunktion von TSM in GB
Hier geben Sie bitte das ungefähre Datenaufkommen Ihres Nodes an. Orientieren Sie sich dabei z.B. an der Größe der Datenpartition Ihres Rechners, der Größe der Filesysteme, der Homeverzeichnisse o.ä.
Wollen Sie die Archivfunktion ebenfalls nutzen, geben Sie zusätzlich die Datenmenge an, die Sie im Archiv lagern wollen. Beachten Sie dabei, dass im Archiv die Speicherung nicht auf drei Versionen einer Datei begrenzt ist und beziehen Sie dies gegebenenfalls in Ihre Angabe mit ein.
Gewünschte Sicherungsart
Hier können Sie angeben, ob Sie Ihre Sicherung manuell (beinhaltet auch "cron"-gesteuerte Backups bei UNIX bzw. die Benutzung des von Microsoft mitgelieferten Schedulers ) oder automatisch, d.h. zentral von unserem Server gesteuert und zu festgelegten Zeiten angestoßen, durchführen wollen.
Falls Automatisch: bitte ungefähren Zeitpunkt und Wochentag angeben
Wenn Sie die Automatische Sicherung gewählt haben, geben Sie hier den ungefähren Zeitpunkt an, an dem die Sicherung durchgeführt werden soll. Ihr Rechner wird dann von uns in das passende Zeitfenster zur Sicherung eingetragen. Berücksichtigen Sie dabei auch die Wochentage an denen gesichert werden soll. Wissen Sie zum Beispiel, dass Ihr Rechner nie am Wochenende angeschaltet ist, wählen Sie "nur Wochentags"
Rechnertyp
Geben Sie an, ob der Rechner ein Desktop-System oder ein Server ist, diese Angabe benötigen wir aus Lizenzgründen.
Anzahl der Cores
Falls Sie ein Server-System betreiben, geben Sie bitte die Gesamtanzahl der CPU-Cores an.
Anmerkungen
Hier können Sie Kommentare und Anmerkungen einbringen.
Ich erkläre mich mit den Betriebsregeln einverstanden
Um den Archive- und Backupdienst nutzen zu können, müssen Sie uns bestätigen, dass Ihnen die Nutzungsbedingungen und Richtlinien zur Nutzung von TSM bekannt sind. Insbesondere bestätigen Sie uns hiermit verbindlich, dass Sie die Richtlinien zur Daten- und Nodelöschung zur Kenntnis genommen haben und sich damit einverstanden erklären.
Download der Software
Die Einstiegseite zum Herunterladen der Software finden Sie hier: Download der TSM-Client-Software. Dort gibt es Links zu praktisch allen TSM-Clientversionen, die von IBM zum Download freigegeben worden sind. Die meisten der am LRZ bislang eingesetzten Versionen sind schon vor Ort vorhanden und deren Images dann direkt abrufbar. Ansonsten bietet der FTP-Server des Rechenzentrums der Universität Karlsruhe einen offiziellen Spiegel der TSM- und ADSM-Software an. Falls beide Möglichkeiten nicht funktionieren, gibt es schließlich noch als Notlösung die Möglichkeit, die Software direkt von den FTP-Servern von Tivoli/IBM zu holen.
Etwa einmal pro Jahr wird vom Hersteller eine neue Version, bezeichnet mit x.x, freigegeben. Dazwischen gibt es noch kleinere Versionsänderungen. bezeichnet mit x.x.x. Während die kleineren Versionsänderungen x.x.x untereinander voll datenkompatibel sind, sind die Versionen x.x in der Regel nur abwärtskompatibel. Zum Beispiel kann man mit einem TSM 5.1.1 Client auf Daten zugreifen, die mit einem TSM 4.2.1 Client geschrieben wurden, aber nicht umgekehrt. Administratoren, die mehrere Plattformen mit TSM verwalten, sollten sich also einen Upgrade gut überlegen, bzw. die Plattformen auf dem gleichen Versionslevel halten.
Wir empfehlen den Einsatz der neuesten TSM-Version, wenn nicht zwingende Gründe (z.B. die fehlende Unterstützung einer sehr alten Betriebsystemversion in einem neuen TSM-Client) den Einsatz der neuesten Version verhindern.
Installation der Software
Das Installationspaket liegt in der Regel in dem für die Plattform spezifischen Installationsformat, also z.B. für Solaris als Package-Datei, für AIX als SMIT-Install-Image, für Linux als tar- oder rpm-Datei, oder für Windows als exe-Datei vor.
Vor dem Auspacken bzw. der Installation sollten Sie in jedem Fall die beiliegenden Readme-Dateien studieren. Dort finden Sie auch Hinweise auf die Systemvoraussetzungen. Notwendige Patches und etwaige Systemparametereinstellungen können und sollten vor der Installation nachgelesen werden. Dies bewahrt Sie oftmals vor langwieriger Fehlersuche, sollte die Software nicht wie erwartet funktionieren.
Achtung: Das gesamte Paket enthält wesentlich mehr Features als Sie benötigen. Für den normalen Betrieb genügt in der Regel die Installation des Pakets "Backup-/Archiv-Client". Andere Pakete bzw. Teile, etwa der administrative Client oder der HSM-Client sind nicht nötig und müssen nicht installiert werden.
Je nach Plattform und Version wird die Software in unterschiedlichen Verzeichnissen installiert, z.B. bei den meisten Windows-Versionen unter
C:\Programme\tivoli\TSM\baclient
oder bei Linux unter
/opt/tivoli/tsm/client/ba/bin
Sollten nicht zwingende Gründe dagegen sprechen, empfiehlt es sich, den Installationspfad zu belassen.
Ein ausführliches Installationsmanual für Ihre Plattform finden Sie auf den TSM-Dokumentationsseiten von IBM.
Anpassung der Konfiguration
Die Konfiguration unter Unix
Nach der Installation sind noch einige Änderungen an der Konfiguration notwendig, die man entweder über die graphische Schnittstelle (Edit -> Preferences) oder durch direktes Editieren der Konfigurationsdateien vornimmt. Unter Unix ist das Editieren der üblichere Weg und soll deswegen hier kurz beschrieben werden.
Die Konfigurationsdateien liegen im Installationsverzeichnis und heißen dsm.sys bzw. dsm.opt. Für beide Dateien stehen Sample-Dateien mit der Erweiterung .smp im gleichen Verzeichnis zur Verfügung. Die wesentlichen Einträge stehen in der nur von Root schreibbaren Datei dsm.sys, während dsm.opt optionale, von jedem Benutzer frei wählbare Attribute enthält.
In der Datei dsm.sys steht als wichtigster und unbedingt notwendiger Eintrag die Adresse des Servers, an den sich ihr TSM-Client wenden soll, etwa
servername |
s15 |
tcpport |
1515 |
tcpserveraddress |
s15.lrz-muenchen.de |
Portnummer und Servername werden Ihnen als Antwort auf Ihren Registrierungsantrag per Email mitgeteilt.
Dann, und nur dann, wenn Sie bei der Anmeldung einen Nodename ungleich dem Rechnernamen gewählt haben, ist noch ein weiterer Eintrag notwendig:
nodename |
rechnername |
Ferner können Sie in dsm.sys den Pfadnamen zu einer Datei mit sog. Include/Exclude-Anweisungen spezifizieren, über die Dateien/Verzeichnisse explizit vom Backup ausgeschlossen werden können:
inclexcl |
/usr/local/tsm/etc/excludelist.txt |
Im Abschnitt Weitere Optionen finden Sie noch eine Reihe weiterer Attribute beschrieben, die Sie in den Konfigurationsdateien setzen können.
Die Konfiguration unter Windows
Nach der Installation sind noch einige Änderungen an der Konfiguration notwendig, die man entweder über die graphische Schnittstelle (Editieren -> Vorgaben) oder durch direktes Editieren der Konfigurationsdatei vornimmt. Die Konfigurationsdatei liegt im Installationsverzeichnis und heißt dsm.opt. Eine Beispiel-Datei (des Herstellers) mit der Erweiterung .smp steht im gleichen Verzeichnis.
In der Datei dsm.opt steht als wichtigster und unbedingt notwendiger Eintrag die Adresse des Servers, an den sich ihr TSM-Client wenden soll, etwa
servername |
s15 |
tcpport |
1515 |
tcpserveraddress |
s15.lrz-muenchen.de |
Portnummer und Servername werden Ihnen als Antwort auf Ihren Registrierungsantrag per Email mitgeteilt.
Dann, und nur dann, wenn Sie bei der Anmeldung einen Nodename ungleich dem Rechnernamen gewählt haben, ist noch ein weiterer Eintrag notwendig:
nodename |
rechnername |
Im Abschnitt Weitere Optionen finden Sie noch eine Reihe weiterer Attribute beschrieben, die Sie in den Konfigurationsdateien setzen können.
Weitere Optionen
Mit den bereits beschriebenen Minimal-Angaben in dsm.sys bzw. dsm.opt ist Ihr Client lauffähig. Dies sind allerdings nur die notwendigsten Einträge, um überhaupt TSM nutzen zu können. In diesem Abschnitt sollen einige weitere, relativ häufig benutzte Optionen kurz erklärt werden. Wie gehabt können die Einstellungen über die grafische Schnittstelle oder durch direktes Editieren der Konfigurationsdatei vorgenommen werden.
Wenn nicht anders angegeben werden die Optionen unter Unix in dsm.sys gesetzt.
- Domain:
-
Die domain-Option gibt die zu sichernden Laufwerke bzw. die zu sichernden Filesysteme an. Ohne diesen Eintrag werden nur alle lokalen Laufwerke bzw. Filesysteme gesichert. Unter Unix gehört dieser Eintrag nach
dsm.opt. - Errorlogretention/Schedlogretention:
-
Über diese beiden Optionen kann die Länge der Logfiles auf ein vernünftiges Maß begrenzt werden. Es wird angegeben, wie viele Tage zurück Logeinträge aufbewahrt werden. Die Logs werden vom Scheduler automatisch entsprechend gekürzt.
- Schedlogname:
-
Über die schedlogname-Option kann gesteuert werden, wo im Dateisystem TSM das Schedulelogfile anlegt.
- Include/Exclude:
-
Über diese beiden Optionen können Files explizit ein- bzw. ausgeschlossen werden. Unter Unix ist für die Optionen eine eigene Datei vorgesehen
- Language:
-
Gilt nur unter Windows. Hiermit können Sie die Sprache des Clients festlegen. Alle außer den englischen Sprachfiles müssen extra bei der Installation ausgewählt werden.
- Nodename:
-
Der Nodename muss immer angegeben werden, wenn er sich von dem Maschinennamen unterscheidet.
- Passwordaccess:
-
Mit dieser Option können Sie steuern, ob zur Verbindungsaufnahme das Passwort beim Start des Clients eingegeben werden muss. Um das Passwort geheim zu halten, aber jedem User die Nutzung des Clients zu ermöglichen bietet sich die Einstellung
passwordaccess generatean. Nach einmaliger Eingabe des Passworts wird diese verschlüsselt abgelegt und muss nicht mehr beim Start angegeben werden. - Quiet: Diese Option unterdrückt die Mehrzahl der Clientmeldungen.
- Schedmode:
- Wenn ein so genannter Scheduler auf Ihrer Maschine läuft, entscheidet diese Option, ob der Scheduler auf den Kontakt vom Server wartet (polling) oder ob er von sich aus periodisch am Server nachfragt (prompted), wann er seine Sicherung machen soll. Liegt eine Firewall zwischen Server und Client, funktioniert der Scheduler nur im"polling"-Modus.
Neben den beschriebenen Optionen gibt es noch eine immense Anzahl weiterer. Eine umfassende Beschreibung aller Optionen und deren Parameter findet man auf den TSM Dokumentationsseiten von IBM.
Scheduler für automatische Sicherung
Die bei weitem am häufigsten genutzte Anwendungsmöglichkeit von TSM ist die regelmäßige automatische Sicherung der Filesysteme/Laufwerke eines Rechners. Der einfachste Weg dazu ist, auf dem Rechner einen so genannten Scheduler unter Unix als Hintergrundprozess bzw. unter Windows als "Dienst" einzurichten. Voraussetzung ist, dass Sie bei der Anmeldung angegeben haben, dass Sie diese Möglichkeit (in einem bestimmten Zeitfenster) nutzen wollen. Sie können dies aber auch jederzeit nachholen, indem Sie Ihr Anliegen in einem Incident im LRZ-Servicedesk-Portal formulieren .
Unter der Bourne Shell von Unix können Sie besagten Scheduler durch
nohup dsmc schedule > /dev/null 2>&1
starten. Bitte beachten Sie, das der Prozess unter root laufen muss und die Option passwordaccess generate gesetzt sein muss.
Um den Scheduler unter UNIX automatisch beim Booten des Systems zu starten, muss der Startbefehl entweder in ein rc-File aufgenommen werden oder die Datei"/etc/inittab" um folgenden Befehl ergänzt werden:
TSM::once:/pfad/zu/dsmc sched > /dev/null 2>&1
Unter Windows wird der Scheduler als Dienst installiert, entweder über den TSM-Wizard oder die Kommandoschnittstelle dsmcutil im Installationsverzeichnis. Die genaue Vorgehensweise ist z.B. unter TSM Online Information -> Readmes -> Backup-Archive Client -> Central Scheduler zu finden.
Über den aktuellen Status der Sicherung können Sie sich mit dem Kommando
dsmc query schedule
informieren. Außerdem wird ein entsprechendes Logfile im Installationsverzeichnis (falls nicht anders konfiguriert) abgelegt. Eine sofortige Sicherung, die dem entspricht, was auch der Scheduler tut, erreichen Sie übrigens durch Aufruf des Kommandos
dsmc incr
Natürlich können Sie das obige Kommando auch von einem cron-Job unter Unix oder einer Batchdatei unter Windows aus starten und so ihre Sicherungsstrategie ganz individuell gestalten. In diesem Fall steht uns dann aber keine Möglichkeit zur Verfügung, Sie im Fehlerfall zu benachrichtigen.
Zu guter Letzt: Bitte beachten Sie, dass TSM ein völlig neues Konzept bei der Datensicherung verfolgt: Es gibt keine Unterscheidung in Voll- und Teilsicherungen, sondern nur so genannte inkrementelle Backups auf Dateiebene. Das bringt es mit sich, daß die erste Sicherung sehr umfangreich ist - sie entspricht de facto einer Vollsicherung -, alle nachfolgenden Sicherungen haben aber einen wesentlich geringeren Umfang.