Microsoft Key Management Service (KMS) am LRZ

Einleitung

Das Leibniz-Rechenzentrum bietet innerhalb des Münchener Wissenschaftsnetzes (MWN) für alle Microsoft Produkte, die auf dem VA 2.0 basieren, einen zentralen 'Key Management Service' (KMS) an. Damit können einzelne Einrichtungen der Forschung und Lehre, die das Produkt über das LRZ erworben haben und Zugang zum MWN besitzen, dieses aktivieren. Dies betrifft derzeit:

  • Windows Vista, 7, 8, 8.1, 10 - Professional, Enterprise Edition
  • Windows 2008, 2008 R2, 2012, 2012 R2 - Standard, Enterprise, Datacenter Edition
  • MS Office 2010/13/16, Visio 2010/13/16 und Project 2010/13/16

TUM
Angehörige der TU München müssen im Rahmen des Campus-Agreements Ihre Lizenzen über den KMS-Server der TUM aktivieren. Bei Fragen oder Problemen wenden Sie sich bitte an den IT-Service Desk der TU München. Eine weiterführende Dokumentation finden Sie auf den Seiten der RBG der Fakultäten Mathematik und Informatik.

HowTo

Für die Aktivierung am zentralen KMS des LRZ existiert ein automatisches und ein manuelles Verfahren.

Für die Aktivierung von Systemen gilt dabei folgendes:
Neu installierte Rechner versuchen sich alle zwei Stunden innerhalb der ersten 30-Tage-Frist automatisch zu aktivieren. Danach müssen sich KMS-aktivierte Rechner innerhalb von 180 Tagen erneut mit dem KMS-Host verbinden um die Aktivierung zu erneuern. KMS-aktivierte Rechner versuchen dies automatisch alle sieben Tage.

Voraussetzung

Für die Produktaktivierung am zentralen KMS muss der Rechner, von dem aus die Aktivierung erfolgt, Zugang zum MWN besitzen. (direkte Anbindung am MWN, ISDN/Modem Einwahl am LRZ, ansonsten Zugang mit VPN wenn ein anderer Provider verwendet wird. Darüberhinaus muss an einer vorhandenen Firewall (Desktop, Institut) der TCP Port 1688 für den ausgehenden Verkehr freigegeben sein.

Bitte beachten Sie hierzu auch die Dokumentation des jeweiligen Produktes, das sie aktivieren möchten.

Automatische Aktivierung

Eine automatische Aktivierung erfolgt von Ihrem Rechner, wenn dieser einen Nameserver des LRZ als Standard DNS Server lokal am Host eingetragen hat und dieser direkt mit dem MWN verbunden ist. Mit einer interaktiven ISDN/Modem Einwahl am LRZ, oder seperaten VPN Verbindung wird beides erreicht, da hierduch zum einen der Zugang zum MWN hergestellt wird und zum anderen die Namingservereinträge an dem Clientrechner vorgenommen werden. Zusätzlich muß der DNS-Suffix "lrz.de" der Netzwerkkonfiguration hinzugefügt werden.

dns

Alternativ kann auch für die jeweilige DNS-Zone ein SRV-Record angelegt werden, dann entfällt die Konfiguration an den einzelnen Clients. Der Record muß wie folgt lauten:

_vlmcs._tcp.<your DNS domain>. 3600 IN SRV 0 100 1688 mskms.lrz.de.

Manuelle Aktivierung

Die manuelle Aktivierung erfolgt über die Eingabe mehrerer Ausführungsbefehle in der 'Eingabeaufforderung' (Start, Programme, Zubehör). Diese muß explizit mit 'administrativer Berechtigung' gestartet werden (Klick auf die rechte Maustaste zur 'Eingabeaufforderung' öffnet das Kontextmenü). Es ist nicht ausreichend als Administrator angemeldet zu sein, da ab Windows Vista der Administrator standardmäßig nur über eingeschränkte Rechte verfügt (Stichwort: User Acount Control).

runas

Für die angegebenen Produkte gelten die folgenden Ausführungsbefehle zur manuellen Aktivierung:

ProduktAusführungsbefehl in der EingabeaufforderungZweck

Windows Betriebs-

systeme ab Vista

cscript \windows\system32\slmgr.vbs -skms mskms.lrz.de Registrierung des KMS-Aktivierungs-Hosts im System
cscript \windows\system32\slmgr.vbs -ato Aktivierungsversuch am zuvor registrierten KMS-Host
Office 2010, Visio 2010,

Projekt 2010

cscript "<Programmordner>\Microsoft Office\Office14\ospp.vbs" /sethst:mskms.lrz.de Registrierung des KMS-Aktivierungs-Hosts im System
cscript "<Programmordner>\Microsoft Office\Office14\ospp.vbs" /act Aktivierungsversuch am zuvor registrierten KMS-Host
Office 2013, Visio 2013,

Projekt 2013

cscript "<Programmordner>\Microsoft Office\Office15\ospp.vbs" /sethst:mskms.lrz.de Registrierung des KMS-Aktivierungs-Hosts im System
cscript "<Programmordner>\Microsoft Office\Office15\ospp.vbs" /act Aktivierungsversuch am zuvor registrierten KMS-Host
Office 2016, Visio 2016,

Projekt 2016

cscript "<Programmordner>\Microsoft Office\Office16\ospp.vbs" /sethst:mskms.lrz.de Registrierung des KMS-Aktivierungs-Hosts im System
cscript "<Programmordner>\Microsoft Office\Office16\ospp.vbs" /act Aktivierungsversuch am zuvor registrierten KMS-Host

Überprüfung der Aktivierung

Für die angegebenen Produkte gelten die folgenden Überprüfungsmöglichkeiten:

ProduktÜberprüfungsmöglichkeit
Windows Betriebs-

systeme ab Vista

Eintrag im Eventlog (Application EventLog - Microsoft Windows Security Licensing SLC events 12288 und 12289)
Eintrag "Windows ist aktiviert" im 'Willommen Center' oder im 'System' in der Systemsteuerung
Ausführungsbefehl: cscript \windows\system32\slmgr.vbs -dli
Office 2010 cscript "<Programmordner>\Microsoft Office\Office14\ospp.vbs" /dstatus 
Office 2013 cscript "<Programmordner>\Microsoft Office\Office15\ospp.vbs" /dstatus 
Office 2016 cscript "<Programmordner>\Microsoft Office\Office16\ospp.vbs" /dstatus

Umstellung eines Clients von MAK auf KMS-Aktivierung

1. Initialisieren des Setup-Keys auf dem Client

        slmgr.vbs /ipk <Setup-Key>

        <Setup-Key> Hier müssen Sie den passenden Key aus der Liste unten raussuchen.

2. Zuweisen des LRZ-KMS-Servers

        slmgr.vbs -skms mskms.lrz.de

3. Lizenz aktivieren

        slmgr.vbs /ato

Liste der KMS-Operating System Edition Product Key (Setup-Key)

Windows 7 Professional FJ82H-XT6CR-J8D7P-XQJJ2-GPDD4
Windows 7 Professional N MRPKT-YTG23-K7D7T-X2JMM-QY7MG
Windows 7 Enterprise 33PXH-7Y6KF-2VJC9-XBBR8-HVTHH
Windows 7 Enterprise N YDRBP-3D83W-TY26F-D46B2-XCKRJ
Windows 7 Enterprise E C29WB-22CC8-VJ326-GHFJW-H9DH4
Windows Server 2008 R2 Web 6TPJF-RBVHG-WBW2R-86QPH-6RTM4
Windows Server 2008 R2 HPC Edition TT8MH-CG224-D3D7Q-498W2-9QCTX
Windows Server 2008 R2 Datacenter 74YFP-3QFB3-KQT8W-PMXWJ-7M648
Windows Server 2008 R2 Enterprise 489J6-VHDMP-X63PK-3K798-CPX3Y
Windows Server 2008 R2 for Itanium-Based Systems GT63C-RJFQ3-4GMB6-BRFB9-CB83V
Windows Server 2008 R2 Standard YC6KT-GKW9T-YTKYR-T4X34-R7VHC
Windows Web Server 2008 R2 6TPJF-RBVHG-WBW2R-86QPH-6RTM4
Windows Vista Business YFKBB-PQJJV-G996G-VWGXY-2V3X8
Windows Vista Business N  HMBQG-8H2RH-C77VX-27R82-VMQBT
Windows Vista Enterprise VKK3X-68KWM-X2YGT-QR4M6-4BWMV
Windows Vista Enterprise N VTC4838-43QHV-84HX6-XJXK2-BMV
Windows Server 2008 HPC RCTX3-KWVHP-BR6TB-RB6DM-6X7HP
Windows Server 2008 Datacenter 7M67G-PC374-GR742-YH8V4-TCBY3
Windows Server 2008 Datacenter ohne Hyper-V 22XQ2-VRXRG-P8D42-K34TD-G3QQC
Windows Server 2008 für Itanium-basierte Systeme 4DWFP-JF3DJ-B7DTH-78FJB-PDRHK
Windows Server 2008 Enterprise YQGMW-MPWTJ-34KDK-48M3W-X4Q6V
Windows Server 2008 Enterprise ohne Hyper-V 39BXF-X8Q23-P2WWT-38T2F-G3FPG
Windows Server 2008 Standard TM24T-X9RMF-VWXK6-X8JC9-BFGM2
Windows Server 2008 Standard ohne Hyper-V  W7VD6-7JFBR-RX26B-YKQ3Y-6FFFJ
Windows Web Server 2008 WYR28-R7TFJ-3X2YQ-YCY4H-M249D
Windows 8 Professional NG4HW-VH26C-733KW-K6F98-J8CK4
Windows 8 Professional N XCVCF-2NXM9-723PB-MHCB7-2RYQQ
Windows 8 Enterprise

32JNW-9KQ84-P47T8-D8GGY-CWCK7

Windows 8 Enterprise N JMNMF-RHW7P-DMY6X-RF3DR-X2BQT
Windows Server 2012 BN3D2-R7TKB-3YPBD-8DRP2-27GG4
Windows Server 2012 N 8N2M2-HWPGY-7PGT9-HGDD8-GVGGY
Windows Server 2012 Einzelne Sprache 2WN2H-YGCQR-KFX6K-CD6TF-84YXQ
Windows Server 2012 (landesspezifisch) 4K36P-JN4VD-GDC6V-KDT89-DYFKP
Windows Server 2012 Server Standard XC9B7-NBPP2-83J2H-RHMBY-92BT4
Windows Server 2012 MultiPoint Standard HM7DN-YVMH3-46JC3-XYTG7-CYQJJ
Windows Server 2012 MultiPoint Premium XNH6W-2V9GX-RGJ4K-Y8X6F-QGJ2G
Windows Server 2012 Datacenter 48HP8-DN98B-MYWDG-T2DCC-8W83P
Windows 8.1 Professional GCRJD-8NW9H-F2CDX-CCM8D-9D6T9
Windows 8.1 Professional N HMCNV-VVBFX-7HMBH-CTY9B-B4FXY
Windows 8.1 Enterprise MHF9N-XY6XB-WVXMC-BTDCT-MKKG7
Windows 8.1 Enterprise N TT4HM-HN7YT-62K67-RGRQJ-JFFXW
Windows Server 2012 R2 Server Standard D2N9P-3P6X9-2R39C-7RTCD-MDVJX
Windows Server 2012 R2 Datacenter W3GGN-FT8W3-Y4M27-J84CP-Q3VJ9
Windows Server 2012 R2 Essentials KNC87-3J2TX-XB4WP-VCPJV-M4FWM

Windows 10 Professional

W269N-WFGWX-YVC9B-4J6C9-T83GX

Windows 10 Professional N

MH37W-N47XK-V7XM9-C7227-GCQG9

Windows 10 Enterprise

NPPR9-FWDCX-D2C8J-H872K-2YT43

Windows 10 Enterprise N

DPH2V-TTNVB-4X9Q3-TJR4H-KHJW4

Windows 10 Education

NW6C2-QMPVW-D7KKK-3GKT6-VCFB2

 Windows 10 Education N

2WH4N-8QGBV-H22JP-CT43Q-MDWWJ

Windows 10 Enterprise 2015 LTSB

WNMTR-4C88C-JK8YV-HQ7T2-76DF9

Windows 10 Enterprise 2015 LTSB N

2F77B-TNFGY-69QQF-B8YKP-D69TJ

Umstellung eines Office-Clients von MAK auf KMS-Aktivierung

1. Initialisieren des Setup-Keys auf dem Client

        cscript "<Programmordner>\Microsoft Office\<Office Version>\ospp.vbs" /inpkey:<Setup-Key>

      <Office Version> Hier müssen Sie den Pfad der entsprechenden Officeversion verwenden

                            Office14  entspricht den Office 2010 Produkten

                            Office15 entspricht den Office 2013 Produkten

                            Office16 entspricht den Office 2016 Produkten

        <Setup-Key> Hier müssen Sie den passenden Key aus der Liste unten raussuchen.

2. Zuweisen des LRZ-KMS-Servers

        cscript "<Programmordner>\Microsoft Office\<Office Version>\ospp.vbs" /sethst:mskms.lrz.de

3. Lizenz aktivieren

        cscript "<Programmordner>\Microsoft Office\<Office Version>\ospp.vbs" /act

Liste der KMS-Office Edition Client Keys (Setup-Key)

Office Professional Plus 2010 VYBBJ-TRJPB-QFQRF-QFT4D-H3GVB
Office Standard 2010 V7QKV-4XVVR-XYV4D-F7DFM-8R6BM
Office Professional Plus 2013 YC7DK-G2NP3-2QQC3-J6H88-GVGXT
Office Standard 2013 KBKQT-2NMXY-JJWGP-M62JB-92CD4
Office Professional Plus 2016 XQNVK-8JYDB-WJ9W3-YJ8YR-WFG99
Office Standard 2016 JNRGM-WHDWX-FJJG3-K47QV-DRTFM

FAQ & Troubleshouting

Falls Sie den zentralen KMS des LRZ auf Grund Ihrer lokalen Anforderungen nicht nutzen können, müssen Sie einen eigenen KMS betreiben, oder die Produktaktivierung über MAK durchführen. Einzelne VLKs für das gewünschte Aktivierungsverfahren erhalten Sie dabei über Softwarebezug und Lizenzen am LRZ.

Falls sich der zu aktivierende Rechner bereits im 'RFM Modus' (Reduced Functionality Mode) befindet weil die30 Tage Grace Period überschritten wurde, kann dass Tool slmgr.vbs zur Konfiguration nicht mehr verwendet werden. Der RFM Modus kann mit folgenden 'Trick' durch Verlängerung der Grace Period wieder entfernt werden. Achtung: Dieser 'Workaround' funktioniert nur dreimal!

  1. Im Fenster Windows Aktivierung - Windows jetzt aktivieren, den Menüpunkt Zugriff auf den Computer mit reduzierter Funktionalität wählen.
  2. Es öffnet sich der Internet Explorer. In der Menüleiste klicken Sie auf Datei öffen.
  3. In das Öffnen Dialogfenster tippen Sie: 92;Windows\Explorer.exe und bestätigen durch Klick auf die OK-Taste.
  4. Bestätigen Sie mit OK das Dialogfenster.
  5. Klicken Sie auf Run des Fensters Datei Herunterladen - Sicherheitswarnung um Explorer.exe zu starten.
  6. Klicken Sie auf Run des Fensters Datei Herunterladen - Sicherheitswarnung bedingt durch die nicht signierte Datei Explorer.exe.
  7. Danach öffnet sich die gewohnte Benutzer-Shell mit Desktop, Taskleiste, Startmenü, etc.
  8. Für diese Sitzung wurde der RFM Modus nun deaktiviert. Um die Grace Period erneut auf 30 Tage zu setzen gehen Sie wie folgt vor:
  9. Klicken Sie Start
  10. Tippen Sie cmd im Suchfenster.
  11. Als Suchergebnis erscheint oberhalb cmd.exe. Klicken Sie darauf mit der rechten Taste. Im Kontextmenü wählen Sie Als Administrator ausführen.
  12. Im Kommandozeilen Fenster tippen Sie: slmgr.vbs -rearm
  13. Sie werden zum Neustart des Systems aufgefordert.

Weitere Fragen zur Produktaktivierung, technischen Hintergründen, Problemstellungen entnehmen Sie bitte den Dokumenten: Windows Volume Activation ,

Problembehandlung bei Volumenaktivierungs-Fehlercodes oder wenden Sie sich an: Hotline - Leibniz Rechenzentrum.